25. Oktober 2011

Venezianische Verkehrsneuigkeiten im Herbst 2011

Es fängt an mit der Information für Autofahrer, dass heute die Unterführung zur Tiefgarage am Piazzale Roma eröffnet wurde. Eine Verkehrserleichterung für Autofahrer wie ÖPNV-Nutzer, denn damit dürfte der neugestaltete Platz frei von Privatfahrzeugen sein.

Gleichzeitig beginnen die Bauarbeiten auf der Straßen/ Eisenbahnbrücke an der Verlängerungsstrecke der Tram von Mestre zum Piazzale Roma. Die Strecke soll 2014 fertig werden. Da könnte es auf absehbare Zeit schon mal enger werden.



ACTV organisiert zum 2. November einige Vaporettolinien neu.
Streckenplan und Fahrpläne werden nicht verändert. Die bisherige Linea LN (Laguna Nord) wird aufgeteilt in vier Teilstrecken:
Linea 10 Lido-S. Marco Giardinetti
Linea 12 Fondamente Nuove-Burano-Treporti-Puntta Sabbioni
Linea 14 Pietà-Lido-Punta Sabbioni
Linea 14L verkürzte 14 Punta Sabbioni-Lido.

Neu eingerichtet wird die Linea 22 Punta Sabbioni-Fondamente Nove-Tre Archi vor allem für Studierende, die die Hochschulen in Cannaregio und S. Croce besuchen.

Die Diretto Murano (DM), vor allem von Pendlern genutzt, wird zur Linea 3.
Die Stadtumrundungslinien 41/42 und 51/52 werden umbenannt
Linea 41 in 4.1
Linea 42 in 4.2
Linea 51 in 5.1
Linea 52 in 5.2.

Die (ebenfalls) Pendlerlinie mit wenigen Haltestellen 61 und 62 wird zu Linea 6.
Linea 5 wird zur Linea 7.
Linea T, die kurze Strecke zwischen Burano und Torcello wird zur Linea 9.
Linea CLODIA (frühmorgens für Pendler) des Unternehmens Raffaello di Chioggia (Chioggia-Venezia) wird zur Linea 19.

Die bisherige Haltestelle Piazzale Roma der Stadtumrundungs-
linien 41/42, 51/52 in Richtung Fondamente Nove (an der Ecke Post/Coop) ist bereits seit dem Frühling verlegt, ein paar hundert Meter weiter Richtung S. Marta. Sie liegt fast unter der Streckenführung des People Mover. Man erreicht sie am leichtesten vom Piazzale Roma, wenn man links um das Gebäude des People Mover herumgeht, also nicht in Richtung Ponte della Costitutione. Unter dem People Mover her hat man vor allem keinen Gegenverkehr, der zwischen den Bauzäunen eng werden kann auf der schmalen Fondamenta entlang des Canal Grande.



Und jenseits des öffentlichen Verkehrs:
Neben den allseits bekannten Webcams auf dem Dach des Museo Correr, die Piazza und San Marco zeigt und der am Rathaus auf die Rialtobrücke wurden heute 5 neue Webcams installiert, und zwar von der Institutione Centro Previsioni e Segnalazioni Maree. Sie sollen der besseren Beobachtung von Hochwasser dienen, sind natürlich auch immer gut für einen sehnsuchtsvollen Blick...!

7 Webcams venezianischer Behörden


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21. Oktober 2011

Palazzo Grimani nach 2 Jahren - Überraschung!


Unter dem Label Palazzo Grimani habe ich schon mehrfach über dieses neue Museum berichtet, es aber erst einmal im Juni 2009 selbst besucht, mit gemischten Gefühlen, wie man detailliert nachlesen kann.

Die Eindrücke meines 2. Besuches sind nicht mehr gemischt, sondern eind
eutig - dieses Museum macht sich und berechtigt zu weiteren schönsten Hoffnungen!


Detail der Decken-
dekoration im Esszimmer






Die I
nfrastruktur ist aufgebaut - es geht los mit einem weit geöffneten Portal und einem ordentlichen Museumsschild an der Tür, weiter mit einem schönen kleinen Museumsshop auf der rechten Seite, in dem man auch ganz normal Eintrittskarten kaufen kann (vor 2 Jahren nur übers Internet!), und einem funktionalen Sanitärbereich links vom 1. Wassertor zum Rio di S. Severo, und endet mit einem Museumscafé links, zwischen Portal und 2. Wassertor zum Rio di S. M. Formosa, das bei meinem Besuch allerdings nicht Betrieb war. Aber immerhin schon mal vorhanden, eingerichtet mit Pappmöbeln und Sitzsäcken, praktisch und unkonventionell.
Zentrum der
Deckende-
koration des Apollo-Zimmers


Der Innenhof ist jetzt ein bisschen gestaltet, vor allem steht ein großer eingetopf-
ter Zitronenbaum an der zuvor grauenhaft leeren Stelle bzw. Metallplatte an Stelle des früheren
Brunnens.

Die Museumsangestellten sind freundlich und professionell, man darf selbstverständlich fotografieren, viele Fenster stehen nach innen und außen weit offen (was in
Bezug auf das Privatleben der Nachbarn gegenüber am schmalen Rio di S. M. Formosa selbst auferlegte Diskretion erforderlich macht), man kann sich frei in allen Räumen bewegen. Das alles war vor 2 Jahren nicht der Fall.

Was noch fehlt, ist ein handlicher Führer, der ni
chtexpertischen Normalverbrauchern die exzellente Restauration erklärt, 20 Seiten oder so. Es gibt nur eine dicke Schwarte im Museumsshop, zu schwer zum Herumschleppen, nur auf italienisch, 39 € wenn ich mich recht erinnere.

Zeus raubt Ganymed, im quadratischen Turm der Tribuna Grimani (Ausstellungsraum der Anktikensammlung, jetzt ohne die früheren Exponate, die sich weiter im Archäologischen Museum befinden) in seiner ursprünglichen Hängung

Nach den bisherigen sehr kleinen (feinen) Ausstellungen in den Räumen des Hauses, zuletzt den im Sommer hier gezeigten renovierten Veronese-Werken aus der Kirche San Sebastiano, hat man für den Herbst im erweiterten Rahmen der Biennale mal wirklich zugeschlagen mit fünf sehr unterschiedlichen Ausstellungen.
Darunter der rund dekorierte Marmorfussboden

Es wird teilweise sogar etwas voll, auch wenn die Räume eigentlich leer und unmöbliert und nur wenige Exponate aus der grimanischen Antikensammlung hier sind, ein paar Marmor- und Bronzebüsten + eine (alte) Kopie der Laokoongruppe aus den Vatikanischen Museen.

Ausstellungen sind Geschmackssache, aber wer den Palazzo Grimani bewundern will, und das ist aus meiner Sicht unverzichtbar, muss durch. Mir persönlich gefällt die Pirandello-Ausstellung insgesamt sehr gut und auch das eine oder andere Exponat der anderen Ausstellungen.

Ein bisschen eng für 2 leidende Männer: Laokoon & 'SanSebastianoSoft' von Concetto Guzetta, Ausstellung 'L'ombra del divino'

Artisti per Note e altrove.
L'ombra del divino nell' arte contemporanea.
Religiöse (katholische) zeitgenössische Kunst, z. T. für die Renovierung der Kathedrale von Noto. Bei diesem Tendenzbereich gibt es natürlich sensible Grenzen zu Kitsch und ungewollt (?) Sexuellem, auch gut im Padiglione Italia der Biennale zu beobachten, kuratiert von demselben Vittorio Sgarbi. Bereits da hat mich die pure Menge von Christlich-Religiösem überrascht. Gezeigt wird bei Grimanis auch eine Blutreliquie des letzten Papstes, was mich im Jahr 2011 dann doch erstaunt hat...oder? Wenn man die Einzelheiten mal zu Ende denkt?

Pirandello, Donne al Mare (Ausschnitt)
Außerdem 4 zeitgenössische Künstler, Pirandello, Bonaldi, Kcho, Cucchi, nicht gemischt gehängt/gestellt, zum Glück, sondern jeweils in separaten Räumen. Die Skulptur von Booten, die zusätzlich im Innenhof vor dem linken Wassertor ausgestellt ist, gehört zur Ausstellung von Kcho.

Ende dieser Ausstellungen am 27.11. mit dem Ende der Biennale.

Das
Museo di Palazzo Grimani gehört zum Polo Museale Veneziano.
Auf meiner persönlichen Liste der wichtigsten Besichtigungen in Vene
dig steht es ganz weit oben.

(Ich empfehle, alle Fotos dieses Eintrags zwecks Vergrößerung anzuklicken.)
















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16. Oktober 2011

Biennale und mehr im Oktober

Fortsetzung des Eintrags vom 6.10.2011: Die Ausstellung in der Scuola Grande della Misericordia von Pierre Casè "Misteri del Sotoportego" läuft nicht bis zum 10.10., sondern bis zum 30.10. und ist aus meiner Sicht eine der Interessantesten dieses Sommers.



Der Künstler, geb. 1944, war nach einem Schlaganfall, noch kämpfend mit den körperlichen Folgen, 2007 drei Mon
ate lang Gast der Stiftung Castelforte-Forberg in Venedig. Er beschäftigte sich in dieser Zeit mit den Sottoporteghi, den Gassenführungen zwecks Wegabkürzungen durch Häuser hindurch und den dazugehörigen Beschreibungen von Guiseppe Tassini 'Curiosità Veneziane' aus dem 19. Jahrhundert.

Beispiel Triptychon und Text: 'Sotoportego del Pistor'

Er zeichnete 240 Hausunterführungen auf und schuf 20 enorm kraftvolle Werke, jeweils als Triptychon von 2 m x 3,10 m. Zu 10 davon gestaltete der venezianische Autor Alberto Toso Fei die tassinischen Beschreibungen als Begleittext.
Es gibt ein Begleitvideo, das man sich unbedingt ansehen sollte, wenn man die Zeit dazu hat. Die Arbeit von Pierre Casè zu beobachten ist aufschlussreich, und er spricht sehr langsam und gut verständlich italienisch (er sitzt außerdem am Empfangstisch und geht sehr freundlich und interessiert auf die BesucherInnen seiner Ausstellung ein).

Alberto Toso Fei liest seine Geschichten, begleitet von Bildern der originalen Hausunterführungen.

Das Oberschoß der Misericordia ist immer noch innen eingerüstet wie schon zur Biennale 2009, aber jetzt sind die Lappen weg, man kann durch die Gerüste die beeindruckenden Wandbemalungen dieses überwältigend riesigen Raumes sehen, obwohl ich ja immer ein bisschen fürchte, der ganze Kasten könnte in einer Staubwolke in sich zusammensinken...

Insgesamt empfehle ich den Besuch unbedingt, mit entspannter Zeitplanung.

Pierre Casè am Empfangstisch in der Misericordia


Ein weiteres Angebot, bei dem man ungeplant länger hängen bleibt, ist der überraschende Länderpavillon Neuseeland im Palazzo Loredan dell'Ambasciatore am Canal Grande, aber trotzdem etwas ab vom Schuss. In der engen Gasse Calle dei Cerchieri hört man schon von weitem Klavierspiel.

Die Ausstellung besteht aus Wer-
ken von Michael Pare-
kowhai, hier vor allem drei Flügel, zwei bestückt mit Stieren in Originalgröße im Wassereingang zum Canal Grande und im Garten des Palazzo sowie einem, der im Androne pausenlos gespielt wird, von sich abwech
selnden richtig guten PianistInnen. Das Repertoire ist klassisch (in der guten Stunde, die ich mich aufhielt) und man kann einfach nicht anders, als im Androne oder Garten sitzend dem Klavierspiel zuzuhören und sich dem Augenblick hinzugeben.

Gartenseite Palazzo Loredan
dell' Ambasciadore

Hingehen, Pause machen, genießen, Zeit vergessen... das Haus ist ansonsten normal bewohnt, zwischendurch rennen schon mal Kinder mit Schulranzen die (abgesperrte) Treppe hinauf, vom Wassertor aus hat man einen schönen Blick auf den Palazzo Malipiero und seinen Garten gegenüber.

Vaporettohaltestellen Ca' Rezzonico und San Tomà (oder auch per Traghetto von San Samuele), ab da jeweils gut ausgeschildert.



Das 'Collateral Event' auf der Insel Certosa wurde erst im September installiert, ich vermute im Zusammenhang mit der Filmbiennale.
Aber auch jetzt ist (mir) nicht so ganz klar, was es mit der Veranstaltung "Rebel" auf sich hat, es gibt hinter dem kleinen Hotel der Insel drei große Portraitfotos von Fischern (im Außenbereich), an den kleinen Steinhütten am Ostufer der Insel farbige Stoffbespannungen, und ein Video ohne Angaben und Sitzgelegenheiten in einer großen dunklen Scheune.

Ich bin trotzdem 90 Minuten hängen geblieben, und zwar beim Film "Sal" von James Franco über den Schau-
spieler
Sal Mineo. Wird gezeigt im ehemaligen Pulverlager links vor den Werkstätten der Insel.
Sal Mineo wurde bekannt als Nebendarsteller in "Denn sie wissen nicht, was sie tun" von Nicholas Ray, und abwechselnd (aber nicht an dem Tag, an dem ich auf La Certosa war) wird ein weiterer Film von Nicholas Ray, 'We don't go home again' eine überarbeitete Version, gezeigt.
Beide in englisch mit italienischen Untertiteln.

Im Obergeschoss des Pulverlagers gibt es ein weiteres Videoangebot 'Brad Renfro for ever' und insgesamt scheint die eher homoerotische Sache von Gucci gesponsered zu sein.


(Mehr über die Entwicklung auf La Certosa in einem späteren, biennalefreien Eintrag...)
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4. Oktober 2011

Venezianische Öffnungszeiten... (ein Update)


...sind variabel, weiß jeder, der mehr als einmal in Venedig war.

Wer im Oktober in Venedig is
t, sollte die Verlängerung zweier ungewöhnlicher Öffnungen wahrnehmen.

Zum einen der Kreuzgang von Madonna dell'Orto
(siehe Eintrag vom 25.6.) mit einer wirklich schönen, geradezu kontemplativen und zum Ort passenden Ausstellung zeitgenössischer Kunst bis zum 31. Oktober.



Zum anderen der Garten des Palazzo Soranzo-Capello (siehe Eintrag vom 26.6.) nur wenige Ecken vom Bahnhof entfernt über die Scalzi-Brücke.

Allerdings sollte man sich vor den Stechmücken schützen, die der Jahre
szeit entprechend in größerer Zahl schwärmen, je tiefer man in den Garten hinein geht. Jetzt sind die Granat-
äpfel reif und die Kakis, Bäume voller Früchte, die niemand erntet, anscheinend auch nicht die Behördenmenschen, die im Palazzo arbeiten.
Der Garten bleibt geöffnet bis zum 16. Oktober.


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25. September 2011

Mehr eintrittsfreie* Biennale


* siehe auch Eintrag vom 24.8. 'Biennale ohne Ticket' und insgesamt unter dem Label 'Biennale 2011'



Fresko in der Apsis von San Samuele

Immer verschlossen und wenn offen, dann nur zur Biennale (siehe auch Eintrag Biennale 2009) ist die Kirche San Samuele.

Dort stellt
Andorra aus, zum ersten Mal, mit Fotos von Helena Guàrdia und einem Triptychon des Malers Francisco Sánchez Sánchez. Die Kirche sollte man nicht auslassen, nicht nur wegen der dort aufbewahrten orthodoxen Ikone der Orthokostá, sondern auch wegen der wunderbaren Fresken in der Apsis restauriert von Save Venice.
Haltestelle San Samuele.

Blick auf San Samuele aus dem Palazzo Malipiero


Am gleichen
Campo liegt der Palazzo Malipiero, wie immer voller Länderpavillons im hinteren Gebäude-
teil. Kleine b
eengte Ausstellungsräume, in niedrigen Zwischen-
etagen, schlecht belüftet, was man z. T. riecht, aber in der sehenswerten
Ausstellung des Iran wird mit der Airconditionmaschine nicht nur angenehme Kühle, sondern auch ein zarter, ganz bezaubernder Duft verteilt... die heißen Tage sind vorbei, aber trotzdem danke für diese physische Freundlichkeit.

Für die Austellung von Zentral Asien (und die zentralasiatischen Beiträge sind immer spannend) muss man durch das häßlichste Treppenhaus von ganz Venedig in die 3. , 4. oder 5. Etage (Zwischenetagen!), aber von oben hat man dann neben der Kunst einen tollen Ausblick auf Dach und Campanile von San Samuele.

Innen-
höfchen der Ausstel-
lung Estland, Palazzo Malipiero, San Marco 3079


In einem Anbau in der nächsten Seiten-Sackgasse wie immer die Ausstellung von Estland, auf der 1. Etage, mit einem der wackeligsten Treppengeländer von ganz Venedig und einem der kleinsten Innenhöfchen, aber einem ordentlichen Pozzo. Auch diese Räume sind nicht gut für Leute mit Klaustrophobie, aber die Austellung von Liina Siib 'A Woman takes little Space' lohnt die Mühe.

San Fantin Eier-Kunst vor dem Hauptaltar mit ansteigender Rampe
Noch eine Kirche
, die immer geschlossen, aber für eine Biennale-Ausstellung geöffnet ist: San Fantin, gegenüber dem Opernhaus La Fenice.
Es ist das erste Mal, dass ich San F
antin offen finde, also eine wirklich seltene Gelegenheit. Blöd ist die totale Verdunkelung der Kirche für die Ausstellung der Ukraine, man sieht quasi nix außer der Kunst, und die Wege um die Kunst herum sind abgesperrt. (Man muss sich aber nicht von jeder Absperrung beeindrucken lassen.)
Die Kunst ist von Oksana Mas, titelt 'Post-vs-Proto Renaissance' und besteht aus ungefähr Milliarden von bemalten Holzeiern.
Haltestelle S. Maria Giglio.
Ein anderer Teil des Projekts steht auf dem Campo vor der Kirche San Stae, bereits vom Vaporetto aus nicht zu übersehen.

Squero Tramon-
tin, San Trovaso, moldavi-
sches Ex
ponat und eine neue Reparatur-
lieferung


Wer schon öfter, wie ich, bei San Trovaso auf der Kanalmauerbrüstung gegenüber dem Squero Tramontin hing und sich wünschte, einmal in diese Gondelbauwerkstatt reinzukommen, hat jetzt die möglicherweise einmalige Gelegenheit! Die Tür auf der Rückseite des Squero, vor der Kirche, steht offen und erlaubt Zutritt zur Ausstellung von Moldova der Art Group MOE. Titel 'Transnistria', und, naja... Priorität ist hier eindeutig der Besuch der Werkstatt. Haltestellen Zattere, San Biagio oder Accademia.

Riss in der Nordostecke der Scuola grande della misericordia

Ein Gebäude bei dem man JEDE Öffnung für einen Besuch, immer wieder, nutzen sollte, ist die Scuola Grande della Misericordia. Das Gebäude ist so riesig, dass es vom Festla
nd gesehen aus der Stadt herausragt und innen so überwältigend, dass man zwischen Faszination angesichts dieser Architektur inklusive ihres Verfalls und Grausen vor dem Protz und der Hybris hin- und hergerissen ist.
Seit Jahren wird an der Restaurierung/Reanimierung gearbeitet, auch den Fortschritt zu sehen, lohnt jeder weitere Besuch.
Die Ausstellung im unteren Raum ist 'Pietas' von Jan Fabre, ein Künstler, der zu jeder Biennale aufschlägt mit immer riesigeren Projekten und dessen künstlerisches Gesamtkonzept definitiv nicht mein Ding ist. Die obere Etage war im Juni nicht bespielt, aber jetzt gibt es dort eine Ausstellung mit Installationen von Pierre Casè bis allerdings nur 10.10., so dass man glücklicherweise bis dahin auch diesen Raum besichtigen kann. Weiteres auch im Eintrag von der Biennale 2009.

Haltestelle Ca' d'Oro, auch Madonna
dell'Orto oder Fondamente Nove.


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18. September 2011

Letzte Termine im September

Park der Villa Herliot zur Laguna Sud

Ich wüßte nicht, dass in den letzten 10 Jahren septembers schon mal dermaßen viele Festivals und "Tage" in Venedig angesagt waren. Aber desto besser!

Nach dem überaus aktiven vergangenen Wochenende (siehe die letzten beiden Einträge mit den Festivals der Laguna Nord und der Kultur auf der Giudecca) geht es flott weiter mit den folgenden bunt gemischten Angeboten:


Festival Galuppi an den wunderbaren Aufführungsorten Teatro La Fenice, der Scuola Grande di San Rocco, der Frari-Kirche, im Garten der Villa Herliot auf der Giudecca, dem Gärtnerhaus auf der Insel Certosa. Bis in den Oktober hinein. Der online-Kartenverkauf scheint nicht zu funktionieren, vielleicht wird das in den nächsten Tagen noch repariert. (Zum Komponisten Baldassare Galuppi siehe Eintrag Burano.)

Musikbiennale zeitgenössischer Musik 24.9.-1.10. Online-Ticketkauf funktioniert, über das Programm, per Aurufen der einzelnen Veranstaltung öffnet sich der Link zur Bestellung.

Tage des Europäischen Erbes 23./24.9. mit kostenlosen Führungen in öffentlichen Kultureinrichtungen/Mussen.

Ausstellung im Palazzo Ca' Corner della Regina










Flugtage auf dem Lido 23./24./25.9., mein Interessensgebiet ist das nicht. Ich habe vor zwei Jahren an einem träumerischen Septembersamstagnachmittag am Stand von Sant'Erasmo die Flugkunstübungen dieser Veranstaltung beobachtet, das war dann, zusammen mit den vielen Kreuzfahrtschiffen die sich nach und nach durch den Lidokanal schoben, ziemlich viel Verkehr zu Wasser und in der Luft...

Die Europäische Nacht der Forscher
Venetonight 23.9. mit extrem interessanten und ebenfalls kostenlosen Führungen/Veranstaltungen in der Lagune, in der Stadt, in Ateliers und Labors - Achtung teilweise nur per Voranmeldung wegen sachlich beschränkter Teilnehmerplätze.

Ein luxuriöser Vorschlag, aber interessant: das südliche Venedig aus der Luft mit dem Wasserflugzeug von der Insel San Clemente aus (dorthin mit dem kostenlosen Bootstransfer des 'Hotel San Clemente' ab Anlegestelle San Marco oder ab dem Kreuzfahrterminal). Sonderangebot 2 für 1 ist allerdings schon abgelaufen.

Neben allem, was die Biennale immer noch und bis Ende November bietet, sind besonders noch einige Gebäude zu besichtigen, die nur im Zusammenhang mit der Biennale und nur noch kurz geöffnet sind:

Scuola Grande della Misericordia: Pflege des güldenen Fußbodens








Ca' Corner della Regina am Canal Grande (Fondazione Prada) bis 2.10.
Palazzo Donà dalle Rose an den Fondamente Nove bis 25.9.
Scuola grande della Misericordia (
Jan Fabre bis 16.10) und neu im Herbst, Ausstellung Pierre Casè

(
Blog-Eintrag zur Scuola grande della Misericordia von der Biennale 2009)




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15. September 2011

Kulturfestival auf der Giudecca


Weniger Interesse an den Inseln der Laguna Nord? Schade.


Aber dieses Wochenende bietet in Venedig noch mehr Auswahl: das Kulturfestival auf der Giudecca, bei dem auf einer einzigen Insel (na gut, verbunden durch Brücken) alles aufgeboten wird, was dazu gehört. Musik, Theater, Performances, Tanz, Kino, Lesungen, Ausstellungen, Führungen, Workshops, Straßenkünstler....

Festival delle Arti 2011, hier das komplette Programm als Blog.

Und hier als PDF inkl. Übersichtskarte


Heute ging es schon los, und es wird sicher ein sehr abwechslungsreiches Wochenende.
(Inklusive Ska-J am Samstagnachmittag!)


Linien 2, 42


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