24. April 2017

Teatro La Fenice: CARMEN online


Vom 24. März bis 4. April wurde im Teatro la Fenice wieder "Carmen" von Georges Bizet gegeben, in der Inszenierung von Calixto Bieito. Der Deutschlandfunk (Pariser Aufführung) und Connessi all'Opera (venezianische Aufführung) besprechen die Inszenierung. 

La Fenice hat die ganze Aufführung in zwei Teilen auf ihrem YouTube-Kanal ins www gestellt, mille grazie!
Bieito ist nicht jedermanns Sache, aber die Fenice bietet eine freundliche Gelegentheit für mich und vielleicht weitere Opernfreund*innen, einen eigenen Eindruck einer ganzen Bieito-Aufführung zu gewinnen. Ich verlinke hier und wünsche zweieinhalb Stunden Musikgenuss.











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18. April 2017

Venedig, bedrohte Schönheit



Die Saison der Grandi Navi, der großen Schiffe, hat wieder begonnen. Gestern gab es ein Memento Mori in der Glotze, das wieder einmal eine Gelegenheit bietet, das Problem zumindest zur Kenntnis zu nehmen. Auch wenn die Vetreterin der Stadt natürlich hinter den Forderungen der Bürgerinitiativen NoGrandiNavi zurückbleibt. 


ZDF, 17.4.2017 19:15 Uhr



Ich weiss nicht, wie lange dieser beeindruckende Kurzfilm noch in der Mediathek des ZDF zu sehen wird. Falls der Link nicht mehr funktioniert,tut mir das leid...

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Hinweis per Kommentarfunktion (siehe unten) des Korrespondenten CH (herzlichen Dank!) auf eine weitere Sendung zum Thema, die einen Tag später auf ARTE lief und noch in der Mediathek steht:





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14. April 2017

Tipps für Biennale-Debütant*innen

2011, Pavillon Italien

In den letzten Tagen habe ich die VORSCHAU-Einträge für die Kunstbiennale weiter ergänzt, in 4 Wochen startet die Bescherung. Fast täglich gibt es noch Ergänzungen beim 4. Eintrag, vermutlich auch weiterhin. Viel Vergnügen ab dem 13 Mai allerseits!

13.1. Erster Blick zur Biennale 2017 - Giardini
15.1. Erster Blick zur Biennale 2017 - Arsenale
24.2. Biennale 2017 - Nationalpavillons in der Stadt
10.3. Biennale 2017 - Nebenausstellungen in der Stadt


Hier will ich noch die inhaltlichen und lokalen Unterschiede dieser Ausstellungen sortieren. Für Erstbesucher*innen sind sie verwirrend und für Einmalbesucher*innen bleiben sie vermutlich ein Rätsel. Für den Kunstgenuss muss man das nicht durchblicken, aber ein bisschen Strukturverständnis gibt ein bisschen Orientierung. 


2015, vor der Zentralausstellung " World's Futures", Giardini

Zentrale Ausstellungsorte sind Giardini und Arsenale. Das ist der kostenpflichtige Bereich. Die normale 25 €-Karte gilt für 2 Tage, je einen Eintritt in die beiden Gelände. Die beiden Besuche müssen nicht an aufeinander folgenden Tagen stattfinden. In jeweils 8 Stunden schafft man es ganz gut einen Überblick zu gewinnen. Man kann die Karten online kaufen, aber es gibt vor beiden Bereichen genügend Boxoffices. Die Laufzeit des Tickets beginnt nicht beim Kauf, sondern beim ersten Einchecken in einen der beiden Ausstellungsbereiche. 



Aussschnitt aus "Dove vai in vacanza?" von Alberto Sordi 

Inhaltlich ist die Ausstellung in beiden Bereichen geteilt in die Präsentationen der Nationen, Pavillons (padiglioni) genannt, und die zentrale Ausstellung "Viva Arte Viva" der Biennalekurator*in, in diesem Jahr Christine Macel
Die nationalen Ausstellungen werden inhaltlich unabhängig von der Biennaledirektion von den Ländern verantwortet und kuratiert. Die Länder stellen ihr jeweiliges Konzept formal der Biennaledirektion vor; die Länderkurator*innen orientieren sich am Biennalethema nur dann, wenn sie das wünschen. 

In den Giardini sind die 29 Pavillons beachtenswerte architektonische und auch architekturhistorisch bedeutende Selbstdarstellungen der jeweiligen Länder, erbaut zwischen 1907 und 1995. Im Arsenale sind die Nationalpräsentationen untergebracht in der zunehmenden Zahl von alten Gebäuden der Staatswerft, die in den letzten 30 Jahren langsam restauriert/renoviert wurden: den Artiglerie, verschiedenen Tese, im Isolotto, in den Sale d'Armi und den Giaggandre, sowie im Giardino delle Vergini
Plan des Arsenale: dunkelgrau markiert ist der kostenpflichtige Biennale-Bereich, Eingang ganz oben rechts. In der unteren Hälfte restaurierte Gebäude des Arsenale Novissimo, in dessen Tese (numeriert) Nebenausstellungen stattfinden (können), ebenso im Giardino Thetis.
Die Hauptausstellung in den Giardini ist immer platziert im Zentralpavillon (und in diesem Jahr entsprechend dem Konzept Christine Macels auch in Trans-Pavillons, siehe Link oben). 
Der Teil der Hauptausstellung im Arsenale befindet sich in den Cordiglerie, auch Tana genannt, der ehemaligen Reeperbahn der Riesenschiffswerft der Republik Venedig. Funktionsgemäß ein endlos langer Schlauch, der unterteilt ist in die Bereiche der eingeladenen Ausstellenden. 


2011, Arsenale, Tana (Cordiglerie)

Zum ersten Mal gibt es auf der Website der Biennale eine Präsentation der zur Hauptausstellung eingeladenen 120 Künstler*innen, die einen Kurzfilm über sich selbst einzureichen aufgerufen wurden. Zu finden im Mediacenter der Biennale.
Schöne Idee, ohne gezielte Auswahl greife ich ein Beispiel heraus:



Nicht alle Nationen finden Platz in den Giardini und im Arsenale und weichen deshalb in die Stadt und sogar auf Inseln aus. Siehe Blogeintrag dazu

Darüber hinaus gibt es in der Stadt die offiziellen Nebenausstellungen, 'eventi collaterali', 'collateral events'. Sie sind als "offiziell" geadelt per Antrag + Genehmigung durch die Biennaledirektion, stehen auf der kollateralen Liste der Biennale und (wenn rechtzeitig angemeldet) in weiteren Veröffentlichungen und haben das Recht, das Biennalelogo zu führen und groß als Schild vor ihre Tür auf die Straße zu stellen. Das ehrt nicht nur, sondern bringt marketingtechnisch eine Menge für die Veranstalter*innen und Künstler*innen der Nebenausstellungen. Man stellt ja in Venedig aus, weil man von der Kunst lebt. 

Der Eintritt in den Nationalausstellungen und offiziellen Nebenausstellungen außerhalb von Giardini und Arsenale ist grundsätzlich frei. Davon profitiert, wer nur kurz in der Stadt ist und quasi en passant ein paar kleinere Ausstellungen von Gegenwartskunst mitnehmen will, oder wer kein Interesse an ganzen 2 Tagen Gegenwartskunst in Giardini und Arsenal hat, aber trotzdem Lust auf Biennalefeeling. 


2015. Nationalpavillon Luxemburg, Ca' del Duca am Canal Grande

Toll sind diese Ausstellungen auch für Kunstliebhaber*innen, die unwiederholbare Kombinationen von Kunst und Ausstellungsraum genießen, teilsweise mit Werken, die eigens für einen bestimmten Raum eines Palazzo, einer Kirche, eines Kreuzgangs, einer Werft... konzipiert wurden. Und natürlich profitieren die Venedig-Appassionati von der temporären Öffnung dieser Gebäude für das Kunstpublikum. 

Das trifft auch auf die NICHT offiziellen Ausstellungen zu, die ich im Eintrag Nebenausstellungen in der Stadt NICHT von den offiziellen trenne. Im Prinzip und theoretisch kann im Bereich der Nichtoffiziellen jede*r ausstellen -  einen Ausstellungsraum finden und mieten, Exponate transportieren (Wasser!), versichern, instalieren etc., eine*n Studierende*n für 6 Tage/Woche reinsetzen und bezahlen. Das geht in der Praxis jedoch nicht ohne die Unterstützung venezianischer  Agenturen (ein Beispiel), die als Rundum-Dienstleister aktiv sind, auch für Einzelausstellungen. In Venedig vertreten sind auch Sammelaussteller, die Galerien und Künstler*innen die Teilnahme gegen Kostenbeteiligung anbieten. Im Internet kann man die Bemühungen um Fundraising (hier 43.000 $) verfolgen, um der "Einladung" zur Teilnahme folgen zu können. Es gibt gescheiterte, aber auch erfolgreiche Beispiele. Sehr detailliert und gut recherchiert beschreibt das Sarah Hyde in ihrem Artikel vom 8.2.17 der artnet news. Aber auch die Finanzierung der Nationalpavillons ist nicht ganz unprekär, lies Interview mit einer der beiden Ausstellenden des österreichischen Pavillons, Brigitte Kowanz, vom 18.4. 

Und natürlich nehmen die Galerien in der Stadt die Anwesenheit massenhafter internationaler Kunstfreund*innen zum Anlass, Sonderausstellungen einzurichten, wenn sie nicht sowieso schon Gastgeber von Nebenausstellungen sind. Das ist dann legitimes Trittbrettfahren.


2013, Pavillon Großbritannien
Noch ein paar kleine Tipps für Biennale-Debütant*innen:

  • Für den Besuch in Giardini und Arsenale Lebensmittel einpacken: Obst, fertige Sandwiches, Riegel u.ä., Wasserflasche.
    Die Versorgung innerhalb der Biennale ist teuer und die Schlangen beim Verkauf teilweise richtig lang. Sich für einen Espresso anstellen und ihn auf einer der Terrassen geniessen kann man trotzdem noch.
  • Nicht aus Sparsamkeitsgründen auf die Nutzung von Vaporetti verzichten. Das Latschen in den Ausstellungen und von einem Ausstellungsort zum anderen macht Entlastung erforderlich, wo immer sie angeboten wird.
  • Bequemste Schuhe tragen. Nach einem Biennaletag schmerzen die Füsse und Beine ohnehin - für die Kunst muss gelitten werden. Aber nicht durch falsches Schuhwerk.
  • Nicht vergessen: Fotoapparat, Notizheft/Stift und eine Stoffumhängetasche für das viele Informationsmaterial, das in den Ausstellungen angeboten wird. Und Schießgummis für aufgerollte Posters. 
  • In Venedig immer empfehlenswert: Sonnenhut. Man kann in der Stadt nicht wählen, im Schatten zu gehen, wenn das Kanalufer nun mal in der Sonne liegt. 
  • Ein Blick auf den "Toiletteneintrag" kann nicht schaden. Oder zumindest auf die neueste Ergänzung: "Find the restroom closest to you". Hilfreich!
  • Für alle, aber besonders Biennale-Erstlinge, ist in Fragen der Übersicht die Mai-Ausgabe der Monatszeitschrift VENEWS eine gute Hilfe. Sie enthält zu jeder Biennale die Beilage "THE BAG" mit mehreren Plänen zu den Ausstellungen in der Stadt und auf den Inseln. Abgesehen von Kurzbeschreibungen aller Nationenpavillons, Interviews etc. und natürlich Unmengen Werbung. (Was den Preis für Endverbraucher*innen niedrig hält.) Wenn die Hefte an zentralen Kiosken beizeiten vergriffen sind, bekommt man sie dezentral, z. B. auf der Giudecca, problemlos. 

Und für Unentschlossene:

Durch Kontakte über diesen Blog erfahre ich von Venedigtourist*
innen, die zögern, die Kunstbiennale zu besuchen, weil sie "nichts von Kunst verstehen". Oder klassische Kunst in Museen und Kirchen bewundern, aber von Gegenwartskunst generell irritiert sind. 

Dazu ist zu sagen: Versuch macht kluch. 

Wer glaubt, etwas nicht zu verstehen, muss seinem normalen Menschenverstand eine Chance geben und sich überraschen lassen. Und wo bitte, wenn nicht da, wo die Auswahl am größten ist? Auf der Biennale in Venedig. 
Jede*r erlebt Kunst auf persönliche Weise, nimmt das für sich mit, was sie und ihn berührt. Die Kunst kann dämlich sein und langweilig, sie kann verstören und ärgern, sie kann banal und billig sein, sie kann sehr witzig sein aber auch schockierend, sie kann mitreissen, zum Niederknieen bewegen oder einem dem Atem rauben, sie kann in Einzelfällen auch ohne Foto für immer großartig oder schrecklich im Gedächtnis bleiben. Aber sie ist unverzichtbar. Die Kunstbiennale ist eine gigantische Wundertüte - so etwas lehnt man nicht ab, man probiert es aus. 

Wer nach dieser Erfahrung Lust auf mehr Wissen hat und ein bisschen Zeit investieren kann, findet vielleicht den "Städel Kurs zur Moderne - Kunstgeschichte online" spannend. 


2013, Pavillon USA

Ich biete BEGLEITUNGEN in Venedig zu den National- und Nebenausstellungen in der Stadt an. Nach Wunsch und Absprache. Kurze Kontaktaufnahme bitte per Klick auf "Begleitung in Venedig", Ecke rechts ganz oben.


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12. April 2017

Vorbei: Mondrian Glass Tea House



Gestern machte mich eine Korrespondentin (danke nochmals, B.!) darauf aufmerksam, dass das Mondrian Glass Tea House auf dem Gelände der Fondazione Cini auf S. Giorgio Maggiore über den Winter abgebaut wurde.

Ach wie schade. 
3 Jahre lang habe ich jede Gelegenheit für einen kleinen Besuch und eine kontemplative halbe Stunde in dieser Oase genutzt, habe Menschen hinein begleitet und in den Kulturkalendern dieses Blogs den Besuch empfohlen. Dabei war die Sache als Nebenausstellung der Architekturbiennale 2014 ursprünglich als kurzzeitiges Event bis Anfang August angekündigt. Ich weiss nicht, wieso 3 Jahre daraus wurden, aber die Installation war ein Gewinn für die Insel S. Giorgio Maggiore und Venedig.


Juni 2014
Untere Hälfte: Terrassencafé, Mondrian Glass Tea House, Borges-Labyrinth
obere Hälfte; Ausstellungsräume Fondanzione Cini und Stanze del Vetro,
Squero (jetzt Auditorio Lo Squero), Sportplatz, Piscina,  D'arsena verde

Angekündigt war die Wiedereröffnung der Anlage am 3.4. nach winterlichen Wartungsarbeiten. Das war dann wohl nix. Das mitgelieferte "Beweisfoto" zeigt, dass möglicherweise an einer neuen Installation gearbeitet wird, was auf den Sommer hoffen lässt.

Seufzend schreibe ich eine Meldung in den aktuellen  Kulturkalender und empfehle die nachträgliche Lektüre des ausführlichen und gut bebilderten Artikels aus 'Designboom' vom 4.6.2014.  

April 2017  (C) B.W.
(jahreszeitlich gut zu sehen in der Mitte des Bildes:
Auditorium Lo Squero)


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31. März 2017

Noch eine venezianische Restaurierung





Es geht in diesem 35-Minuten-Film um die Restaurierung des Palazzo Papadópoli am Canal Grande. Ich fand ihn zufällig bei einer Recherche und da wir uns gerade über die schöne Restaurierung des Teatro Italia freuen, ist er sicher ein Genuss für Venedig-Appassionati - italienischer Text, englische Untertitel egal - allein schon die Aufnahmen von den Arbeiten sind hoch beeindruckend.
Der Film wurde veröffentlicht von der ausführenden Firma Dottor Group, damit ist keine Werbung auf diesem werbefreien Blog beabsichtigt, auch nicht für das Hotel, das seit der Restaurierung dort seinen Sitz hat. Beides gehört zur Information. Wir wissen, in Venedig wird restauriert mit der Absicht, Geld zu verdienen. Ausnahmen davon sind die Stiftungen (aufgelistet im Eintrag zum 50. Jahrestag des Hochwassers von 1966).

Ich konnte das Haus komplett besichtigen während der Kunstbiennale 2011, die Ausstellungen des Future Generation Art Prize belegten alle Räume vom Androne bis in die Bibliothek und die Nebenräume im obersten Geschoß. Direkt anschließend begannen die Restaurationsarbeiten. Heute kann jeder in diesem Haus übernachten, sofern er/sie über ein angemessen stattliches Budget verfügt. 

Zu Beginn des Films spricht der Eigentümer des Palazzo, Giberto Arrivabene, von einem Gemälde Paolo Veroneses, der "Madonna der Familien Coccina", das in der Gemäldegalerie in Dresden hängt. In der rechten Ecke unteren Ecke ist der Palazzo zu sehen, um den es hier geht.  

Ein spannender Einblick in das Innenleben einer venezianischen Baustelle, die Details der Arbeit der Restaurierungsspezia-
list*innen von den Ledertapeten, Fresken und Gemälden über Muranoglaslüster bis hin zu den Terrazzoböden und dem Dach. So geht das also - faszinierend zuzugucken.



Die Bloggerin im Glanz des unrestaurierten Palazzo 2011

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28. März 2017

Venedig Fahrpläne 2017 - Wasser und Land


Die Fahrplanänderungen zum Frühlingsbeginn gelten in diesem Jahr wieder ab 1. April. Den Blogeintrag vom 23.3.2016 "Venedig Fahrpläne 2016 Vaporetto - Bus - Tram" ergänze ich jetzt nicht mehr. 

Der neue Jahresfahrplan 2017 wird erst zum Sommerbeginn, also Ende Mai, veröffentlicht. Für die nächsten 2 Monate gelten nur Anpassungen.
Die ab 1. April gültigen 
Vaporettofahrpläne können mit Klick auf "APRI" ("öffne") aufgerufen und auch ausgedruckt werden. Hier die die Anpassungen im Busverkehr auf dem Lido und Pellestrina.


Wichtige Links zum öffentlichen Personennahverkehr: 

Routenplan ausdruckbar, hängt großformatig an jeder Haltestelle aus.

Routenabfrage (von-bis-wann...)
Routenabfrage einer anderen Website, mit sehr übersichtlichen Fahrtstrecken und Haltestellen der Vaporettolinien 

Fahrpreise (aus der Liste wählen und anklicken)

Fahrkartenkauf und (nicht nur) Fahrkartenkauf online

Peoplemover (Piazzale Roma-Kreuzfahrthafen-Tronchettoparkhäuser) 

Buslinien ATVO (der zweite Anbieter von Flughafentransporten, auch nach Treviso) Fahrpläne und Preise 

Alilaguna - der zweite Anbieter im öffentlichen Wasserverkehr. Linien, Fahrpläne, Preise. (Geringfügig teurer. Wegen der Länge der einzelnen Linien empfiehlt sich eine Kombination von ACTV und Alilaguna. Von den Fondamente Nove z. B. dauert die Fahrt mit Alilaguna zum Flughafen Marco Polo nur 1/2 Stunde, von den Zattere 3 mal so lang.)

ACTV Tram (Straßenbahn). Mit Vorsicht zu genießen wegen der relativ häufigen Betriebsstörungen (Unfälle etc.) auf der Brücke zwischen Venedig und dem Festland. Zu Fuss und mit Gepäck (unter Zeitdruck und Wetter...) kann das unerfreulich sein.

Haltestellenplan Busse/Tram Piazzale Roma
Haltestellenplan Vaporetti/Busse Lido, Santa Maria Elisabetta (SME)

Autofähre Tronchetto-Lido (Linie 17 ACTV) auch für Zweiräder
Reservierung online Autofähre Tronchetto-Lido

Buslinien auf dem Festland (noch nicht auf dem Stand 1.4.2017). Für Fahrpläne die Linien einzeln anklicken bitte.

Wasser- und PKW-Taxis
Consorzio Venezia Wassertaxis 
Venice Water Taxis 
Taxi Acqueo mit Tariflisten  
Radiotaxi Venezia e Mestre - Straßentaxis kann man nicht nur am Piazzale Roma nehmen, sondern auch nach Dorsoduro an die Stazione Marittima bestellen (quasi bis zur Brücke nach Dorsoduro bei S. Basilio).
Taxis und das Angebot von Alilaguna sind vor allem unverzichtbar im Verkehr vom und zum Flughafen bei Streiks von ACTV. 




Ab hier folgen aktuelle Ergänzungen, Updates etc. bis Ende März 2018.

1.-29.4. Sonderregelung für die Haltestelle La Certosa: anstelle der Linien 4.1 und 4.2 wird die Insel von 5.1.und 5.2 ganztags bis zum letzten Boot bedient. Danach halten wieder tagsüber die Linien 4 und nach deren Feierabend die Linien 5 an der Certosa. 

4.4. Linie 5.2., Haltestelle Piazzale Roma: nach 21:04 Uhr hält für die Dauer des Frühlingsfahrplanes das Boot am Anleger C. 

13.4. "Fahrradweg" Punta Sabbioni bis Chioggia bzw. der fährenmäßige Transport von Rädern und Fahrer*innen wird ab dem Osterwochenende während der Sommerwochenenden verstärkt. Die Anzahl der jeweils mitgenommenen Räder ist nicht mehr der Freundlichkeit des Kapitäns gedankt, sondern auf 40 erhöht. 

29.4. Haltestelle La Certosa: Ende der Sonderregelung (s. o.), ab jetzt reguläre Abfahrtszeiten der Linien 4.1, 4.2, 5.1, 5.2.






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16. März 2017

Mit Einkaufskarre ins Teatro Italia


Kurz vor Jahresschluss, am 28.12.2016, eröffnete ein neuer Lebensmittelsupermarkt in Venedig und schon wenige Tage später erreichten mich auch die ersten Berichte von Korrespondent*innen (die bekannten Winter-Appassionati!). So begeistert wie überrascht! 

Scheinbar ohne Aufsehen zu erregen (auch nicht meins, als ich im November eine Woche lang täglich den Campiello della Anconetta überquerte) und auch zur Verwunderung von Einwohner*innen wie Bloggerkollegin Cat Bauer  wurde das Teatro Italia in gut einjähriger Arbeit restauriert und konvertiert in einen Despar-Lebensmittelmarkt. Das Gebäude stand jahrelang ungenutzt, zuletzt diente es der Universität Ca' Foscari als Unterrichtsraum.





Das neugotische Juwel, erbaut 1916 (unter Verwendung von Stahlbeton!), ist einer der wenigen Theater- und Kinosääle Italiens, die komplett inklusive aller Innendekorationen erhalten sind. Die vier Eingangsportale und die Kunstschmiedearbeiten der Geländer und Kronleuchter sind von Umberto Bellotto, die Dekoration der Wände und der Decke von Pietro Marussig

Für die Restaurierung verantwortlich zeichnet das Büro Alberto Torsello, das z. B. auch die Scuola Grande della Misericordia so beeindruckend restaurierte. Die vorgeschlagene Zwischendecke in dem hohen Theatersaal genehmigte die Denkmalschutzbehörde nicht, um die Einheit des Gebäudes zu erhalten. Gegen die Nutzung als Supermarkt gab es keine Einwände, auch nicht gegen die mögliche Nutzung der Galerien, die als Mezzanin über dem Zentralraum integriert sind. 

Die Restaurierungsarbeiten von Fassade, Dach und Innenausstattung wurden von der Firma Stetten ausgeführt. Zum Schutz des Gebäudes gehört der Einsatz ökologischer Systeme, die die Kühlung mit der Heizung verbinden und die Luftfeuchtigkeit trotz der vielen Kühl- und Tiefkühleinheiten konstant halten. 

Ich hatte dank meiner winterlichen Venedig-Abstinenz noch nicht das Vernügen, eine Einkaufskarre durch die ganze Pracht zu schieben. Aber wer jetzt seinen/ihren Frühlingsbesuch in Venedig macht, sollte sich das nicht entgehen lassen. Kostenlose Zugabe zum Warenkorb.


Ergänzung 20.3.


Es hat sich hinter den Kulissen dieses Blogs eine Diskusssion über das Fotografieren im Despar-Markt entwickelt. Die ersten Korrespondent*innenberichte, mit wunderbaren Fotos ausgestattet (nochmals vielen Dank!), warnten vor Veröffentlichung der Fotos wegen des Fotoverbots. Große Verbotsschilder seien am Eingang angebracht. Neueste Berichte, siehe unter 'Kommentare' (und ebenfalls mit informativem Fotoanhang), verkündeten dagegen Fotoerlaubnis.


Heute Nacht gab es eine neue Nachricht, die für mich die Fotofrage entscheidet, ich füge sie an dieser Stelle ein:

Hallo Brigitte!
Vielen Dank für den guten Beitrag über das Teatro Italia. Ich war zwar bei meinem Besuch neulich nicht in den chorus-Kirchen. Aber ich habe dreimal im Teatro Italia eingekauft und dabei zweimal fotografiert. Natürlich sind die Ladeneinbauten störend, aber die Restaurierung ist gut und man kann sich alles in Ruhe ansehen und: fotografieren. Alle sehr nett. Seit 30 Jahren wollte ich mir das ansehen: ganz wunderbar. Dieser wunderbare Misch-Masch aus historistischer Architektur und Jugendstil-Fresken, mit allen möglichen sonstigen Einflüssen, ist auch eine Mischung aus Leichtigkeit und Ernst.

In einer Antwort wird darauf hingewiesen, daß man am Ausgang seinen scontrino scannen muß, damit sich die Schranke öffnet. Das stimmt. Es gibt nämlich auch Selbstbedienungs-Kassen und sie wollen es Dieben nicht zu leicht machen. Hat man nichts gekauft, öffnet einem die "security" von Hand die Schranke. Eben jene security sagte mir zudem, daß die Empore wohl auch weiterhin geschlossen bleiben wird. Die Betreiber hätten (bisher) keine Genehmigung für Publikumsverkehr erhalten - warum auch immer.

Ich schicke dir auch einige Fotos, die ich dort gemacht habe. Da bekommst du vielleicht noch einen besseren Eindruck. Einige Fotos sind schief, was daran liegt, daß ich das Fisheye-Objektiv erst seit letztem Jahr habe. Echt schwieriges Teil. Aber irgendwann lerne ich es.
cordiali saluti,
Andreas


Herzlichen Dank für Information und Fotos, ich wage es also jetzt, Fotos einzufügen, für alle auf dieser Seite gilt das (C) Andreas Götz.




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10. März 2017

Biennale 2017 - Nebenausstellungen in der Stadt

2013, Nebenausstellung im Palazzo Contarini-Polignac
Einer der beiden Landeingänge des Palazzo
"Eventi collaterali", Nebenausstellungen, sind der Biennale angegliederte, ebenfalls temporäre Ausstellungen. Man erkennt sie am roten Biennale-Logo vor der Tür, so oder so ähnlich, etwas variabel für jede Biennale: 



Nicht alle temporären Ausstellungen in der Stadt zwischen dem 13.5. und dem 26.11. sind  offizielle Nebenausstellungen. Was dem Kunstgenuss aus meiner Sicht keinen Abbruch tut.  Aber Nichtoffizielle, also quasi Unabhängige, führen kein rotes Logo in ihrem Werbematerial, haben kein rotes Biennale-Hinweisschild vor der Tür und werden vor allem nicht im offiziellen Werbe- und Informationmaterial der Biennale aufgeführt werden. Ihre Laufzeit kann kurz sein, wenige Wochen oder Monate, und hier ausdrücklich erwähnt.  

Nebenausstellungen in der Stadt finden häufig in Gebäuden und Räumen statt, die an sich schon interessant sind, weil sie nur anlässlich einer solchen Vermietung für eine Ausstellung für das Publikum zugänglich sind und danach möglicherweise jahrelang oder überhaupt nicht mehr. Besispiele sind der Palazzo Soranzo van Axel, der Palazzo Papadopoli,  die Kirche San Lorenzo, der Palazzo Barbaro


2013, Nebenausstellung im damaligen Sitz der Fondazione Gervasuti
Handwerkerhof beim ponte S. Gioacchino in Castello
Weitere, noch unbekannte venezianische Gebäude kennenzulernen ist EIN Reiz für Venedig-Appassionati, das Zusammenspiel der alten Räume mit der ausgestellten Gegenwartskunst, teilweise spezifisch konzipiert, ist ein anderer. Diese Kombinationen sind nur einmal und unwiederholbar zu sehen. 

Aber auch offene Räume der Stadt erhalten durch Nebenausstellungen einen speziellen und einzigartigen neuen Aspekt, wie z. B. anlässlich der Archtikturbiennale 2014 der Campo vor S. Giorgio Maggiore durch "The sky over 9 columns" von Heinz Mack.


2013, Nebenausstellung an der Marina von S. Giorgio Maggiore

Im Stadtbild von 2017 erwarten wir "The Golden Tower", eine ca. 20 m hohe goldene Säule von James Lee Byars auf dem Campo S. Vio. Der Campo liegt vor dem Palazzo Cini der Nähe des Palazzo von Peggy Guggenheim und ist auch während der Vorbeifahrt auf dem Vaporetto gut vom Canal Grande aus zu sehen. Haltestelle Accademia.

Carole Feuerman zeigt vom 13.5.-5.12. Bronzeskulpturen im kleinen (und leider übersehenen) Giardino della Marinaressa (der öffentliche Park links der Marinaressa-Gebäude) an der Riva dei 7 martiri. Über die Ausstellungsdauer an der zweiten Location, Restaurant/Hotel und Garten Venissa auf Mazzorbo gibt es keine Information und die Website der Venissa funktioniert derzeit nicht. Details werden nachgeliefert. Website der Künstlerin. Haltestellen: Arsenale/ Giardini, Mazzorbo (Garten der Venissa durch das kleine Mauertor direkt an der Haltestelle).

An der Fondamente Zattere, auf Höhe der Denkmaltafel für Joseph Brodsky, wird im Sommer eine Art Replik des Lenin-Mausoleums vom Mokauer roten Platz am Ufer schwimmen, Erinnung an die russische Revolution 1917. (Ich weiss nicht, ob Brodsky dieser Gebrauch seiner Lieblingsstätte begeistert hätte, aber ich denke, die Installation wird beeindruckend sein.) Haltestellen Zattere und Spirito Santo. (Nachtrag 8.4.: dieses Projekt wurde mittlerweile abgesagt mit der Absicht, es in den nächsten Jahren zu realisieren.)


2013, Nebenausstellung Marc Quinn im Squero auf  S. Giorgio Maggiore,
heute Auditorio "Lo Squero"

Schottland zeigt "Spite Your Face" der Filmkünstlerin Rachel Maclean in der ehemaligen Klosterkirche Santa Catarina. Die Kirche ist Teil einer Mädchenschule und war viele Jahre nicht zugänglich, zur Kunstbiennale 2015 wurde sie zum ersten Mal für eine quasi unbeleuchtete Ausstellung vermietet, zur Architekturbiennale 2016 wieder, ein bisschen aufpoliert (aber keineswegs renoviert) und mit etwas Licht versehen. Maclean schafft Werke eigens für diesen Raum. Der dunkle Kirchenraum hat eine ungewöhnliche und sehr spezifische Stimmung. Man sollte jede Gelegenheit nutzen, sie zu erfahren.
Und: es gibt wieder schottische Student*innen/Praktikant*innen, die immer mit großer Freundlichkeit zu Gesprächen über Kunst, Gott und die Welt aufgelegt sind. Mehr zu den 3 britischen Ausstellungen. Haltestelle Fondamente Nove und Ca' d'Oro.


Der Künstler James Richards vertritt Wales, das wieder in der ehemaligen Kirche S. Maria Ausiliatrice ausstellt. Mehr dazu. Wales neigt zu Filmbeiträgen, weshalb der sehr schöne Altar, vor allem das Relief unter dem Altartisch, normalerweise im Dunkeln nicht zu sehen ist. Dem wird hier abgeholfen (und die folgenden Filme der letzten Ausstellungen sind ebenfalls interessant zu sehen). Die Kirche ist Teil eines ehemaligen Klosters, das heute als Wohnheim für Studierende (nicht zugänglich) und als Ludothek genutzt wird und stark umgestaltet wurde. Einen Teil des 2. Kreuzgangs kann man 'hintenrum' durch den Eingang zur Ludothek sehen. Mehr zu den 3 britischen Ausstellungen. Haltestelle Arsenale und Giardini.

Nur über die Brücke, an der Fondamenta S. Ana, wird es ganz kurz ein poetisches kleines Projekt geben, wer es erfahren will, muss früh dabei sein: "Univers" vom 8.-14.5., täglich 12-22 Uhr. Flavio Favelli macht einen schönen kleinen Laden um des Ladens willen, und verkauft ein paar Dinge... mehr zum Künstler.

Im von mir hochgeschätzten Palazzo Grimani wird während der gesamten Biennaledauer eine biennaleunabhängige Ausstellung "Evocative Surfaces" der Künstlerin Beverly Barkat zu sehen sein. Mehr dazu. Der Palazzo Grimani ist immer jeden wiederholten Besuch wert, und kann immer jederzeit besucht werden. Was kann ich noch sagen! Diese Ausstellung ist quasi eine Zugabe zum geringen Museumseintritt von 4 €. Haltestelle S. Zaccaria.

Die Fondazione Querini Stampalia, direkt um die Ecke, zeigt zwei offizielle Nebenausstellungen. Im Wassergeschoss (Bereich Scarpa) und im Piano nobile gibt es vom 10.5.-24.10. Einzelausstellungen von Giovanni Anselmo und Elisabetta di Maggio. Mehr dazu. Im Museumseintritt enthalten. Haltestelle S. Zaccaria.


2013, Nebenausstellung Ai Wei Wei "Disposition"
in Gebäude der Zitelle, Giudecca

Ein sehr beeindruckender Ausstellungsraum ist der Palazzo delle Prigioni (die neuen Gefängnisse), der durch die "Seufzerbrücke" mit dem Palazzo Ducale verbunden ist. Hier stellt Taiwan aus, von 1995-2000 als Nation, durch den neuen Status in Bezug auf die VR China wurde der nationale Pavillon 'herabgestuft' auf eine Nebenausstellung, was bisher weder die Qualität der Kunst noch die der Location gemindert hat. Taiwan zeigt unter dem Titel "Doing Time" Werke von Tehching Hsieh. Mehr dazu. Noch mehr dazu.
Die Ausstellungsräume befinden sich im Obergeschoss, in den ehemaligen Amtsräumen der "Signori di notte", mit mächtigen und hohen Mauern, Wappen und Ritzgraffitti. Aus dem Treppenhof Ausblick in den Innenhof der neuen Gefängnisse. Die Zellen im Wassergeschoss kann man nur mit dem Rundgang durch den Dogenpalast, nach der Überquerung der 'Seufzerbrücke', besuchen. Unbedingt sehenswert. Haltestelle San Marco/San Zaccaria.


Der Piano nobile des Palazzo Michiel del brusà am Canal Grande wird vermietet an die Ausstellung Venice Design 2017. Mehr zum Palazzo, 1774 abgebrannt (daher der Name del brusà), Stammsitz der Familie Michiel, die der Serenissima 3 Dogen schenkte: Vitale I, Domenico und Vitale II. Räume und Balkonaussicht der Ausstellung sind sehenswert, aber besonders gefällt mir die Atmosphäre und Aussicht in der niedrigen Halle im Parterre zum Canal Grande mit ihrem schönen Brunnenkopf. Ideal für eine kontemplative Pause. Eingang von der Strada nova. Haltestelle Ca' d'Oro.


Das unabhängige Projekt "NSK State Pavilion" sitzt in der Ca' Tron am Canal Grande, einem der Gebäude der Universität IUAV. NSK ist die Abkürzung für 'Neue Slovenische Kunst' und steht für einen fiktiven Staat, gegründet von Künstler*innen 1992 mit derzeit rund 15.000 Bürger*innen. Das Biennaleprojekt wird von ca. 200 Beteiligten betrieben und bietet u. a. ein Kunstseminar für venezianische Student*innen. Die öffentliche eine Einführungsvorlesung "The Final Countdown: Europe in the Valley of Decision" hält Slavoj Zizek am 11.5. um 17 Uhr in der Aula Magna der IUAV Tolentini. Die Ca' Tron hat einen sehenswerten alten Garten, um den sich leider nicht genug gekümmert wird. Haltestelle Ca' Tron: San Stae. Haltestelle Tolentini: Piazzale Roma, Ferrovia.  


Glasstress ist seit über 10 Jahren eine der sehr beeindruckenden Nebenausstellungen der Biennale und findet regulär im Palazzo Cavalli Franchetti am S. Marco-Ufer der Accademiabrücke statt. Details zur Ausstellung 2017.
Als Nebenevent zeigt Glasstress das Projekt "The Unplayed Notes Factory" auf der Insel Murano, auf dem Campiello della pescheria. Ein seit 60 Jahren geschlossener Glasofen wird reaktiviert, quasi die Produktion als Performance wieder aufgenommen. 27 Künstler*innen und (wie viele?) Glasfacharbeiter kooperieren in diesem Projekt. Haltestellen Murano Colonna, Murano Da Mula.

2013, Oratorio S. Ludovico
Vom Oratorio San Ludovico stehen nur noch die Außenmauern und das Dach. Der Raum enthält nichts mehr von seiner ehemaligen Ausstattung (na gut, ein Altarrahmen!) und ist eigentlich so schlicht, dass man fast erschrickt. Trotzdem ist das ehemalige Oratorio geeignet für kleine Ausstellungen und wird jährlich genutzt. Vom 13.5.-1.8. findet hier eine Phase des Langzeitprojekts "One Million Years" des Künstlers On Kawara statt. Ergänzung 29.3.: man kann sich als Vorleser*in eines 1-2 Stunden Abschnitts bewerben, die Sache ist allerdings nicht ohne: Siebenhundertachtundvierzigtausendzweihundertachtundneunzig vor Christus... auf englisch...
(Das Oratorio San Ludovico ist einer der Schauplätze des Venedig-Romans von Salley Vickers "Miss Garnet und der Engel von Venedig.)
Haltestelle S. Basilio, in einer Sackgasse, die rechts von der Fondamenta S. Sebastiano abgeht.

Libanon stellt zwar im Arsenale aus, aber im Arsenale Novissimo, jenseits des kostenpflichtigen Arsenalegeländes auf der anderen Seite des Arsenalebeckens. Im Juni 2016 wurde als Location für die Ausstellung "Sacrum" des Künstlers Zad Moultaka die Kirche S. Maria della Misericordia genannt, die aktuelle Information ist allerdings die Tesa 100 mit der Ausstellung "At the beginning was Jeita". Die riesigen Ausstellungshallen, restaurierte ehemalige Gebäude der venezianischen Schiffbauindustrie sind zu erreichen über die Haltestellen Celestia und Bacini (die Rede ist vom rot umrahmten Bereich. Der dunkle Bereich ist der nicht öffentliche Teil des Verteidigungsministeriums, der dunkel umrahmte Bereich der unteren rechten Hälfte des Geländes ist das offzielle Biennale-Gelände, zahlungspflichtig).

Ein unabhängies Projekt - die Videoinstallation "Rio Grande" von Yuri Ancarani ist im Caffè Florian vom 11.5.-10.9. zu sehen. Das Florian ist zwar immer ein gastfreundlicher Ort und auch von außen gut zu besichtigen, aber vielleicht will man sich zu solcher Gelegenheit mal einen richtig teuren Kaffee gönnen. Mehr zum Künstler und seinen Filmen.


2013, Nebenausstellung "Alice Lapper Pregnant" von Marc Quinn
Campo S. Giorgio Maggiore
Der Future Generation Art Prize ist kein Teil der Biennale, die Gewinner*innen des jährlichen Wettbewerbs des PinchukArtCenters und der Victor Pinchuk Foundation werden aber jeweils als offizielle Nebenausstellung in einem exquisiten Palazzo am Canal Grande ausgestellt.
In diesem Jahr ist dies wieder der Palazzo Contarini Polignac neben der Accademiabrücke, ein unbedingt sehenswerter Bau der Frührenaissance mit Innenhof und schönen Details wie z. B. einem Halbmezzanin in der rechten Gebäudehälfte. Mehr zum Palazzo und seiner ehemaligen Bewohnerin Winetta Singer.
Das Gebäude ist z. T. bewohnt, aber auch venezianisches Büro von SAVE VENICE und der Rosand Bibliothek und wird jeweils nur kurzfristig für Ausstellungen und Veranstaltungen vermietet.
Eine interessante politische Meinung zu Victor Pinchuk aus der SZ vom 4.1.17.
Ergänzung 18.3.: Gewinner des Future Generation Art Prize 2017. Ergänzung 20.4. aktuelle Pressemitteilung.

Nur vom 8.-28.6. gibt es im Palazzo Ca' Nova (den ich bisher nicht kenne) eine Einzelausstellung ausem Archiv der amerikanischen Künstlerin Carol Rama: "Spazio anche più che tempo" - Raum sogar mehr als Zeit. Ich habe keine Vorstellung, ob die Räume dieses Gebäudes interessant sind, ausprobieren! Corte Barozzi zwischen den vielen Hotels am Ausgang des Canal Grande, Haltestelle Vallaresso und dann links halten.

Nicht weit entfernt zeigt der Kunstraum Louis Vuitton Pierre Huyghe mit der künstlerischen Bearbeitung einer Antarktisreise. Mehr dazu. Kostenlos. Dem Kunstraum (Fahrstuhl in die 3. Etage unter Umgehung der Verkaufsräume) ist ein Bookshop mit extrem bequemen Sitzgelegenheiten angeschlossen. Siehe auch Eintrag "Eine Dosis Kunst en passant." Haltestelle Vallaresso.

Unbedingt interessant ist der Palazzo Pisani am Campo S. Stefano, Sitz des Konservatoriums Benedetto Marcello. Verschiedene Räume des Komplexes mit den beiden Innenhöfen werden seit Jahren der Biennale für National- und Nebenausstellungen vermietet. In diesem Jahr weiss ich bisher von einer Nebenausstellung: "Body and Soul. Performance Art - Past and Present". Es gibt an den Previewtagen (also vor der Eröffnung für das Publikum) Live Performances. Am 10.5. 17-19 Uhr, am 11. und 12. 5. 14-19 Uhr, keine Informationen über die Räume. Was genau vom 13.5.-26.11. passiert (nur Filme oder auch Live events?) und wo, ist auch nicht klar. Ich werde vom Preview berichten, dann wissen wir mehr.


2013, Nebenausstellungsräume im Palazzo Michiel del brusà am Canal Grande
Nebenausstellungen im Bereich des Arsenale Nord sind zwar nicht das, was ich eigentlich mit "in der Stadt" meine, aber sie liegen außerhalb des Biennalegeländes und sind auch nicht vom offiziellen kostenpflichtigen Biennalegelände aus zu erreichen. Und sie sind kostenlos. 
Im HyperPavilion in einer der Hallen des Arsenale Novissimo werden auf 3000 m2 Kurzfilme digitaler Kunst gezeigt. Das kann sehr beeindruckend sein (aber auch öde). WebsiteMehr und noch mehr dazu. Und Haltestelle Bacini Linien 4.1-2, 5.1-2.

Wenige Schritte entfernt, im Skupturengarten der Firma Thetis, findet ein Ausstellungsprojekt der "School for Curatorial Studies Venice" extrem kurzfristig nur vom 6.-13.5. statt. "Command Alternative Escape" ist quasi die Abschlussarbeit eines Kurator*innenkurses. Mehr dazu. Und noch mehr. Der Besuch des Thetis-Gartens (der grün und rot gepunktete Bereich auf der Karte) ist sehr zu empfehlen, im Eingangsbereich gibt es eine Informationstafel zu den dauerhaft dort ausgestellten Kunstwerken und der Flora des Gartens. Haltestelle Bacini. 

Im Palazzo Mora an der Strada Nova in Cannaregio findet wieder die Nebenausstellung "Personal Structures" der niederländischen GAA Foundation statt. (Vorsicht mit der offiziellen Website: die Fotos zeigen nicht den Palazzo Mora.) GAA organisiert jährliche Gruppenausstellungen unter Kostenbeteiligung (12.000 €) der ausstellenden Künstler*innen.
Das mehrstöckige Doppelgebäude ist unbewohnt und wird vom Vorgarten bis unters Ziegeldach für Ausstellungen genutzt, die Verschiedenartigkeit der Räumlichkeiten sind an sich schon ein Abenteuer.
Über einzelne Teilnehmer*innen der Sammelausstellung habe ich bisher foglende Informationen:
Sara AL Haddad und Anna Friemoth
Manfred Kielnhofer KILI und nochmal 20.3.
Jane Fulton Alt
Susanna Andreini
Marcello Martinez-Vega
Anna Friemoth
Roger Andrews
Ariela Wertheimer

Die zweite Location von "Personal Structures" ist wieder der Piano Nobile des Palazzo Bembo mit seiner wunderbaren Fassade am Rialto. Andere Etagen des Hauses werden als Hotel genutzt, die Ausstellungsräume enthalten leider kaum noch Teile alter Ausstattung (z. B. einen schönen Terrazzoboden). Aber man hat vom Balkon einen interessanten Blick auf das Gewühl und den enormen Verkehr an der Rialtobrücke. Details zum Gebäude
Zu den Teilnehmer*innen der Gruppenausstellungen habe ich bisher folgende Details:
Paul David Redfern
Christine Dixie
Sam Havadtoy
Marcello Martinez-Vega
Francesca Beltran

2013, Nebenausstellung  von Antonio Nocera "I libri d'acqua"
im Kreuzgang des ehemaligen Klosters S, Nicolò, Lido
Auch im Palazzo Corner Spinelli finden zwei Gruppenausstellungen (vom 9.5.-8.8. und vom 1.9.-8.11. statt, veranstaltet von der Schweizer NGO Kulturinstitution Arte Ponte. Über diese Ausstellungen konnte ich bisher keine Details in Erfahrung bringen. Details zum Palazzo, der Sitz der Seidenmanufaktur Rubelli und im Besitz der Familie Rubelli ist. (Traditionsstoffe von Rubelli liegen zur Besichtigung über den Brüstungen des Fondaco dei Tedeschi.) Ich war noch nie in diesem Haus und bin sehr gespannt. Haltestelle S. Angelo.

Eine weitere Gruppenausstellung gibt es im Palazzo Pisani bei S. Marina (von dessen Fenstern man einen tollen Blick auf den jahrelang renovierten Palazzo Soranzo van Axel hat). Die Sache nennt sich Diaspora Pavilion, ein etwas rätselhafter Titel - Diaspora ist griechisch für "Aufspaltung", und es gibt eine quasi religiöse Bedeutung des Wortes; in diesem Fall scheint es sich um junge Künstler*innen zu handeln, deren Auftritt von Mentoren betreut wird.
Ich habe in diesem Haus schon Ausstellungen in der Eingangshalle gesehen; immer aber wird das oberste Stockwerk vermietet, was eine Menge steiler Treppen bedeutet (und eben den schönen Ausblick), nichts für Menschen mit Gehbehinderung. Eine Gruppenausstellung kann eigentlich nur oben untergebracht sein. Am 30.3.: noch was dazu.  Haltestelle Rialto und Ospedale.

Ein Haus, das zum ersten Mal für eine Ausstellung geöffnet ist: die Palazzina Canonica an der Riva dei sette martiri, dem früheren Sitz des Instituts für Meereswissenschaft (CNR-ISMAR), jetzt im Arsenale. Die Palazzina ließ sich der Künstler Pietro Canonica 1911 als Privathaus bauen. Das Filmprojekt von Shezad Dawood heißt "Leviathan", gezeigt werden 3 Teile einer 10teiligen Filmserie. Mehr dazu.


Catalonien hat seine Nebenausstellung wieder auf der Insel S. Pietro di Castello, in den ehemaligen Bootswerften beim Rio di Quintavalle. Ein funktional renoviertes Gebäude, aber in schöner Umgebung, Titel "La Venezia che non si vede" - Das unsichtbare Venedig. Nach der Beschreibung ist eine spannende Sache zu erwarten mit non-viusellen und akkustischen und taktilen Erfahrungen inkl. einer BlindWiki app und (möglicherweise) einer Bootstour. 15.4.: Ausführlich mehr dazu. Haltestelle S. Pietro. 

Auch in den Bootswerften auf S. Pietro di Castello gibt es vom 13.5. bis 25.9. die biennaleunabhängige Ausstellung "Islands in the Stream" im "Alamak! Pavilion". Lassen wir uns überraschen, denn die schwurbelige Beschreibung überlässt uns der Ahnungslosigkeit. Website Alamak! Haltestelle S. Pietro di Castello.


2015, Nebenausstellung Doug Argue
im Palazzo Contarini Polignac
Das Museum Correr am Markusplatz zeigt in der Nebenausstellung "The Home of my Eyes" Fotos und Filme von Shirin Neshat. In der 3. Etage (schöner Blick über die Giardini Reali und das Bacino auf S. Giorgio Maggiore), eine Eintrittskarte für das Museum muss gekauft werden, sonst kommt man da nicht hin. Quasi eine Zugabe zum Besuch des Correr. 

Die Insel S. Giorgio Maggiore wird jährlich mehr zu einem Sammelpunkt von Kunst - bildender Kunst und Musik, aber auch Literatur und darstellender Kunst. Und da es viele Aussen- und Innenräume gibt, können auf der Insel gleichzeitig sehr verschiedene Erfahrungen gemacht werden.
Als Nebenausstellung der Biennale gibt es vom 13.5.-13.8. "Yesterday/ Today/ Tomorrow", Verfolgbarkeit ist Glaubwürdigkeit. Werke von geflüchteten Menschen, besonders Kindern, konzipiert von Bryan McCormack. Diese Ausstellung scheint Eintritt (10,-/8,- €) zu kosten.

Eine Einzelausstellung gilt Alighiero Boetti in einer der vielen Ausstellungsräumlichkeiten der Fondazione Cini: "Minimum/Maximum" 12.5.-12-7.. Mehr dazu
Auch in der Kirche S. Giorgio Maggiore selbst gibt es eine Nebenausstellung, über die ich leider noch keine Details weiss: Michelangelo Pistoletto. Es wäre nicht sein erster Biennaleauftritt und es ist zu hoffen, dass er in S.G.M. nicht das hier macht.
Mit den Nebenausstellungen der Biennale, den Stanze del Vetro, dem Mondrian Teehaus, der Palladiokirche S. Giorgio und einem Besuch auf dem Campanile mit seiner großartigen Aussicht kann man auf der Insel fast einen Tag verbringen.

In der Ca' Dandolo am Canal Grande ist die Einzelausstellung "The Court of Redonda" von Stephen Cambers zu sehen. Gebäude in C-Form aus dem 17. JH mit kleinem Innenhof direkt an der Haltestelle S. Tomà.


2015, Nebenausstellung Sean Scully
im Palazzo Falier
Hong Kong gehört zu den Nebenausstellungen und hat seit Jahren seinen Sitz gegenüber dem Haupteingang des Arsenale. Ein schlichtes Gebäude, unergiebig für site specificity. Hier ist Samson Young, Künstler und Komponist, zu sehen und zu hören mit seinem sehr spezifischen und spannenden Projekt "Songs for Disaster Relief". Noch was dazu. (Und er nimmt auch an der Dokumenta 14 teil.) Haltestelle Arsenale.

Macao stellt, ebenfalls als Nebenausstellung, wie immer in der Etage über Hong Kong aus, aber mit separatem Eingang und Außentreppe in die erste Etage. Gezeigt werden Werke von James Wong Cheng Pou "A Bonsai of my Dreams". Mehr dazu. Offizielles dazu.

Die Schweiz beteiligt sich wieder (neben dem Pavillon in den Giardini) mit Nebenausstellungen und -veranstaltungen unter dem schönen Titel "Ataraxia", griechisch: Gelassenheit. Im Palazzo Trevisan degli Ulivi (Sitz der Stiftung Pro Helvetia und Schweizer Konsulat) am Campo S. Agnese. Termine sind der 11.5., 31.8-2.9., 19.-21.10., 23.-25.11.. Programm habe ich noch nicht, wird gelassen abgewartet und dann ergänzt. Haltestelle Zattere und Accademia. 

Palazzo Bollani, in der Pietà-Nachbarschaft direkt hinter der Riva, füllt seine Räume zu jeder Kunstbiennale mit einer interessanten Ausstellung, in diesem Jahr einer von der Stiftung Starak veranstalteten Einzelausstellung des 2006 verstorbenen Künstlers Riszard Winiarski. Sehenswert neben der Kunst sind nicht nur die Räume und der Blick auf den Rio della Pietà und den gegenüberliegenden gotischen Palazzo, sondern auch auf die Spolien an den Fassaden im kleinen Corte Bollani.

Im Komplex des Palazzo Zenobio (das sind Palazzo, Bibliotheksgebäude, Garten und Waschhaus) gab es in den letzten 10 Jahren viele Ausstellungen verschiedenster Arten. Dann einen Aussetzer, aber jetzt zum Glück wieder! 13.5.-30.9. das Gesamtkunstwerk "Birdman and the New Generation" der Künstler Marco Agostinelli und Emanuel Dimas de Melo Pimenta. Von der Kunst lasse ich mich überraschen, auf viele offene Räume im Haus hoffe ich, der große Garten, normalerweise verschlossen wie das Haus, ist auf jeden Fall eine Gelegenheit und den Besuch wert. 


2015, Nebenausstellung Louise Manzon
im Treppenhaus des ehemaligen Kloster S. Giorgio Maggiore
In der Ca' Faccanon, links neben der Kirche S. Salvador, gibt es die Sammelausstellung "Modus" - keine weiteren Informationen dazu, bisher. Im Wassergeschoss hat die venezianische Hauptpost ihren Sitz seit sie aus dem Fondaco dei Tedeschi auszog. Die Ausstellung müsste also in den oberen Etagen sein, die ich noch nicht kenne. Also auf jeden Fall interessant. 

Nicht weit entfernt vom Campo S. Salvador, aber am Ufer des Canal Grande, gibt eine Einzelausstellung des Künstlers Fernando Zóbel de Ayala "Contrapuntos", veranstaltet von der Stiftung Ayala. Im ehemaligen Warenlager Fondaco Marcello gibt es praktisch zu jeder Biennale eine Ausstellung. Interessant das Dachgestühl und die Aussicht auf die gegenüber liegenden Palazzi. An dieser Stelle gibt es einen der 3 noch erhaltenen Gondeltraghetti über den Canal Grande. Haltestelle S. Angelo.

Der enorm vielseitige Künstler und Selbstvermarkter Jan Fabre stellt immer wieder seine z. T. sehr raumgreifenden Werke kollateral aus, teilweise in spektakulären Räumlichkeiten wie der Scuola Grande della Misericordia. In diesem Jahr zeigt er "Glass and Bone". Skulpturen 1977-2017, ebenfalls am Canal Grande, in der ehemaligen Abbazia S. Gregorio neben der Salute. Das Gebäude stand Jahrzehnte unbewohnt, und wird nach seiner Restaurierung hin und wieder für Ausstellungen genutzt. Ich bin sehr neugierig, 40 Jahre Jan Fabre versammelt zu sehen, das kann gut sein, muss aber nicht. Vielleicht gibt es auch wieder ein Restaurant hier, wie 2015? Der Besuch des Gebäudes/Kreuzgangs wird unbedingt empfohlen, auch wenn bisher nicht jede Ausstellung überzeugt hat. 

Ein etwas rätselhaftes Projekt  Empire II wird es an der Riva dei 7 Martiri, Hausnummer 1610, geben. Filmprojektionen (und Weiteres?) zu Themen, auf die man spontan so richtig Lust hat: 
climate change, politics of attrition, immigration, narcissism, sex, loss, despair, loss of identity, addiction, violence, false economics, digital rape, cyber crime, space travel, pollution, death and consumerism, all coexisting amongst many concurrent themes...
Ächz, aber vielleicht ja auch überwältigend gut? Ich werden hingehen und berichten. Haltestelle Arsenale/Giardini.

Das Haus, auf das ich am meisten gespannt bin, ist der Palazzo Soranzo van Axel. Dort zeigt das Pushkin Museum Moskau eine Gruppenausstellung nicht nur russischer Künstler*innen mit dem Titel "Man as Bird. Images of Journeys". Das alleine wäre ja schon enorm interessant. Interessant ist aber auch, dass das Gebäude nach über 5jähriger Renovierung und dem internationalen Verkaufsangebot von Luxusappartments offensichtlich Leerstände hat, sonst gäbe es dort keine Ausstellung. Ich durfte das Haus 2007 unmittelbar vor der Renovierung sehen, als Mexico dort ausstellte - und am spannendsten ist für mich, vielleicht einige Ergebnisse der Renovierung (auch hier) zu sehen. (Siehe auch Eintrag "Wenn das Gerüst fällt..."). Nur 13.5.-5.9.! Haltestellen Fondamente Nove und Rialto.  


2015, Nebenausstellung "Telluria"
im Palazzo Contarini degli Scrigni

Alle bisherigen Einträge zur Kunstbiennale 2017



Ich biete BEGLEITUNGEN in Venedig an, auch zu den vielen Einzelausstellungen - national oder kollateral - die ab Mai überall in der Stadt öffnen, teilweise in Gebäuden, die normalerweise keine Besucher*innen empfangen. Für Venedig-Appassionati immer wieder eine spannende Sache. Und ein besonderes Kunsterlebnis: ungewöhnliche alte Strukturen beherbergen neue Kunst, die teilweise sogar eigens für den Ausstellungsraum konzipiert wurde. Wer an meinen Diensten interessiert ist, nimmt bitte Kontakt auf über einen Klick auf "Begleitung in Venedig", Ecke rechts ganz oben.


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