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24. Juni 2015

Wieder geöffnet: Garten Soranzo Capello


Große Freude. 
Der Garten des Palazzo Soranzo Capello, nur ein paar Ecken vom Bahnhof entfernt, war anlässlich der Biennale 2011 im Sommer und Frühherbst dem Publikum zugänglich. Danach kaum noch, obwohl man vermutlich auf rechtzeitige Anfrage eine Zugangsmöglichkeit durch das Gebäude, in dem die Denkmalschutzbehörde für Venedig, Belluno, Padua und Treviso sitzt, bekommen könnte. Zuviel Aufwand. Umso schöner ist es, dass der Garten jetzt wieder geöffnet ist, und zwar bis zum 15.10.2015



Die Denkmalschutzbehörde nutzt den Garten praktisch nicht, an Mitteln für die Pflege wurde offensichtlich gespart, weshalb in den letzten Jahren der Garten "in Ruhe gelassen" wurde. Zur Gartensaison 2015 wurde er in Schuss gebracht, heißt, die Kronen der hohen alten Bäume im hinteren Teil deutlich ausge-
dünnt und dadurch ein Zustand hergestellt, der weniger als früher den Eindruck von "Wald" erweckt - nämlich hohes dichtes Blätterdach, Dunkelheit, allenfalls kleine Sonnenflecken hier und da. Jetzt ist es hell und sonnig, neue Bodendecker wurden ange-
pflanzt. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber das bringt Baum-
pflege mit sich. Auch im hinteren Bereich wurden viele Bänke aufgestellt und zusätzliche große Pflanzgefäße, es ist ein möb-
lierter Garten, der zum Verweilen einlädt. Im vorderen Teil ist bis auf einen breiten Pfad, der auf der Wiese gemäht wurde, alles beim Alten.




Die diesjährige Ausstellung zeigt Skulpturen des chilenischen Künstlers Roberto Sebastian Matta. Zum Teil passen sie gut in diese Umgebung, zum Teil ist mir der Gegensatz von Garten-
umwelt mit all ihren sinnlichen Eindrücken und Mattas schwerem grobem Metall ein bisschen zu hart. Wenn mein Blick die Wahl hat zwischen kunstvollen Stahlkloben und von Mauern herab-
duftenden Rosenkaskaden haben die Stahlkloben keine echte Chance. Die Wirkung der Gegensätzlichkeiten ist aber nachhal-
tig. Unbedingt empfehlenswert.


Der Garten wurde mittlerweile aufgenommenn in den Internet-
auftritt der Italian Botanical Heritage.


Haltestelle Ferrovia, über die Scalzi-Brücke, zu Fuss zum Rio Marin.



Ich begleite und führe zu Ausstellungen in interessanten Gebäuden in der Stadt. Auch themen- oder personenorientierte Begleitungen können auf Anfrage abgestimmt werden über einen Klick ganz oben rechts in der dunkelgrünen Spalte.

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12. August 2012

Tram Mestre-Venezia

Finale Ergänzung des Themas:
Heute, 16.9. wurde die Tram in Betrieb genommen. Jahre der Verspätung und vielseitige Kostensteigerungen sind bekannte Themen bei derartigen Projekten, warum nicht auch in Venedig... :-) ... im Vergleich zu M.O.S.E. alles Peanuts.
Siehe auch Fahrpläne 2015.

Ergänzung 12.1.14 zur Inbetriebnahme der Linie siehe unten am Ende des Eintrags.

Es geht voran mit der venezianischen Verkehrsplanung und es ist (noch) nicht die (gefürchtete) Flughafen-UBahn (siehe Eintrag vom 18.5.2010). Aber auch die wird kommen. 



Vorläufig ist es die Tram des Translohr-Systems, die schon seit Dezember die 14 km-Strecke Favaro-Mestre fährt und (nach 2015) von Favaro zum Flughafen Marco Polo verlängert werden wird. Die 6 km-Strecke zwischen Mestre und Marghera ist auch schon fertig. Zur Zeit wird seit Anfang Juni an der Verlängerung in Richtung  Venedig gearbeitet, also die beiden Schienen auf der Ponte della Libertà gelegt, teils in Nacht-
schichten, teils aber auch mit Staufolgen tagsüber. 

Im Sommer 2013 soll die Strecke über die Brücke fertig sein, naja, man wird sehen. Im 5-Minuten-Takt werden bis zu 170 Leute transportiert werden (32-48 Sitzplätze, viel Platz für Gepäck). Venedig-Besucher und "Kreuzfahrer" können sinnvoll und günstig in Mestre parken, erstere fahren mit dem Vapo-
retto weiter entweder ab S. Giuliano mit der Linie 25 zu den Fondamente Nove (und per Umsteigen weiter) oder ab Pia-
zzale Roma mit allen anderen Linien; letztere haben direkten Anschluss zum People Mover, der sie zu den Schiffen der Stazione Marittima bringt. 

Quelle: Twitter Comune Venezia
Blau eingezeichnete Spur: Verkehr zum Piazzale Roma
Grün eingezeichnete Spur: People Mover
Gelb eingezeichnete Spur: Tram nach S. Basilio; Endhalte gelbgrün
 
Anfang Juli beschloss der Stadtrat die Verlängerung der Tram über den Piazzale Roma hinaus (auch die Mittel in Höhe von 14 Mio.) bis San Basilio. Eröffnung im Sommer 2015. In Schönrede soll damit die Verbindung Land-Venedig-Meer gefestigt werden, ein zweites Tor in die Stadt geschaffen und das erste, der Piazzale Roma, entlastet werden. 


S. Marta auf dem De'
Barbari Stadtplan von 1500. Das arme Fischerviertel steht auf sichtbaren Pfählen, die heutige Beabau-
ung und das Hafenviertel sind noch Lagune

Aber eigentlich geht es wohl um die Kreuzfahrtindustrie, näm-
lich die Einbindung der beiden älteren, kleineren Anlegestellen S. Marta und S. Basilio. Die Riesenschiffe werden sehr effizient an der großen Stazione Marittima abgewickelt. Kleinere "Kreuzfahrer", Katamarane und sehr große Segler, sprich die exklusivere Sparte, mussten bisher auf eine Anbindung vergleichbar dem People Mover verzichten.

Profitieren könnten von diesem Anschluss auch die Studieren-
den der Universität IUAV, die sich mit den Fakultäten Architek-
tur, Stadtplanung, Kunst & Design und dem Großteil ihrer Gebäude in der Südwestecke Venedigs angesiedelt hat. Könnte aber auch dazu führen, dass mehr Studierende dadurch auf das teure Wohnen in Venedig verzichten und nach Mestre ziehen. Kontraproduktiv für die sinkenden Einwohnerzahlen, schlecht für Altersstatistik Venedigs, förderlich dem weiteren Ausbau der Gästebetten, sei es als Hotels oder 'Ferienwohnungen'. 

Nächtliches Kirchweihfest S. Marta, 17. JH

Entlastet vom extremen Tagestourismus wird sicher auch der Trampelpfad Piazzale Roma-Bahnhof-Rialtobrücke-Markusplatz. TouristInnen können vom Festland kommend in S. Basilio auf die Linie 2 umsteigen und nach ein par Minuten direkt vor dem Dogenpalast landen oder völlig ungebremst auf dem Lido. Die 3 Stadtteile rechts des Canal Grande die sich gerne besucher- und verdienstmäßig benachteiligt fühlen (abgesehen vom Zentrum um den Rialto) bekommen einen Verkehrsknotenpunkt wie Canareggio an den Fondamente Nove. 

Und die Ecke zwischen S. Marta und S. Basilio bekommt vielleicht mehr BesucherInnenaufmerksamkeit. Dies war einmal eine extrem arme Gegend Venedigs, ganz früher bewohnt von Fischern (jeder Reiseführer erwähnt die Feindschaft zwischen Nicolotti, die hier wohnten, und Castellani (von S. Pietro di Castello), die für venezianische Verhältnisse in zwei Welten lebten und sich jährlich auf dem Ponte dei Pugni verprügel-
ten), später von den Arbeiterfamilien der dort angesiedelten Fabriken. Heute befindet sich hier neben den Hafenanlagen mit einem großen Parkplatz u. a. die Hafenverwaltung, aber auch das Männergefängnis im ehemaligen Kloster S. Maria Maggiore.

Auditorium in S. Marta, darunter und
links
und rechts davon die
technische

Konferenzinfratruktur
Die ehemalige Kirche S. Marta an der äußersten Landspitze ist nur öffentlich zugänglich bei Ausstellungen, Konzerten, sonst geschlossene Veranstaltungen. Sie wurde völlig entkernt und im leeren Raum zwischen Boden und Dach eine komplette Tagungsinfrastruktur installiert. Im 'Parterre' sind sanitäre Anlagen, die Versorgungstechnik, Büroräume und ein Fahrstuhl integriert, in der Mitte des Raumes ansteigend das Auditorium, zu dessen oberen Rängen der Fahrstuhl barrierefrei führt. Der Blick geht in allen Bereichen frei in den Dachstuhl, Ausstellungsflächen sind die Innenseiten aller Aussenwände und das komplett holzverkleidete Auditorium. Das Podium befindet sich vor dem gläsernen Seiteneingang, der natürlichen Lichteinfall ins Auditorium erlaubt, alle Fenster bis auf die beiden der Apsis sind vermauert. Mich hat die intelligente und großzügige Nutzung des geleerten Raumes sehr beeindruckt. Man erlebt einerseits durchaus den ehemals großen Kirchenraum und andererseits wirkte der Einbau auf mich als neue funktionale Einheit ohne dass ich ihn als Fremdkörper empfunden hätte. Gehört aber sicher in den Bereich der Geschmacksfragen.

Über die weiteren Kirchen der Nachbarschaft finden sich Beschreibungen in allen guten Reiseführern: die sehr alte wunderschöne Kirche S. Nicolò dei Mendicoli, deren Reno-
vierung der 70er Jahre wir alle aus dem Film "Wenn die Gondeln Trauer tragen" kennen.
Die Veronese-Kirche S. Sebastiano (eine Chorus-Kirche), kürzliche Restaurierung des Deckengemäldes durch Save Venice, interessante Details dazu.
S. Angelo Raffaele
mit wunderschönen Details und der Sakristei, die besucht werden darf. (Hinter der Mauer auf der anderen Seite des Kanals befindet sich die große Anlage der sozialen Gärten für alte VenezianerInnen.)

Links S. Nicolò dei Mendicoli, rechts eines der
IUAV-Universitätsgebäude
Das ehemalige Kloster S. Terese schräg über den Kanal bei S. Nicolò gehört ebenfalls zur IUAV, die Kirche ist geschlossen, der Kreuzgang kann besichtigt werden, ebenso wie der Kreuzgang des Universitätsgebäudes der Tolentini-Kirche, die nicht direkt zu dieser Gegend im Abseits gehören.    

Es gab am 28./29. Juli die erste lokale Sagra am Fest von Santa Marta, ein Nachbarschaftsfest anstelle des traditionellen Kirchweihfestes, die lokalen Blogs berichteten Hochstimmung und ausdrücklich die Tatsache, dass kein/e einzige/r TouristIn aufgekreuzt wäre. (Dem kann man abhelfen, im nächsten Jahr.)
Selbstverständlich traten Ska-j auf mit der Lokalhymne 'Santa Marta' (ich verlinke das Video mal WIEDER, denn ich liebe es!)

S. Basilio. Universitätsgebäude, Großsegler

Ergänzung am 24.08.: Hinweis zu Verkehrsregelungen auf der Brücke Mestre-Venedig während der aktuellen Phase der Bauarbeiten. Siehe unten.
(Hier noch der Link: Tram, obiettivo Venezia)

Außerdem ein Kommentar mit einem kulinarischen Hinweis zur Nachbarschaft S. Basilio.


ERGÄNZUNG 12.1.2014
Kurz vor Weihnachten 2013 wurde die Tram-Linie 19 zum Piazzale Roma in Betrieb genommen.Der nächste Schritt ist die Weiterführung vom Piazzale Roma bis San Basilio über Santa Marta.

Fahrplan Winter 2013/2014

Tram-Netz der ACTV
Informationen der Comune Venezia


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26. Juni 2011

Ein venezianischer Garten - geöffnet bis 16. Juli

Hundeskulptur in der Weinpergola

Einer der Gärten, die normalerweise nicht zugänglich sind und deshalb in entsprechen-
den Büchern, wenn überhaupt genannt, als geheim apostrophiert werden, gehört zum Palazzo Soranzo Capello in Santa Croce, nicht weit vom Bahnhof entfernt.


In einem Angebot, für das keine Werbung gemacht wird, gibt es also noch 2 von insgesamt 6 Wochen die Möglichkeit, den Garten zu sehen.



Alte Ansicht des Gartens hinter dem Palazzo (Skulpturengarten) und moderner
Plan des gesamten Gartens hinter und neben dem Haus

Es is
t einer der größeren in Venedig, ausgestattet mit altem Baumbestand und eingeteilt durch Mauern und Tore in Nutzgarten, Skulp-
turengarte
n und Waldgarten.
Das "Wilde" des Waldgartens ist gewollt und gepflegt, und zusätzlich gekrönt von einer Tempelfassade, die aus dem Hintergrund durch das Gebüsch schimmert.




Im Palazzo selbst sitzt die Obere Architek-
tur- und Land-
schafts-
behörde (wenn ich das richtig verstehe), die natürlich ihre Liegens
chaft ordentlich in Schuss halten muss, aber offfensichtlich tut sie mehr als das.

Während der 6wöchigen Öffnung gibt es eine
Ausstellung zeitgenössischer Skulpturen verschiedener italienischer KünstlerInnen, zusätzlich zu den "alten" Skulpturen früherer Bewohner/Besitzer. Nicht nur wegen der seltenen Gelegenheit empfiehlt sich der Besuch, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre des Gartens.

Link Blumen und Minze im Nutzgarten

Ich bin gester
n von Sitzgelegenheit zu Sitzgelegenheit gezuckelt um in Ruhe die verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen und zu bewundern und fühlte mich als Gast in einer sehr gewählt gestalteten Gartenszenerie, und es war ein entspanntes Naturerlebnis mit allem, was dazugehört - Düfte, Vogelstimmen...

...und habe mir ein paar reife, frisch ins Gras gefallene Reineclauden erlaubt, die niemand zu ernten scheint.


Santa Croce 770 - von der Scalzi
-Brücke am Bahnhof geradeaus weiter die Calle Longa, links den Rio Marin überqueren, nach rechts weiter auf der Fondamenta Rio Marin. Man sieht das Gebäude schon auf der anderen Seite des Rio (Veranstaltungsbanner hängt an der Fassade). Keine 5 Minuten Gehzeit.

Dienstag - Sonntag 11-13 + 15-19 Uhr, bis 16.7., Eintritt frei


Achtung: verlängert bis 16.10.
















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23. Juni 2011

3 Nächte Kloster...

Klosterkapelle, Altarwand aus goldenem Mosaik


... in der Casa Caburlotto, es war in Ordnung, ist aber keine überzeu-
gende Alternative aus meiner Sicht.


55,- €/Nacht im Doppelzimmer als Einzelzimmer, das Bett
extrem schmal, ein einfacher Metallrahmen, darauf eine Holzpalette, darauf eine hohe Matratze, für mich (1,60 m) kein Fall von niedersetzen, sondern draufschwingen.

Das Zimmer lag in der 3. Etage, direkt unter dem Dach, sehr heiß, aber bei offenem Fenster zu schlafen war nicht möglich wegen der Massen von Stechmücken. Das Fenster aus Milchglas und vor dem Fenster noch einmal ein fest angebrachter Sichtschutz gegen nachbarliche Blicke, aber natürlich auch kein Ausblick! Es gab einen Ventilator und eine Dose Mückenkiller, nachdem ich in der ersten Nacht mit einem Buch auf der Jagd war.

Die Bettwäsche wurde in 3 Tagen 1 x gewechselt, auch sonst herrscht klösterliche, aus Internatszeiten bekannte Sauberkeit. Das Bad klein und funktionierend, aber nicht gut riechend. Es roch nicht nach Toilette oder Schimmel, sondern säuerlich, was mit einem scharf nach Putzmittel riechenden Raumdufthinstellerchen (wie heißen solche Dinger?) bekämpft wurde, das ich aufs Aussenfensterbrett deponierte um wenigstens nur einen unfreundlichen Geruch in der Nase zu haben.

Das Haus selbst hat keine Palazzostrukturen mehr, bis auf zwei Androne-ähnliche lange (und natürlich dunkle) Räume von der Straße bis zum Garten im Erdgeschoss. In den Gästeetagen gruppieren sich die Zimmer um tageslichtfreie Innenräume, eine insgesamt sehr düstere Angelegenheit. Es gibt einen kleinen Fahrstuhl und einen Kaffeeautomaten, damit hat sich der Komfort. Ausgang bis 23 Uhr, aber das ist in Ordnung aus meiner Sicht und für venezianische Verhältnisse (nachts nix los!).


JVA des Veneto für Männer, neben der Casa Caburlotto, die integrierte Kirche S. Maria Maggiore ist nicht zugänglich


Das Männer-
gefängnis direkt nebenan nimmt man geräusch-
mäßig nicht wahr. Ich bin abends um 22 Uhr mit einer Eistüte um den ganzen Trakt gewandert, es waren nur vereinzelt Rufe zu hören und die Wache auf der Mauer zu sehen.

Das Haus war voll, mit erstaunlich vielen Nonnen und auch Gästen (z. B. eine französische Frauengruppe, die sich nicht nur nachts, sondern auch seminarmäßig den ganzen Tag im Haus aufhielt, auch Männer, aber keine Kinder), die Nonnen sind sehr freundlich und frei von professionellem Hotellächeln. Angenehm. Dennoch ist dies ein Übernachtungsbetrieb, kein 'Urlaub im Kloster' mit gewissen Integrationsanteilen, was manche deutsche Klöster anbieten. Man ist in die Gottesdienste eingeladen, mehr Kontakt ist nicht vorgesehen.

Ich habe mich nicht speziell oder ausnehmend wohl gefühlt und fände bei rechtzeitiger Planung ein vergleichbar einfaches (wenn auch nicht so sauberes) Hotelzimmer für ein paar Euro mehr, und ebenso ein 'Ferienappartment' ohne Service aber mit mehr Platz. Der Aufenthalt in den Mehrbettzimmern ist sicher preisgünstiger, aber das ist er in größeren Ferienappartments auch und steht für mich als Alleinreisende ohnehin nicht zur Debatte. Für Gruppen eine akzeptable Lösung, für Alleinreisende eher nicht, aus meiner persönlichen Sicht.

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23. Februar 2011

Ach neee....!

... mit dem Auto in die Stadt.




Aus: Facebook Comune Venezia vom 23.2.11


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18. Mai 2010

Metropolitana Sub-Lagunare


Ausstellungsplakat

Auf deutsch, eine U(nterwasser)-Bahn für Venedig.

Die Vorstellung ist erschreckend, aber die Sache ist beschlossen.
Der neue Bürgermeister Orsoni will das Projekt beschleunigt vorantreiben, gegen Widerstände der Bevölkerung, die ja aber schon beim
M.O.S.E. - Projekt wenig Wirkung zeigten.
Die Idee der Bürgerbet
eiligung, anderswo normal, scheint in Venedig nicht das politische Mittel der Stunde zu sein.

Die
'Tram' in Mestre als Brückenkopf wurde bereits dem Verkehr übergeben.


ÖPNV in der Metropolregion Venedig

Es gibt eine kurzzeitige aber sehr interessante Ausstellung (7.-22.5.2010) in Venedig "Una metropolitana sub-lagunare al servizio della 'Grande Venezia'". (Siehe Links am Ende des Eintrags.)

Begleitet von einer 1
6seitigen Druckversion "Una metropolitana sub-lagunare per Venezia. Tracciati e studi di stazioni", beides erarbeitet von StudentInnen und DozentInnen der Fakultät für Architektur der Universität Iuav Venedig.(Bitte etwas Geduld, die Datei der 16 Seiten ist sehr groß und benötigt Zeit um hochzuladen.) 

 Die nächsten 3 Bilder sind Fotos der Ausstellung, alle zur Station Santa Marta, Standort der Fakultät für Architektur der Universität Iuav Venezia.

Ich habe die Ausstellung besucht, um Gewissheit über den Schrecken zu bekommen.
Zu sehen ist dort die Verkehrsplanung der Metropolregion Venedig, insbesondere der beiden sublagunaren Bahnen vom Flughafen Marco Polo über Burano-San Francesco della Vigna-Lido und von Mestre-Santa Marta- Dorsoduro-Lido (siehe Bild oben).
Und in CAD-Darstellungen und Modellen Vorschläge für die einzelnen Stationen mit ihren oberirdischen und
unterirdisch-sublagunaren Bereichen.

Ich bin keine Fachfrau Verkehrsplanung,
Stadtplanung, Architektin, Ingenieu-
rin, aber jedem Laien graust bei der Vorstellung der Unter-
tunnelung
der Lagune und die Gefährdung bebauter Bereiche ist vermutlich eine reale Bedrohung. Dies ist ein Fall, in dem sich jede/r fragt, ob man wirklich alles machen muss, was technisch machbar ist, und vor allem wofür.
Um den täglichen Transport der nicht mal mehr 60.000 Venezianer zu modernisieren oder um die Tore für immer mehr immer kurzfristiger verweilende Bes
ucher immer weiter aufzureissen?
Mehr dazu in einem weiteren Eintrag demnächst.














Für die, die noch die Gelegenheit haben und die Ausstellung besuchen wollen:
ich musste diverse Uni-Gebäude im Süwesten von Venedig abklappern, bis ich endlich die Aula Gino Valle fand.
Also: man quert die kleine Brücke vom Campo der Kirche S. Nicolo dei Mendicoli zur Fondamenta dei Bari, nimmt den nächsten Eingang in das lange Uni-Gebäude auf das man dort sofort trifft, geht durch die rechte Seite der Eingangshalle hoch
in den ersten Stock. Die Aula Gino Valle ist in der Nähe des Treppenhauses, so in etwa links halten und zur Not Studierende fragen. Die Ausstellung belegt nur einen Raum, der ganz dunkel ausgeschlagen ist.

Pressemitteilung aus 'professione architetto'
Veranstaltungshinweis 'inItalia.it'
Iuav -archivio progetti

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20. April 2010

People Mover in Betrieb

Gestern wurde der People Mover für Fahrgäste in Betrieb genommen. Ich hatte über den Probelauf im Dezember berichtet.

Die Eröffnung hat sich ein bisschen verspätet, aber es ist bei den angekündigten moderaten Preisen von 1 € für die Einzelfahrt und 15 € für die Monatskarte geblieben.

Das Ding als "neue Attraktion" Venedigs zu bezeichnen, (N-TV), geht hart an die Grenze des von Einheimischen so beklagten "Disneylands". Als sei Venedig ein Vergnügungspark mit Fahrgeschäften wie Gondeln, Vaporetti und People Movern. Und demnächst, mit Rückenwind durch den neuen Bürgermeister Giorgio Orsoni, mit der Sublagunare vom Flughafen in die Stadt und auf die Inseln Murano und Lido.
Aber vielleicht ist das ja die Geheimidee. Alle Tagestouristen auf die Transportmittel als "Attraktionen" verfrachten, herumfahren lassen und wieder nach Hause schicken?


Der People Mover ist gut für die Kreuzfahrtreisenden, die mal schnell Venedig "sehen" wollen, auf jeden Fall praktisch für Reisende, die ohne Fahrzeug die Fähren nach Griechenland nehmen (wer je zu Fuss mit Gepäck zum Anek-/Minoan-Terminal gelatscht ist, wird ihn zu schätzen wissen), und auf jeden Fall schneller vom Piazzale Roma zum Tronchetto als das Vaporetto. Das betrifft dann vor allem die Nutzer der Parkhäuser.

Und eine "Attraktion" ist er dann vielleicht doch, weil er neue Perspektiven auf einige Gebäude eröffnen könnte, wie die Kirchen an der Zirada, dem Knick des Canal Grande.

Fotos folgen im Mai.

ORF
Vorarlberg online
Südtirol online

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