31. Dezember 2011

I nua...

Preis der Sektion Folklore der XI Mostra internationale di arte cinematografica 1950


... und für das neue Jahr Frische und Auftrieb.



Dank an Georg für den Link.


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27. Dezember 2011

Venedig Dokumentarfilme

Das Fernsehprogramm von gestern ist kein Thema, wenn überhaupt, das von heute oder morgen.

Ich hatte aber gestern einen Dokumentarfilm über Venedig im Fernsehprogramm entdeckt und angesehen "Il diavolo. Mein venezianischer Freund" (2009) über den Maler und Buranello Carlo Memo. Und weil ich am Ende tief beeindruckt nicht schnell genug auf den Ausknopf drückte so dass ich zu meiner Überraschung einen weiteren Film des gleichen Regisseurs Christian Rischert "Inseln hinter dem Meer" (1985) sah, noch mehr beeindruckt, ist es eben doch ein Thema.

Beide Filme sind für Venedig-FreundInnen hochinteressant, sie handeln von Menschen und Orten der Lagune. Die Orte haben sich seit "Inseln hinter dem Meer" zum Teil sehr verändert, z. B. San Servolo, Pellestrina, im Vergleich 1985-2011, und die Menschen, die der Autor zwei mal besucht, sind von einem Film zum anderen gealtert, inklusive ihm selbst.
Beide Filme sind ausgezeichnet recherchiert und bestehen aus wunderbar ruhigen Gesprächen und Aufnahmen, sehr angemessen ihrem Sujet. Die aufmerksame Zuwendung, die Christian Rischert seinen InterviewpartnerInnen und ihrem/seinem Thema schenkt, gibt auch dem Zuschauer die Möglichkeit, sich zu öffnen und aufmerksam zu sein und nicht die Bilder vorbeirauschen zu lassen.

Es gibt einen dritten Film von 1978 "Venedig - Die Inseln der Glückseligen am Rande des Untergangs" in dem sogar Luigi Nono mitwirkt. Den zu finden ich mich jetzt bemühen werde.

Als DVD existieren die Filme jedenfalls nach meinen heutigen Nachforschungen bisher nicht, Ergebnisse meiner Recherche werde ich für Interessierte hier als Ergänzung eintragen.

Weitere Links zum Thema:

"Il diavolo. Mein venezianischer Freund"
Filmwerk


Und als Nachschlag zum Dokumentar-TV-Abend von gestern (und vielleicht als Trost für die, die ihn verpasst haben) ist hier ein interessanter Fund der heutigen Nachforschungen, ein Venedig-Dokumentarfilm, der Ende März in deutsche Kinos kommen soll:

"Sei Venezia", deutsch "6 x Venedig"




Ergänzung am 28.12.2011:
Am Sonntag, 1.1.2012 gibt es auf 3Sat (zu empfangen in A, CH, D) einen Schwerpunktabend Venedig, bei dem ab 23:15 Dokumentarfilme gezeigt werden, beginnend mit "Il diavolo. Mein venezianischer Freund".


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23. Dezember 2011

Eine seltsame traurige wahre Geschichte


Auf Matteo Lovat trifft man auf San Servolo, während der Führung durch das Museo del Manicomio, der ehemaligen 'Irrenanstalt', der Psychiatrie für Männer. Er wird vorgestellt als "der berühmteste Patient", der, der sich selbst gekreuzigt hat.

Der Besuch des Museums hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Die Methoden der Behandlung, die Vitrinen voller Gerätschaften mit
denen sie ausgeführt wurden, und die Gesichter der Kranken, stark vergrößerte Portraitfotos, denen man sich nicht entziehen kann - im Gedächtnis haftet der Name Matteo Lovat und wird gegoogelt.

Es findet sich ein kleines Buch, keine 40 Seiten, der Bericht des venezianisch
en Arztes Dr. Cesare Ruggieri an zwei Kollegen, den Deutschen Dr. J. D. F. Scherf und den Niederländer David van Gesscher, als Faksimile, ursprünglich geschrieben auf französisch, übersetzt von Julius Heinrich Gottlieb Schlegel und veröffentlicht in Rudolstadt 1807.
Calle della Vida, kleinste Gasse, die von der Vaporettostation Fondamente Nove nach Cannaregio hinein führt, in den Ortsteil Biri

Dr. Ruggieri war zufällig in der Nähe der Calle delle muneghe, als Matteo Lovat, 47 Jahre alt, sich dort im Frühsommer 1805 selbst kreuzigte und traf nach dessen Notversorgung durch einen Wundarzt (Fußbad, herzstärken-
des Mitte
l) bei ihm ein, fand ihn im Schock und kaum kommunikationsfähig und ließ ihn (mit Genehmigung der anwesenden Polizeidirektors von Cannaregio) von S. Alvise ins Hospital SS. Giovanni e Paolo rudern.
Dr. Ruggieri war der Leiter der kaiserlichen klinischen Schule, die Behandlung Matteo Lovats bestand aus Pflege der Wunden, Diät, Versorgung mit Medikamenten, Gesprächen. Neben der psychischen Disposition vermutete Dr. Ruggieri, dass Matteo Lovat an
Pellagra litt.

Calle della Vida, wo Matteo Lovat zur Untermiete lebte. Die Häusernummerierung hat sich seit 1802 geändert, die Identifizierung des Hauses (für mich) nicht möglich

Dr. Ruggieri berichtet durchaus sensibel die Vorgeschichte Matteo Lovats, der den Wunsch hatte Priester zu werden, Schuhmacher wurde und trotz (oder wegen?) Fleißes, Anpassung und Frömmigkeit in die Katastrophe steuerte: im Juli 1802 "nahm er an sich mittels eines scharfen Schuhmacherinstruments eine allgemeine gänzliche Amputation der Zeugungstheile vor und warf alle Theile, derer er sich eben beraubt hatte, zum Fenster hinaus auf die Straße".
Dr. Ruggieri reflektiert die Ursachen dieser Tat und bewundert, wie umsichtig Matteo Lovat die Wundversorgung vorbereitete, durchführte und so unerwartet schnell völlig heilte, während er gleichzeitig in seinem Dorf, Casale, Ortsgespräch war und blieb und letztlich zu Gespött der Dörfler wurde.

Ort des ersten Selbst-
kreuzigungs-
versuches, Calle delle croce (heute venezianisch 'de le tre crose')


Weshalb er im Novemver 1802 nach Venedig zog, eine Anstellung bei einem Schuster neben dem Ospedaletto (hinter SS. Giovanni e Paolo) fand und bei der Witwe Osgualda in Cannaregio in der Calle della vida 5775 (Quergasse an der Vaporettostation Fondamente Nove) wohnte. Im September 1803 wurde er von Nachbarn eine Gasse weiter, der Calle delle croce, beim ersten Kreuzigungsversuch mitten auf der Gasse gestoppt und wechselte daraufhin Wohnung (bei S. Alvise, Calle delle muneghe 2888) und Arbeitgeber (am Rio della sensa). Dort lebte und arbeitete er unauffällig und bereitete seine nächste Kreuzigung vor.


Zeichnung T. Mattani, Stich G. Rosaspina, dem Buch entnommen mit freundlicher Genehmigung des Verlags Belleville

Dr. Ruggieri beschreibt das komplizierte Vorgehen in allen Details; die Kreuzigung selbst, die Verhütung von Aufmerksamkeit damit keine Helfer eingreifen, und schließlich die Präsentation, indem der Gekreuzigte sich durch ruckartige Bewegungen und mit Hilfe eines Seils und seines eigenen Gewichtes aus seinem Fenster gleiten ließ und sich der Nachbarschaft zeigte.

Matteo Lovats Wunden heilten schnell im Hospital SS. Giovanni e Paolo, aber er blieb krank, schlafgestört, litt an Schmerzen und Bewusstseinsstörungen, und Dr. Ruggieri konnte in Gesprächen den Hintergrund der Selbstkreuzigung nicht klären. Er berichtet seinen Kollegen ausführlich über die Therapie Matteo Lovats und über seine Kenntnisse und Erfahrungen in der Behandlung ähnlicher Krankheiten, er scheint ein erfahrener Arzt und einfühlsamer Mensch gewesen zu sein.


Klosterkirche San Servolo

Matteo Lovat wurde per Entscheid der "Poli-
zeigeneral-
direktion" im August 1805 in das "Hospital für Wahn-
sinnige" nach San Servolo gebracht, nachdem er sein Ausgeh-
verbot zu brechen vers
uchte durch Nahrungsverweigerung und Verlassen des Hospitals im Hemd. Der Bericht Dr. Ruggieris wird ergänzt durch den Bericht des Ordensgeistlichen & Arztes auf San Servolo, R. P. Louis Portalupi.

Calle delle muneghe, zwischen Fondamenta della Sensa und Rio di S. Alvise, in der Matteo Lovat seine Selbstkreuzigung vollzog

Matteo Lovat starb am 8. April 1806 auf San Servolo. Die gut sieben Monate bis zu seinem Tod müssen ein Martyrium gewesen sein von Nahrungs- und Flüssigkeits-
verweigerung und Zwangsernährung (per Klistier), verschie-
denen schweren Erkrankungen der Atemwege, Schwellungen von Gesicht und Gliedmaßen, freiwilligen extremen Sonnenexpositionen bis zu Hautverbrennungen, die gewaltsam unterbunden wurden.

  Dr. Ruggieri zieht in seinem medizinischen Bericht den Schluss, dass man "Matteo Lovats Wahnsinn ganz von der Gattung Manie ableiten kann, wo der Kranke stets nur eine einzige fixe Idee, höchstens nur für sehr wenige Gegenstände Sinn hat und von Kühnheit in den Unternehmungen des Willens begleitet wird, welche Mich. Ettmüller mit Delirium melancholicum mit der Benennung 'Mania cum studio' bezeichnete".



'Selbstkreuzigung. Der Fall Matteo Lovat' kann nur noch im Verlag Belleville bei Michael Farin bestellt werden unter http://www.belleville-verlag.de/scripts/start.php


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17. Dezember 2011

Neues vom Fondaco dei tedeschi??



Eintrag vom 5.1.2010
Eintrag vom 28.8.2010
Link vom 5.10.2010



Am 24.11. 2011 schreiben deutschsprachige Institutionen in Venedig einen
offenen Brief an den Bürgermeister Orsini und bitten um Schutz für den Fondaco dei tedeschi. Dergleichen passiert in der Regel nicht ohne Grund und weitergehende Informationen, die Anlass zu Befürchtungen geben.

3Sat zeigte am
15.12. einen Bericht zu den Umbauplänen durch die Architektengruppe OMA und der Kritik der Bürgerinitiative 40xVenezia an der mangelnden Bürgerbeteiligung, sowie ein Interview mit Rem Kolhaas.
(Die Beiträge stehen in der Regel nur eine Kurze Zeit in der Mediathek zur Verfügung.)

Seitens der Comune Venezia herrscht derzeit Schweigen auf den täglich zu Veröffentlichungen genutzten social media (Twitter, Facebook) zum Thema.


Die Website von OMA veröffentlicht keine weiteren Details.

Ein kleiner Beitrag vom 40xVenezia zum Thema.


ERGÄNZUNG vom 29.12.2011
Pressemitteilung zur Vereinbarung zwischen Comune Venezia und Benetton Group zum Fondaco dei Tedeschi


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6. Dezember 2011

Vor und nach Weihnachten 2011

Weihnachtsbaum und Krippe an der Nordseite des Markusdoms (Webcam)


Mein alter Eintrag "Vor Weihnachten in Venedig" wird derzeit oft angeklickt. Er ist aber nicht aktuell und auch nicht von 2010 auf 2011 übertragbar.

Man kann den Kommentaren zu diesem Eintrag entnehmen, dass es entgegen Ankündigungen schon 2010 keinen Weihnachtsmarkt mehr auf dem Campo S. Stefano gab, und auch dieses Jahr offensichtlich nicht. Schade, wenn er auch eher klein und mit der Opulenz und dem Überfluss mitteleuropäischer Weihnachtsmärkte nicht zu vergleichen ist. Wieso sollte er auch. Dafür gibt es zum ersten Mal eine Eisbahn auf dem Campo S. Polo, ein schöne Idee, finde ich, inklusive eines kleinen weihnachtsmarktähnlichen Hüttendorfes mit Kunsthandwerk, Lebensmitteln, Süßigkeiten und Wein.

Auf dem Platz mit den zwei kleinen Löwen an der Nordseite des Markusdoms ist ein Krippe aufgebaut, die kann gefallen, muss aber nicht. Es gibt sicher schönere und vor allem ältere Krippen in den Kirchen Venedigs (siehe Kommentar von Aldebaran, oben)

Porta dei fiori, Nordportal des Markusdoms, Eingang für Gottesdienstbesucher

Der letzte Flohmarkt (der Nicht-Profis) auf dem Campo S. Maria Nova, neben der Miracoli-Kirche fndet am Samstag/Sonntag 10./11. Dezember statt.
Der letzte Antiquitätenmarkt (der Profis) auf dem Campo S. Maurizi von Freitag, 16. bis Sonntag, 18. Dezember.

Und ich nehme an, dass es auch wieder Sonderverkäufe von Glaskunst auf Murano gibt, bis in den Januar hinein, wenn ich auch keine Werbung wie bisher dafür im www finde.

Weihnachtliche Veranstaltungen in Venedig (und Mestre)
Jahreswende auf der Piazza San Marco
Neujahrsschwimmen auf dem Lido
Dreikönigsregatta auf dem Canal Grande (Regata delle befane)

Und Dreikönigsfeier der griechischen Gemeinde in S. Giorgio dei Greci am 6.1.2012 mit Tauchen nach dem tradionell ins Wasser geworfenen Kreuz im Rio dei Greci.

Ich war einige Male im Winter in Venedig, zum Salutefest im November, kurz vor Weihnachten, kurz nach Neujahr, kurz vor Carnevale und es ist wahr, ruhiger ist Venedig schon als im Sommer.
Und es ist auch romantisch, einen richtigen Nebeltag zu erwischen. Wenn man auf dem Canal Grande die Palazzi rechts und links mehr ahnt als sieht. Eher wildromantisch, wenn in das Girocitta-Vaporetto schon mal die Wellen schlagen, besonders an der Ecke wo sich der Canale di Cannaregio mit dem Canale delle fondamente nove trifft, oder an der Biege zwischen S. Pietro di Castello und San Marco-Becken. Schon sehr viel weniger romantisch, wenn alles nach nassen Kleidern riecht und man trotzdem nach unten in die Kabine muss, weil man oben nicht mehr stehen kann bei dem Wellengang.




Auch im Dezember findet man eine Bar im Freien (Campo S. Sebastiano)

Wahr ist aber auch: eigentlich ist Venedig im Winter kalt und nass. Mediterraner Winter, scheußlich! Und wie überall wird es spät hell und früh dunkel, es gibt nur wenige Stunden in denen man die Stadt durchwandern kann. Im Dunkeln ist es zwar wunderbar leer in den Gassen, aber man sieht naturgemäß wenig, was auch auf Sommernächte zutrifft, allerdings bei sehr viel angenehmeren Temperaturen. Die Temperaturen sind auch mäßig in den Museen und in den großen Kirchen, im Dogenpalast etc. ist es richtig kühl.

Kurz: die allgemeine Schwärmerei von Venedig im Winter teile ich definitiv nicht (mehr). Ich finde es ungemütlich eiskalte Füsse im Hotelzimmer aufzuwärmen, das tagsüber schlecht geheizt und nachts überheizt wird. Oder einen durchnässten Wintermantel trocknen zu müssen, weil man in den engen Gassen den Regenschirm besser gar nicht erst aufmacht. Viele kleine winterliche Unbequemlichkeiten, die den Genuss der kostbaren Tage in Venedig schmälern.

Winterliches Rudertraining auf dem Rio di S. Alvise

Aber jedem nach seinem Geschmack. Für VenedigliebhaberInnen ist die Wintererfahrung wichtig und trotz aller Ungemütlichkeiten unverzichtbar.


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2. Dezember 2011

Haus zu verkaufen am Canal Grande

Treppe im Androne zum 1. Mezzanin rechts und links

Zu überbieten sind derzeit 40 Millionen € + Fertigstellung begon-
nener Restauration + laufende Erhaltung... es geht um die Ca' Corner della Regina.

Das ist wohlgemerkt nicht der Palast von
Caterina Corner, der Königin von Cypern und Armenien im 15. Jahr-
hundert, sondern ein größerer Nachfolgebau des 18. Jahrhunderts über den Grundmauern des Gebäudes, indem Caterina geboren wurde.


Caterina Corner nimmt in der Geschichte Venedigs und Zyperns eine Schlüsselposition ein. Trotzdem war sie aus heutiger Sicht, mit Zwangsverheiratung als Straftatbestand, vermutlich ein armes reiches Mädchen.
Und wer zu Verschwörungstheorien neigt, sieht in ihr vielleicht eine tragische Figur, deren kleine
r Sohn und sein Vater keine Überlebenschance hatten. Denn beider Tod war die Voraussetzung, dass das Königreich Zypern, das wirtschaftlich (Zuckerrohr) und militärisch (zwischen dem osmanischen Reich und dem venezianischen Königreich Candia = Kreta liegend) unverzichtbar war, als venezianisches Königreich den Kolonien im östlichen Mittelmeer hinzugefügt werden konnte.

Die Wände des mittleren Saals (Portego) des 1. Piano nobile sind komplett mit Darstellungen aus dem Leben Caterina Cornaros gestaltet

Die Hintergründe deuten also mehr auf Staatraison, und trotzdem ist Caterina Opfer der romantischen Wahrnehmung geworden dank künstlerischer Darstellungen quer durch Literatur, Musik, Malerei. Z. B. Gaetano Donizetti: Caterina Cornaro (kostenlos hören).
Aber Caterina ist eine andere Geschichte, jetzt geht es um das Haus, das ihre Verwandtschaft 160 Jahre nach ihrem Tod bauen ließ, Ca' Corner della Regina. Ich hatte im Juni das Glück den Palazzo von innen zu sehen anläßlich einer Ausstellung der Fondazione Prada während der 54. Biennale und habe darüber berichtet ("Hütten und Paläste").
Portego des 1. Piano nobile, rückwärtige Schmalseite zum kleinen Innenhof

Die Ausstellung wurde am 2.10.2011 geschlossen und am 21.11. machte die Fondazione Prada über die zum Konzern gehörende Firma Petranera s.r.l. das Kaufangebot von 40 Millionen €.
Ich vermute, dass die öffentliche Ausschrei-
bung, Abgabetermin 20.12. mittags, eine formale Angelegenheit und der Verkauf an
Prada zum Jahresende eine festgeklopfte Sache ist; man wohl auch kein weiteres ernsthaftes Angebot erwartet. Ich finde diese bürokratische Prozedur hochinteressant und bin gespannt, wie es weitergeht.
Denn vor kurzem haben wir ja schon einen anderen Verkauf am Canal Grande erleben dürfen, der des Fondaco dei Tedeschi, mit dem Ergebnis, dass aus den hochfliegenden Plänen bisher wohl nix geworden ist und das Gebäude ungenutzt und verrammelt neben der Rialtobrücke steht.

Deckenschmuck in einem Nebenraum des 1. Piano nobile

Wenn die Ca' Corner della Regina an Prada verkauft wird, kann man sicher auch künftig mit Ausstellungen und Besuchsmöglichkeiten rechnen. Das ist bei letzten zum Verkauf stehenden Palazzo, den ich anläßlich der Biennale 2007 besuchen konnte, nicht der Fall: Palazzo Soranzo van Axel, der nach seiner derzeitigen Umgestaltung in Eigentumswohnungen der Spitzenklasse ("...a wonderful home for discerning people wanting the full Venetian experience..." sagt der Verkäufer Sotheby's) nicht mehr zugänglich sein wird.




Detaillierte Verkaufsausschreibung (Avviso di vendita)
und
technische Dokumentation (documentazione tecnica) mit Plänen und Fotos

als PDF-Links am Ende der Veröffentlichung


Noch nicht fertiggestellte Restaurierung im 1. Mezzanin (Zwischengeschoss)