2. Februar 2009

Seit 1.2.09: Venedig online planen...









Ab 1. Februar wird es leichter sein, durch das „Venice Connected" Projekt einen Urlaub in Venedig zu organisieren: von der Webseite www.veniceconnected.com wird es nämlich möglich sein, Tickets der öffentlichen Dienste direkt online zu buchen und sogar günstiger zu kaufen. Hier die Liste der Dienste:


  • Verkehrsmittel in Venedig und Inseln
  • Wasserbote vom/zum Flughafen
  • Buslinie n.5 vom/zum Flughafen
  • Gebühr der Begrenzten Verkehrszonen der Touristenbusse (ZTL)
  • Stadtgarage bei Piazzale Roma
  • die Stadtmuseen
  • Öffentliche Toiletten
  • Ziviltrauungen im Rathaus
Um günstigere Tickets zu kaufen, muss die online Buchung 15 Tage vorher stattfinden und das neue "Venice Connected" Tarifsystem wird ab 16. Februar eingeführt. Es wird verschiedene Preise für Hoch, Mittel oder Vorsaison geben, die auf dem „Venice Connected" Kalender mit roten, blauen und grünen Tagen gekennzeichnet sein werden. Den Gästen, die online buchen werden, wird also einerseits die Möglichkeit gegeben, Geld zu sparen, und anderseits, das Tragbarkeitsniveau des eigenen Urlaubes im voraus zu kennen, um sich eventuell eine Urlaubszeit auszusuchen, wo die Stadt nicht so voll ist.
(Zitat)

Aktuell weit verbreitete schenkelklopfende Medienberichte über die neue venezianische "Pipi-Card" möchte ich mal ein bisschen abwiegeln. Nicht weil
ich den angepassten Urlaub gemütlich und gnadenlos vor- und durchgeplante Trips inspirierend finde. Im Gegenteil. Spontane Entscheidungen sind die Basis auch des gelungenen Venedig-Besuchs. Und Warteschlangen das pure Gift, wenn man nur ein paar Tage hat.

Aus Sicht der betrofffenen VenezianerInnen sind 12 Millionen Besucher pro Jahr in erster Linie ein Business, das geplant und strukuriert werden muss, und eine ökologische Herausforderung für eine Stadt, die permanent auf der Kante lebt und arbeitet. Also werden in den letzten Jahren Regeln verschärft ("kein Picknick auf dem Markusplatz" etc.), mit dem ÖPNV experimentiert (Linie 3, IMOB, ARGOS-Verkehrs-
überwachung, etc.), und mit Marketingmaßnahmen wie "venice connected" verstärkt die Touristenströme reguliert und verteilt.


Es ist deshalb kein schlechter Vorschlag, sich vor der Reise ein bisschen Zeit zu nehmen, "venice connected" zu prüfen und sich bedarfsweise gut zu informieren über Parkmöglichkeiten und -preise, ÖPNV und Dauerkartenangebote,
Events, Kommunikationsmöglichen und Services in der Stadt (wie eben die öffentlichen Toiletten). Vor allem für Dienste jenseits der Spontaneität kann man während des Urlaubs eine Menge Zeit und auch ein bisschen Geld sparen, wenn man sich vorher entsprechend online versorgt.

Und man schenkt sich manchen Kommunikationsfrust mit den vielen Servicekräften in Venedig, die Fremdsprachen wenn überhaupt nur rudimentär beherrschen, da die schlecht bezahlten Servicearbeitsplätze nun mal nicht mit hochqualifiziert polyglotten Kräften besetzt sind.
Nicht jeder Tourist spricht genügend italienisch, vor allem wenn er nur für ein paar Tage nach Venedig kommt, da hapert es mit der Kommunikation dann auf Gegenseitigkeit.

Ca' Rezzonica gesehen vom Palazzo Grassi







Und wenn wir schon über die "Pipi-Card" reden: falls sie nicht reicht, empfehle ich Museumsbesuche: fast alle Museen wie Rezzonico, Pesaro, Grassi, Guggenheim, Ca D'Oro etc. haben saubere Toiletten ohne lange Warteschlangen ausserhalb des Eintrittskartenbereiches. Heißt, selbst wenn man die Ausstellung eines Museums nicht besucht, kann man in den Eingangs-, Cafeteria-, Museumsshop- und Waschraumbereich, kostenlos.



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1 Kommentar:

Peter hat gesagt…

Und für alle, die nur um Venedig herumfahren möchten oder müssen:

Am Sonntag, 7. Februar 2009 wird eine neue Autobahnumfahrung von Mestre - rund 30 km - für den Verkehr freigegeben.

Damit sollen nun die endlosen Staus in Mestre für Durchreisende ein Ende haben. Die dreispurige Autobahn zweigt kurz vor Ausfahrt Venedig Ost (von Österreich kommend) ab und mündet bei der Ausfahrt Venedig West wieder in die Autobahn, die nach Padua führt.

Man rechnet mit 150.000 Fahrzeugen pro Tag auf diesem Abschnitt, der nach fünfjähriger Bauzeit und 864 Mill. Euro fertiggestellt wurde. Der Abschnitt ist mautpflichtig.

cordiali saluti
Peter
www.reisemosaik.at