26. Februar 2016

I due Foscari

Bartolomeo Bon, Doge Francesco Foscari, Porta della Carta am Dogenpalast

Gestern Abend habe ich  die live Übertragung der Premiere von Giuseppe Verdis Oper "I due Foscari" aus der Mailänder Scala gesehen und war hingerissen.

Von der Oper über den Dogen Francesco Foscari, die ich zum ersten Mal überhaupt hörte (wird selten aufgeführt), und von der großartigen Inszenierung, den wunderbaren SängerInnen, dem Bühnenbild in venezianischen Sepia- und Ockertönen, den kostbaren Kostümen. 

Ein perfektes akkustisches und visuelles Kunstwerk.

Noch ist es in der Mediathek des österreichischen Sender Servus TV zu sehen, ich weiss nicht, wie lange noch. (Werbung zu Beginn und zwischendurch muss leider in Kauf genommen werden.)






Quelle: Website Servus TV


Steht leider seit Anfang April 2016 nicht mehr in der Mediathek zur Verfügung.

Ergänzung 4.5.: 
Der Sender Servus stellt seine Tätigkeit im Sommer ein. Das ist bedauerlich und die KollegInnen haben mein ehrliches Mitgefühl. Die hier gesetzten Links werden dann irgendwann nicht mehr funktionieren.


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23. Februar 2016

29.3.1516 - Ghetto in Venedig



Campo del Ghetto Novo

Per Verordnung des Dogen Leonardo Loredan vom 29.3.1516 wurde der künftige Lebensraum der venezianischen Juden auf einer Insel festgelegt, auf der bis dahin ein Dutzend Kupfer- und Eisengießereien gearbeitet hatten. Das Wort 'Ghetto' erhielt für alle Zeiten eine neue Bedeutung.

"Alle Juden müssen zusammen innerhalb der Hofnachbarschaft der Gießereien in der Pfarrgemeinde San Gerolamo leben; damit sie nachts nicht herumstreunen können, werden an den beiden kleinen Brücken am Rand der alten Gießerei (ghetto vecchio) und der neuen Gießerei (ghetto novo) Tore angebracht, die morgens mit dem Geläut der Marangona geöffnet und um Mitternacht verschlossen werden müssen. Vier christliche Aufseher, die von der Regierung bestimmt und von den Juden bezahlt werden gemäß einem von uns festgelegten Preis, haben diese Tore zu bewachen."

Die Eingrenzung wurde vervollständigt durch zwei hohe Mauern. Wassertore, Türen und Fenster nach außen wurden verschlossen und vermauert. Die Bewachung galt rund um die Uhr, die Juden trugen auch die Kosten von zwei Booten, die ununterbrochen auf den Kanälen rund um die Insel Ghetto kreisten. Schwere Strafen erwarteten Juden, die nachts außerhalb des Ghettos angetroffen wurden. 

Diese Verordnung, zusammen mit regelmäßig neu verhandelten Aufenthaltsgarantien in der Stadt, den Pflichten und Rechten, den Verboten und Freiheiten der Juden und Jüdinnen und der dafür zu entrichtenden Zahlungen war die größte Rechtssicherheit, die Juden in Europa im 16. JH hatten. In Köln beispielsweise war die alte und große Judengemeinde regelmäßig Progromen ausgesetzt und wurde 1424 endgültig ausgewiesen. Erst im 19. JH siedelten sich wieder Juden (wohlgemerkt in Deutz!) an. In Venedig lebte die jüdische Bevölkerung quasi hinter Schloss und Riegel, aber auf Basis von Verträgen. Die waren erpresserisch und ausbeuterisch, aber sie boten Gewähr und Sicherheiten, die Juden in Europa an keinem anderen Ort fanden.


Ghetto novo
500 Jahre Ghetto in Venedig, dieser Fixpunkt jüdischer Geschichte in Europa wird in diesem Jahr begangen. Seit November 2014 wurden Mittel für die Restaurierung der Synagogen und die Neugestaltung des Jüdischen Museums im Ghetto gesammelt.

Über das ganze Jahr 2016 gibt es Kulturangebote des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit jüdisch-venezianischer Geschichte. 

Weitere Programmpunkte (Ausstellungen, Konferenzen, Konzerte...) sind in Planung bzw. Vorbereitung, Termine werden hier im Laufe des Jahres folgend ergänzt.


In der Schola Spagnola

26.2.:
Universität Ca' Foscari 1./2.3. Internationale Tagung The Ghetto Reconsidered. Minority and Ethnic Quarters in Texts and Images. Programm.

Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Venedig 1.3., 22.3., 12.4., 26.4. jeweils 17 Uhr: Niggun, canto, Kantate. Begegnungen zum Thema musikalische Beziehungen zwischen jüdischer und christlichlicher Welt 12.-19. JH. Ort: Ev.-L. Kirche Sant'Angelo Custode am Campo Santi Apostoli. Haltestelle Ca' d'Oro oder Fondamente Nove. 

29.2.:

3.4.:
Eröffnung der Ausstellung naiver Malerei "Das Ghetto von Venedig: 500 Jahre Geschichte und Alltag" der Künstlerin Michal Meron, die im Ghetto und in Israel lebt. Die Künstlerin ist oft in der Ausstellung anwesend und spricht deutsch. Wer Kindern das Leben im historischen Ghetto näher bringen will, ist hier richtig, durch die vitale und fröhliche Atmosphäre der Kunstwerke. Der Katalog liegt in 4 Sprachen für 10 € vor, ist umfassend und auch ein originelles Geschenk/Mitbringsel aus Venedig.

7.4.-6.7. Wien, Winterpalais Ausstellung "Treasures of the Jewisch Ghetto of Venice restaured by Venetian Heritage"

26.5.-25.9. "Divided Waters" Ausstellung zur Erinnerung an den 500. Jahrestages des Jüdischen Ghetto Venedig im Palazzo Fontana (Details zum Palazzo Fontana siehe Eintrag vom 21.6.2015). Ich habe die Ausstellung besucht, sie besteht aus wenigen beeindruckenden zeitgenössischen Exponaten und Sakralgegenständen in 3 Räumen. Eine Künstlerin und und 2 Kuratoren waren anwesend und sehr interessiert an Gesprächen mit Besucherinnen. Siehe auch FB-Seite des Veranstalters OTT (Citizens of the Text). Haltestelle Ca' d'Oro.


19.6.-13.11. Dogenpalast Ausstellung Venedig, die Juden und Europa
Siehe dazu auch den neuen Eintrag vom 18.6. Ausstellungseröffnung 'Venedig, die Juden und Europa'

ab 1.7. Neue Führung "Kultur und koshere Leckereien": Besuch des Ghettomuseums, der Roten Bank, der Synagogen auf einem Gang durch das Ghetto mit abschließender Mahlzeit, sprich Verkostung kosherer Leckereien im Ristorante Ghimel Garden. Dauer 3,5 Stunden, Preis 55 €/Erw., 35 € Kinder unter 12. In engl. und ital. Sprache. Anmeldung erforderlich, die Tour findet zum jeweils genannten Termin statt ab 5 angemeldeten TeilnehmerInnen. Anmeldung bis Freitag vor dem angebotenen Termin.

Hier ein kurzer beeindruckender Blick in die Synagogen:






10.7.  19:30 Uhr Universität IUAV: Ein Ghetto in Venedig 1516. Das erste? Das letzte? Vortrag von Umberto Fortis und Dario Calimani in ital. Sprache. Ort: Cotonificio, Nr. 6 auf dem Plan, Aula Gradoni 2. Etage. Haltestelle S. Basilio. Eintritt frei. 

12.7.  9:30-18 Uhr Universität Ca' Foscari- Princeton University - Ghetto 500  "The Ghetto as Global Metaphor" internationales Symposium. Ca' Dolfin, Aula Magna Silvio Trentin. Teilnahme frei, Anmeldung erforderlich. Haltestelle S. Tomà, Zattere und Accademia
Dazu ein Bericht:
5.8. Blog 'seductivevenice': Global Metaphor


25.7. 19 Uhr "Notes from the Ghetto" Konzert zum Erinnerung der Gründung des jüdischen Ghettos vor 500 Jahren. Insel San Servolo, Auditorium der Internationalen Universität. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter 041 2719545. Linie 20, Haltestelle S. Servolo.


26.8.-8.1.2017 Fotoausstellungen René Burri. Utopia/Ferdinando Scianna. Il Ghetto di Venezia 500 anni dopo in der Casa Tre Oci. Mehr dazu. Mehr dazu.
Haltestelle Zitelle.

28.7. 15:00-18:30 Uhr Biblioteca Marciana: Venedig und das jüdische Buch. Symposion internationaler Expertinnen in englischer Sprache. Eintritt, auch für Gäste, frei. Bibliothekseingang an der Piazzetta 13A.

21.10. 20:00 Uhr Scuola Grande di San Rocco:  "Voci dal Ghetto - I 500 anni del Ghetto di Venezia" Stimmen aus dem Ghetto - Konzert des Ex Novo Ensembles mit Werken von Meyerbee, Krejn, Golijov. Haltestelle S. Tomà.

9.11. Fondazione Cini auf S. Giorgio Maggiore: Abschlusskonzert des 2tägigen Chorchoachings zu weiblicher jüdischer Sakralmusik in Italien 1600-1630. Detailinformationen folgen. 

12./13.12. Fondazione Ugo e Olga Levi: "Affrancati del Ghetto". Internationale Tagung 'Befreite aus dem Ghetto. Geistliche Musik des Judentums in Italien zwischen Emanzipation und Anpassung von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum 2. Weltkrieg'. Haltestelle S. Samuele und Accademia.

In der Schola Grande Tedesca

Weiterer Lesestoff zum Thema (wird ebenfalls ergänzt)

Venedig.jc-r.net: Das Ghetto

Deutschlandfunk: 500 Jahre Ghetto. Durch das venezeianische Cannaregio

World Crunch: The First Ghetto. Lost Beauty in Venice's Jewish Quarter

Beyond the Ghetto Jüdische Kulturthemen und -termine in Venedig


3.3.:
The Jewish Chronicle online: Venice the first ghetto
The Jerusalem Post: 'Shylock' on stage in Venice

8.3.:
Henning Klüver: Verwinkelte Gänge

9.3.: 
28.3.:

8.4.:
Jewish Venice. Website zum jüdischen Leben in Venedig. Ich habe kürzlich zum ersten Mal (!) im Restaurant Gam Gam gegessen und war begeistert. Köstlichkeiten zu ganz normalen Preisen, Speisezimmeratmosphäre, sehr freundliche MitarbeiterInnen. Sehr empfehlenswert. (Ein Eingang an der Fondamenta Pescaria, ein Eingang links hinter dem Ghettotor, am Canale di Cannaregio.) 

7.4.: 
Die Zeit: Mittendrin ausgeschlossen

10.4.:
Die Zeit: Das erste Ghetto. 16 mittelmäßige Fotos. 

11.4.:
Bürgermeister Brugnaro und Rabbi Bahbout unterschrieben heute eine 5 Jahre gültige Vereinbarung zum Sabbat. Ganz Venedig gilt als "ein Haus".

25.5.: 
Financial Times: Survivor's story: Venetian Ghetto's last witness to Auschwitz

15.6.:
Deutschlandfunk: Das erste jüdische Ghetto

18.6.:
The Economist: The Venetian Ghetto - Hidden Secrets

Nr. 8 2016 Judaica Europeana: The Venice Ghetto: 500 years



4.9.:
Der Tagesspiegel: Die Serenissima und die Juden 


10.10.:
Heute im www gefunden: ein Spendenaufruf des World Monuments Fund zugunsten der Restaurierung von Fenstern in venezianischen Synagogen


13.11.:
ABC online: How Venice's Jews made the world's first ghetto a cosmopolitan community

17.11.:
Chabad.org.news: 500 years of Jewish Ghetto in Venice' Focus of Oxford Seminar

18.11.:
Forward: In the Ghetto: From Renaissance Venice to Chicago, Post-Trump


Pfandleihhaus unter den Arkaden

Bücherempfehlungen

Riccardo Calimani ist der Autor, der wohl die meisten Bücher zum Thema veröffentlicht hat. In deutscher Übersetzung gibt es die spannende "Geschichte der Juden in der Löwenrepublik" unter dem Titel "Die Kaufleute von Venedig". Unbedingt zu empfehlen. 

 


Ein leichter und doch spannender, melancholischer Roman, nicht wirklich Krimi, nicht wirklich historischer Roman, aber mit einer geheimnisvollen Hauptperson, ist "Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz" des wunderbaren Autorenpaares Fruttero und Lucentini.

 


Hinter dem Brückchen über den Kanal lag grau und traurig der Campo di Ghetto Nuovo wie eine große auskratzte Pfanne. Wir setzten uns auf eine Bank, und David küsste mich leicht und erzählte mir, dass zu den vielen Verboten, denen die Juden unterlagen, auch jenes gehörte, mit christlichen Frauen, selbst wenn sie Prostituierte waren, Unzucht zu treiben.
"Und die Strafe?"
"Je nach Schwere des Skandals."
"Aber wir beide, zum Beispiel?"
"Eine Edelfrau? Nun, ihr Ehemann hätte sie für eine Weile ins Kloster geschickt."
"Wie langweilig! Und du?"
"Sechs Monate oder ein Jahr Gefängnis, plus ich weiss nicht wieviel Zechinen Bußgeld."
Fußball spielende Kinder liefen schnell und kreischend wie bunte Möwen zwischen den kahlen Bäumen hin und her. David hob einen roten Handzettel von der Erde auf, der einen Ausverkauf von Taschen und Koffern in der Rialtogegend ankündigte. So ungefähr, sagte er, sahen die Quittungen der Geldverleiher des Ghettos aus, rot oder grün oder gelb. Arme Venezianer füllten jeden Tag den Platz und brachten ihre kleinen Gold- und Silbersachen zu den drei Pfandbanken - dahinten, unter dem langen Laubengang -, dann kehrten sie mit jenen bunten Zetteln, die ihnen die jüdischen Blutsauger ausgestellt hatten, wieder nach Hause zurück. Doch die jüdischen Blutsauger hatten nicht die geringste Lust, die Blutsauger zu spielen, sie machten dabei Verluste, flehten ständig die Regierung an, sie von dieser undankbaren und ruinösen Aufgabe zu entbinden. Doch die Regierung lehnte immer wieder ab, die Darlehen an die Armen waren ein soziales Problem, und das sollten die Juden lösen, auch mit Verlust. Wenn nicht, dann keine Aufenthaltserlaubnis, keine Verlängerung des "Führungszeugnisses".
"Eine Art Erpressung."
"Eine Art Steuer."
"Ja konnten sie denn auch aus Venedig jederzeit weggejagt werden?"
"Ja, aber es gab ein Mindestmass an Rücksicht, nämlich eine gewisse Kündigungsfrist."
"Wie gütig."
Ich sah David Stufe für Stufe die enge Treppe bis zum siebten Stock eines jener hohen Häusern hinaufsteigen und mir (ich war zum jüdischen Glauben übergetreten) mitteilen, dass es zu Ende war, dass sie uns fortjagten, dass wir unsere wenigen Habseligkeiten, seinen brüchigen Koffer nehmen und gehen mussten. Aber wohin? Wer weiss. In die Welt hinaus. Nach Korfu, nach Saloniki, nach Negroponte, wohin es uns eben verschlug. Aber das war doch grauenhaft, es gab keine Sicherheit, es gab keine Zukunft, es gab keine Dauer, das war kein Leben...
"Aber das war doch kein Leben!" sagte ich.
"Ah", sagte Mr. Silvera.
Er sah mich mit einem Ausdruck an, dessen Traurigkeit mir unerträglich vorkam, und nach einem Augenblick ließ er den roten Zettel zwischen die Erdnussschalen und das trockene Laub auf die Erde fallen.
"Ah", wiederholte er und sah mich nicht mehr an.

Zitat "Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz"  Carolo Fruttero und Franco Lucentini, verschiedene deutschspr. Ausgaben. Originalausgabe 1986 "L'amante senza fissa dimora".


Arkaden der ehemaligen Pfandleihäuser, Ghetto novo
Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch des Museumsshops im Ghettomuseum, das eine sehr große Auswahl von Judaica bereit hält, mehr als ich je gesehen habe. Auch in deutscher Sprache natürlich und vor allem sehr viele Kinderbücher. 

Eine Korrespondentin empfiehlt mir nach der Lektüre dieses Eintrag ein Buch, das sie eher als Jugendbuch einschätzt, das ihr aber sehr gefiel: Shylocks Tochter von Mirjam Pressler. Ich kenne das Buch noch nicht, gebe die Empfehlung hiermit weiter.





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15. Februar 2016

Flughafen Marco Polo - zu früh? zu spät?


Um Flughafenkosten zu sparen, greifen vor allem die preiswerteren Fluganbieter zur Möglichkeit, Ankunft und Abflug außerhalb der zentralen Flugzeiten zu terminieren. Also frühmorgens und spätabends. Was zur Folge haben kann, dass es morgens keine passende Verbindung von ACTV oder Alilaguna zum Flughafen gibt, oder spätabends in die Stadt zu einem möglicherweise etwas abgelegenen Hotel. Oder zu einer Ferienwohnung, die nach 21 Uhr nicht mehr übergeben wird, oder einem Hostel/Kloster/Wohnheim, deren Rezeptionen abends nicht besetzt sind.

Mir wurde von Angestellten des Flughafens Marco Polo in einer solchen Situation sehr freundlich mit einem Tipp geholfen, den ich kürzlich einer Korrespondentin weitergeben konnte, der also auch anderen LeserInnen nützen könnte. Des Problems Lösung sind einige Hotels, die in direkter Nähe des Flughafens sind. 

Mir sind bekannt 
die Villa ai Tigli (hier schon selbst übernachtet) und 
das Hotel Veniceresort, das ich auf der anderen Straßenseite gesehen habe. 

Beide liegen (ohne extreme Fluglärmbelästigung) so nahe am Flughafen, dass man fast zu Fuss gehen kann. 
Bei beiden ist im Zimmerpreis der kurze Flughafentransfer zum und vom Hotel mit einem Kleinbus enthalten (muss bei der Buchung mitbestellt werden). Ich selbst hatte nicht gebucht, sondern rief vom Flughafen aus an und wurde innerhalb 10 Minuten abgeholt.

Beide Häuser liegen direkt an einer Haltestelle der Buslinie 5 (Piazzale Roma - Flughafen), man kommt also bequem von Venedig aus zur Übernachtung vor dem Flug bzw. am Morgen schon früh mit dem Bus in die Stadt. Ich weiß nicht, wie die Haltestelle heißt, das sollte man bei der Buchung erfahren können. 

Vielleicht gibt es weitere Übernachtungsmöglichkeiten so nah am Flughafen. Empfehlungen gerne per Kommentar oder Mail.

Ergänzung 17.2.:
2 Kommentare haben mich zu diesem Eintrag erreicht. Einer steht unten in der Kommentarfunktion, der andere kam per Mail, ich füge sie mit Erlaubnis des Korrespondenten (und bestem Dank) hier ein:

Habe bei meinem letzten Aufenthalt im Januar in Venedig auch Linie 5 benutzt. Streckenplan mit den Haltestellen findet man aufhttp://actv.avmspa.it/sites/default/files/attachments/pdf/urbano/mappe/5-UM.pdf
An der Verkaufsstelle der ACTV auf der  Piazzale Roma hat man uns auf Nachfrage bestaetigt, dass man  Bus Nr. 5 mit der Monatskarte fuer 37 Euro auf dem Venezia Unika Pass  benutzen kann (also keine 8 Euro extra bezahlt).


Ergänzung 1.7.:
Mittlerweile habe ich die Sache auch bei der Ankunft mit dem Kölner Flieger um 20:40 Uhr in Venedig ausprobiert. Im Ai Tigli gebucht, gemäß Anweisung nach Empfang des Gepäcks im Hotel angerufen (man spricht ital. + engl.). Wurde gebeten, beim Flughafenausgang den Zebrastreifen zu überqueren bis zum Parkplatz (100 m). Weniger als 10 Min. später kam die Signora im kleinen roten Bus und holte mich ab. Einchecken, bezahlen, Erklärungen weitere 10 Min., um 21:20 hatte ich es mir mit meinem Lesegerät schon gemütlich gemacht. Zu diesem Zeitpunkt wäre der nächstmögliche ATVO-Bus nach Venedig gestartet. Zur Bushaltestelle sind es knapp 10 Min. zu Fuß (mit Rollköfferchen). Da das Busticket nur dann 8 € kostet, wenn man am Flughafen ein- oder aussteigt, braucht die Busfahrt mit der Linie 5 nach Venedig 1 Einheit auf der Venezia Unica-Karte, also 1,50 €.



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10. Februar 2016

Schnäppchen: Dogenpalast und San Marco


Im Dezember 2015  habe ich in einem Eintrag zur neuen Führung im Dogenpalast das Buch des Kunsthistorikers Wolfgang Wolters empfohlen (ganz am Ende des Blogeintrags, bitte nach unten scrollen).

Der Deutsche Kunstverlag hat im Januar in einer kleinen Auflage beide Bücher von Wolfgang Wolters, also "Der Dogenpalast in Venedig" (Normalpreis 19,90 €) und "San Marco in Venedig" (Normalpreis 24,90 €) als Paket unter dem Werbetitel "Wahrzeichen von Venedig" zum Gesamtpreis von 24,90 € produziert.

Die Bücher entsprechen 1:1 den teureren Ausgaben, die Auflage ist fast vergriffen. Erfahren bei einem Anruf im Verlag.

Wer mehr als nur einmalig oder oberflächlich an Venedig interessiert ist, ist mit diesen Büchern allerbestens versorgt. Wolfgang Wolters ist vermutlich derzeit DER kompetente Wissenschaftler deutscher Sprache, er hat den Vorzug schnörkellos und verständlich zu schreiben, die beiden Gebäude werden mit allem Dran, Drum und Drin umfassend im Sinne einer Führung vorgestellt und beschrieben. Die Fotos sind sehr klein, aber dienen aus meiner Sicht sowieso nur der Identifizierung bzw. Wiedererkennung, wenn man daneben steht. Bei aller Vollständigkeit sind die Bücher als Format in der Tasche leicht mitzuschleppen und als Führer stundenlang in der Hand zu halten...

Bestellen kann man die beiden Ausgaben im Paket bei Fröhlich und Kaufmann und bei Amazon, siehe unten. Möglicherweise auch woanders, möglichweise auch bei lokalen Buchhändlern. Aber wie gesagt, die Auflage ist fast vergriffen.







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6. Februar 2016

Einladung an Bord - Sea Shepherd Conservation Society

Quelle und (c) Website Sea Sheperd

Eine Woche zu Gast in der Marina von Vento di Venezia ist die BOB BARKER der Sea Shepherd Conservation Society. Das Schiff ist ein Symbol der Verteidigung der marinen Ökosysteme und besonders der Wale. Ein berühmter Protagonist im Umweltschutz der Meere.

Heute, 6.2. liegt sie an der Riva dei Sette Martiri und lädt an Bord ein, kostenlose Führungen werden bis Sonntagmittag angeboten, Spenden verstehen sich von selbst. Am Sonntagmittag, 7.2., fährt die Bob Barker zurück an den Liegeplatz auf der Insel La Certosa, es gibt um 14 Uhr in den Räumen von Vento di Venezia eine öffentliche Pressekonferenz. Auch werden wieder Führungen an Bord angeboten. An beiden Tag kann man originale Merchandise erwerben - eher untypische Mitbringsel aus Venedig, aber eine einmalige Gelegenheit.

http://nuovavenezia.gelocal.it/venezia/cronaca/2016/01/28/news/la-nave-che-difende-le-balene-attracca-a-venezia-1.12855773?refresh_ce

Auch ohne persönlichen Besuch an Bord kann für die aktuelle Reise der Bob Barker gespendet werden über die Fundraisingseite  Buona Causa


Haltestelle zur Riva dei Sette Martiri: Arsenale und Giardini, Linien 1. Zur Certosa: La Certosa Linien 4.1. und 4.2., Stop beim Personal anmelden und bei der Rückfahrt den Knopf an der Haltestelle drücken.


Quelle und (c) Website Sea Sheperd

6.2. Nachmittag:
Pech. Die Bob Barker ist am Morgen auf ihrem Weg zur Riva aufgelaufen. Bericht der Nuova vom Vormittag (mit einem Video aus einem Vaporetto) und Bericht des Gazzettino. Schlepper und Hafenmeister arbeiten daran, das Schiff wieder flott zu machen. Die Lagune ist ein bisschen flacher als mancher Ozean, vor allem bei Ebbe :-)  ...

6.2. Nacht:
Bis zum Abend ist es gelungen, die Bob Barker flott zu machen. Sie ist zur Marina an der Certosa (zoomen bitte) zurück gekehrt und empfängt dort, wie geplant, morgen BesucherInnen zu Führungen an Bord.

7.2. 9:00 Uhr:
Infopoint geöffnet ab 10 Uhr an der Anlege Certosa. Besuche an Bord von etwa 13-19 Uhr. Aus dem heutigen Facebookeintrag von Sea Shepherd Italia: 
Dalle ore 10:00 sarà attivo l'Info Point dove sarà disponibile il merchandise ufficiale e presso cui sarà possibile portare tutte le donazioni volte al rifornimento della nave.
Alle ore 14:00 si terrà la Conferenza, con la presenza eccezionale dello storico Capitano della MV Bob Barker, Alex Cornelissen, CEO di Sea Shepherd Global, l'attuale Capitano, Antonio Sueiras Zaurin, l'equipaggio internazionale di bordo e il Vice Presidente di Sea Shepherd Italia, Enrico Salierno.
Nella mattinata verranno eseguite verifiche tecniche a bordo della nave, prevediamo che queste attività impegneranno tutta la mattina, per questo motivo purtroppo non siamo ancora in grado di confermare la possibilità di effettuare le visite a bordo, non appena avremo aggiornamenti li comunicheremo sulla pagina dell'evento. In caso la possibilità di effettuare visite fosse confermata, queste si terranno nel pomeriggio (orario indicativo: dalle ore 13:00 alle ore 19:00).
Ci scusiamo ancora una volta per il disagio e ringraziamo tutti per il sostegno.
Per gli Oceani!


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