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5. April 2021

Kreuzfahrtschiffe aus Venedig verbannt...! Ach was...?!


Hatten wir das nicht schon mal? Schon mehrmals? 2013 wurden Schiffe über 96.000 Tonnen aus dem Giudeccakanal "verbannt", die Entscheidung gerichtlich wieder zurück genommen. 2017 versuchte es eine andere (der häufig wechselnden italienischen) Regierungen mit dem Vorschlag, große Schiffe aus dem Canale della Giudecca zu "verbannen" und nur noch in Marghera docken zu lassen - woran sich niemand hielt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die internationalen Medien brav eine Pressemitteilung verbreiten, in der die "Verbannung" der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig angekündigt wird. Bis auf wenige Ausnahmen machen sich Journalist*innen nicht die Mühe, die Quellen dieser Information zu prüfen.


Zuletzt habe ich dazu im Feburar 2018 geschrieben: 
"Wenn die Tagesschau entwarnt..."
und mir dann das Thema einstweilen geschenkt.


Jetzt wirbeln die internationalen Medien erneut und verkünden die "Verbannung" der Schiffe aus Venedig und den Bau einer Kreuzfahrtstation außerhalb der Lagune, ja sogar Offshore! Wer hofft, auch nach der Covid-Pause der Kreuzfahrtindustrie "keine Riesen mehr in Venedig" sehen zu müssen, täuscht sich wieder einmal bzw. wird wieder einmal vom Mediengeschwätz getäuscht.

Hier ist die Basis dieser Medienmeldungen, der Text des Erlasses des Ministerrates vom 31.3.2021 (scrollen, 2. Absatz "Trasporto Marittimo": 

TRASPORTO MARITTIMO
Disposizioni urgenti in materia di trasporti e per la disciplina del traffico crocieristico nella laguna di Venezia (decreto-legge)
Il Consiglio dei Ministri, su proposta del Presidente Mario Draghi, del Ministro delle infrastrutture e della mobilità sostenibili Enrico Giovannini e del Ministro della cultura Dario Franceschini, ha approvato un decreto-legge che introduce disposizioni urgenti in materia di trasporti e per la disciplina del traffico crocieristico nella laguna di Venezia.
Per contemperare le esigenze di tutela del patrimonio artistico, culturale e ambientale di Venezia e quelle legate allo svolgimento dell’attività crocieristica e al traffico merci, il decreto prevede l’indizione, da parte dell’Autorità portuale del Mare Adriatico settentrionale, di un concorso di idee, volto a raccogliere proposte e progetti di fattibilità tecnica ed economica per la realizzazione di punti di attracco utilizzabili dalle navi adibite al trasporto di passeggeri superiori a 40mila tonnellate e dalle navi portacontenitori adibite a trasporti transoceanici.
Il testo prevede poi misure atte a garantire la mobilità delle persone e la circolazione delle merci su tutto il territorio nazionale, attraverso la proroga dei collegamenti marittimi con Sardegna, Sicilia e isole Tremiti svolti in regime di servizio pubblico, per il tempo necessario a consentire la fine delle procedure di gara e, in ogni caso, fino al 31 maggio 2021. Infine, il decreto proroga di 3 mesi (dal 31 marzo al 30 giugno 2021) l’entrata a regime del documento unico per la circolazione dei veicoli iscritti al Pubblico Registro Automobilistico (PRA). Lo slittamento consente di perfezionare le procedure telematiche relative ai veicoli adibiti al trasporto delle merci e agli autobus, sottoposti a particolari normative di settore, e di completare la fase di rodaggio di tutte le procedure.

Übersetzung:
"Dringende Bestimmungen zum Verkehr und zur Regulierung des Kreuzfahrtverkehrs in der Lagune von Venedig (Gesetzesdektret).
Auf Vorschlag des Präsidenten Mario Draghi, des Ministers für nachhaltige Infrastruktur und Mobilität Enrico Giovannini und des Kulturministers Dario Franceschini genehmigte der Ministerrat ein Gesetzdekret, das dringende Bestimmungen zu Verkehr und zur Regulierung des Kreuzfahrtverkehrs in der Lagune von Venedig enthält.
Um die Bedürfnisse des Schutzes des künstlerischen, kulturellen und ökologischen Erbes Venedigs und des Schutzes von Kreuzfahrten und Güterverkehr in Einklang zu bringen, sieht der Erlass vor, seitens der Hafenbehörde der nördlichen Adra einen Wettbewerb auszurufen um Ideen zusammen zu tragen, die darauf abzielen, Vorschläge und Projekte von technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit für den Bau von Liegeplätzen zu sammeln, die von Schiffen für die Beförderungen von Passagieren über 40.000 Tonnen und von Containerschiffen für den Transozeantransport verwendet werden können.
Der Aufruf zielt auch auf Maßnahmen, die die Mobilität von Menschen und Warenverkehr im gesamten Staatsgebiet durch die Ausweitung der Seeverbindungen mit Sardinien, Sizilien und den Tremiti-Inseln für die Zeit gewährleisten, die für die Dauer des Verfahrens erforderlich ist, das auf jeden Fall am 31.5.2021 schließt. Schließlich verlängert der Erlass das Inkrafttreten des einheitlichen Dokuments für den Verkehr von  im Öffentlichen Automobilregister (PRA) zugelassenen Fahrzeugen um drei Monate (vom 31. März bis 30. Juni 2021). Der Beleg ermöglicht es, die Telematikverfahren für Fahrzeuge, die für den Transport von Gütern und für Autobusse verwendet werden, unter Berücksichtigung besonderer Branchenvorschriften zu verbessern und die Einführung aller Verfahren abzuschließen.



Es geht bisher nur um die Ausschreibung von Projektanträgen zur wirtschaftlichen und technischen Entwicklung von Hafenanlagen für Kreuzfahrtschiffe über 40.000 Tonnen und Containerschiffe für den Tranzozeantransport. Eine Absichtserklärung, mehr ist das noch nicht. Auch wenn für die Ausschreibung 2,2 Millionen € zur Verfügung stehen. Das Ergebnis und weitere Entscheidungen bleiben abzuwarten!


Es gibt bereits vorhandene Vorstellungen (erstaunliche, finde ich Ahnungslose!) wie nach dem Dekret von 2017 von Venezia Today vorgestellt; oder Porto Offshore Venezia, vorgestellt in Leipzig 2014; oder eine Nummer kleiner Seingim; oder das ebenfalls seit 2014 existierende Projekt von Duferco, das schon 2001 als Ergänzung der M.O.S.E.-Anlage in der Lidoeinfahrt präsentiert wurde. Die Kreuzfahrtdocks nahe Punkta Sabbioni können in 3 Jahren fertig gestellt sein. Das Projekt hatte bisher gegen die nach dem Erlass von 2017 von Stadt- und Regionalregion durchgesetzten und jetzt praktisch fertig gestellten Docks in Marghera keine Chance. Duferco vermarktet das elektrisch angetriebene Transportsystem für Kreuzfahrer innerhalb der Lagune "Venis Cruise" als kleine Lagunenkreuzfahrt; siehe dazu auch Artikel in der Nuova vom 2.4. "Scalo Duferco a San Nicolò Poi in laguna solo con motori elettrici". Ob der bisherige Plan für die Nutzung durch Schiffe des Transozeantransports geeignet wäre oder angepasst werden könnte, bliebe abzuwarten.

Von Technik und Finanzierung verstehe ich nichts, von Calls und Ausschreibungen etwas mehr und von der Dauer von Auswahlverfahren, von Genehmigungsprozessen, inkl. EU-Projekten, die sich in dieser Größenordnung über Jahre hinziehen. In denen zusätzlich die nationale, regionale und lokale Politik durch Wahlen mit neuen Akteur*innen ausgestattet werden könnte - mit welchen Auswirkungen? Da kann man viel befürchten, ohne grundsätzlich pessimistisch zu sein.

Die "vorläufigen" Docks für Kreuzfahrtschiffe, die finanziert und in Marghera gebaut wurden, erwartet die Kreuzfahrtindustrie schlüsselfertig, wenn sie "nach" der Covid Pandemie (wann?) wieder ins Geschäft einsteigt. Werden Arbeit und Kosten für die erforderliche Kanalvertiefung vor Marghera, den Bau von Docks und Passagierterminals, die einzurichtenden Transportmittel zu Wasser und Land für Passagiere etc. einfach abgeschrieben, wenn ein neuer Hafen außerhalb der Lagune tatsächlich in Gang käme - "Verschwendung" für vielleicht 5 Jahre Betriebsdauer? Oder würden die Betreiber des Port of Venice nicht alle Register ziehen (42.000 Arbeitsplätze, Strukturwandel in Marghera, Beherbungsindustrie in Mestre etc.) um diesen Standort zu erhalten? In dessen Infrastruktur derzeit 41 Millionen fließen?! Geht es nach den Entscheidern aus Wirtschaft und Politik, bleibt alles wie es ist. 

"Dies ist die bevorzugte Hypothese der Region, der Lega, der Hafenbetreiber und der Stadt. 'Ich bleibe beim Kanal Vittorio Emanuele für die Linie Petroli-Margher und Marittima' sagt der Regionalpräsident Luca Zaia, 'es ist das Einfachste: so entfernen wir die Schiffe von San Marco und behalten die Marittima'. Gleiche Linie wie der Bürgermeister Luigi Brugnaro. Gestern zog er es jedoch vor, den Regierungserlass nicht zu kommentieren, obwohl der heute mit Minister Enrico Giovannini darüber gesprochen hatte."
(La Nuova 2.4. "Grandi navi, concorso d'idee dai tempo lunghi. Intanto il terminal crociere andrà a Marghera".)

Wie sich die Ideensammlung für die neuen Kreuzschifffahrtsdocks auch entwickeln wird: weiterhin, "vorläufig", fahren kleinere Schiffe durch die Stadt, sehr große Schiffe durch dieEinfahrt von Malamocco durch die Lagune. Ästhetisch wird das eine Verbesserung sein, aber die Fragen des Umweltschutzes für die Lagune, des Denkmalschutzes für die Stadt, der Gesundheit der Bewohner*innen, des Welterbes für uns alle, bleiben stehen wie bisher. 

Wir reden wahrscheinlich in einigen Jahren wieder über die "Verbannung" der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig, vor welchem Hintergrund auch immer. Wollen wir hoffen, dass dann die Verbannung tatsächlich stattfindet und der jahrelange Einsatz venezianischer Bürgerinitativen erfolgreich war.


Ich füge als Ergänzung (vor allem für mich selber) Artikel an, die nach der Veröffentlichung dieses Eintrags am 5.4. erschienen und interessante, erweiterte Aspekte bringen. 

5.4. ytali. Grandi Navi fuori della laguna. Definitivamente e immediatamente
6.4. Italia Nostra La soluzione è imporre navi più piccole alle compagnie di navigazione
6.4. ytali. Fuori le Grandi Navi. Per restare dentro la Laguna
6.4. UNESCO Large cruise ships banned from entering Venice lagoon

💥


Oha. Das ging schneller als erwartet! Nach 2 Wochen ist die Verbannung schon wieder vorbei.

15.5. La Nuova Grandi navi, tornano le MSC in Marittima e a Marghera und Due grandi navi in Bacino San Marco
Im Juli fahren MSC Orechstra und MSC Magnifica wie gewöhnt durch das Bacino, vorbei am Palazzo Ducale und S. Giorgio Maggiore, um ebenfalls wie gewöhnt in der Marittima festzumachen. Weil die "Übergangslösung" des Kreuzfahrthafens in Marghera noch nicht ganz fertig ist. Was soll man machen...? Es bleibt wie gewöhnt alles beim Alten in Venedig.

16.6. CNN Cruise ships head back to Venice despite ban

17.4. Il Fatto Quotidiano Venezia, il governatore Zaia annuncia il ritorno delle crociere (Mehr als eindeutig, dass Regional- und Stadtregierung nicht im Traum an die Verwirklichung der Verordnung der Minister denken.)

19.4. Huffpost Un cavillo riporta le Grandi Navi a Venezia, in attesta di "nuove idee" (Hier die  juristische Begründung der aktuellen Situation nach dem Ministererlass)

22.4. La Nuova Grandi navi a Venezia, stop dal Senato. "Lo scavo del canale è una provocazione"

24.4. Venezia Today Crociere: ecco le offerte per il terminal canale nord, sponda nord, a Porta Marghera (Als hätte es den Ministererlass nie gegeben.)

29.4. The Art Newspaper Has Venice really banned cruise ships? It appears not.

29.4. AgCult DI Venezia: via libera Senato, testo ora alla Camera. Sehr gut. Der Senat hat den Ministererlass mit 168 Stimmen, keinen Gegenstimmen und 26 Enthaltungen passieren lassen. Jetzt kommt die Sache vielleicht langsam, langsam in die Gänge...?

8.5. CNN The truth about cruise ships in Venice


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1. November 2020

November 2019 - Homo Urbanus Venetianus

 



Eindrucksstark und textfrei - die unromantischste, authentischste, bestürzendste und allerbeste Venedigdokumentation, die ich bisher gesehen habe. 


Homo Urbanus Venetianus


Oh schade.
Das Video stand leider nur kurzzeitig öffentlich zur Verfügung. 
Für den gut doppelten Preis einer Kinokarte kann man 
die ganze Serie Homo Urbanus ausleihen.
 


Film von Ila Beka und Louise Lemoine, Teil des Projekts Homo Urbanus. Gedreht in den Hochwassertagen des November 2019 und des Sturmhochwassers am 12.11.: 62 Minuten, jede einzelne unbedingt sehenswert.


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29. Juni 2020

Lagune aus der Ferne - ein neues Konzept für Venedig-Führungen

Bilder: bei Torcello, September 2017/ Oktober 2018

Gestern war ich mit einer schönen Führung in der venezianischen Lagune. Obwohl ich mich derzeit und für den Rest des Jahres in keinen Flieger oder Zug setzen würde und auf Reisen verzichte. 
Meine Regale sind voller Venedig-Material vor allem zu Kunst, Kunstgeschichte, venezianische Geschichte aller Themenbereiche, besonders der Kolonien oltre mare. Ein guter Teil davon noch ungelesen, da in Griechenland oder Venedig gekauft, sehr speziell und zeitaufwändig zu lesen - ideal für eine lange (soziale) Distanz. Das passt also.

Darüber hinaus gibt erfreulich erfinderische Leute, die mit genialen Ideen in die Situation eingreifen: z. B. Luisella Romeo mit ihrem Angebot von Führungen, Spaziergängen und Exkursionen - ONLINE! Sie nennt es 'virtual tour' und 'webinar', es handelt sich um eine Zoom Konferenzschaltung, für die man die Software herunterladen muss. Kostenlos, aber dass wir für solche Anwendungen mit unseren Daten bezahlen, wissen wir. Während der jetzt 4 1/2 monatigen Distanz habe ich mich nach Skype und Googlechats auch an die Zoom Konferenzen gewöhnt. 

Die virtuellen Venedigführungen Luisella Romeos sind einerseits eine erfolgreiche Reaktion auf die Reisesperre, es gibt immer mehr Termine und Themen im Angebot. Andererseits gefällt ihr die neue Form, ihren Job auszuüben, so gut, dass sie es als Angebot beibehalten will. Für Venedigfreund*innen, die nicht reisen können, die über Pauschalwissen und Venedigklischees hinaus wollen, die mehr differnzierte Details über Venedig erfahren möchten, die sich auf eine Venedigreise vorbereiten (und nach einer ersten virtuellen Tour vermutlich gerne eine reale persönliche Führung in Venedig geniessen wollen).




Meine gestrige Tour hatte 7 Teilnehmerinnen aus NL, UK, US, DE, in englischer Sprache, dauerte knapp 2 Stunden. Details siehe:


The Venetian lagoon: landscape, birds and boats

Next Dates of this virtual tour:
June 28th at 7pm CET time and July 11th at 7pm CET time and July 26th at 7pm CET time
About this webinarUnlike other marshland areas along the coasts of the Mediterranean sea, the Venetian lagoon has its own uniqueness. With the help of Luisella Romeo, licensed tourist guide in Venice, during this webinar you will discover what makes this landscape so special and learn about the variety of the fauna, in particular its birds. You will see how man designed specific boats to move around the shallow water and pursue an economy based on fishing, hunting and more.
Duration
The duration of the whole event is around 1,5 hours total including a Q&A session
Cost
Cost per webinar is 35euro per user — you can be as many as you want in front of your computer screen


Lusiella Romeo arbeitet auch in deutscher Sprache, bei entsprechenden Teilnehmer*innen - oder wenn sich eine Gruppe von unter 10 Personen gemeinsam für eine deutschsprachige Tour zu einem Wunschthema anmeldet. 

Dieses Webinar drehte sich NICHT um die bekannten Inseln, sondern ausschließlich um Themen der Lagune: die seit Jahrhunderten menschengemachte Landschaft, Fauna (vor allem Vögel), Flora, die historische Entwicklung der Lagune, ihre Nutzung und Ausbeutung durch Fischer, Jäger, Landwirtschaft, Industrie, Tourismus; die ökologischen Perspektiven der Lagune und die Unmöglichkeit, wirksame Naturschutzgebiete einzurichten; um die Architektur der Lagune, die Mobilität der Lagunenbewohner*innen durch Nutzung verschiedener Boote; die Bedrohung der Lagune durch Kreuzfahrtschiffe und petrochemische Industrie; die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf mögliche Entwicklungen in kürzeren oder längeren Zeiträumen. 

Alles sehr interessant, professionell gut vorbereitet unter Nutzung der Multimediaanwendungen, die Zoom bietet. Und obwohl nicht am Ende der "Tour" eine Frage-Anwort-Runde stattfand, sondern die ganze Zeit von uns Teilnehmerinnen dazwischengefragt und Themenschleifen gedreht wurden, liess sich Luisella nicht aus dem Konzept ihrer Tour bringen. Sie blieb 2 Stunden lang entspannt, fokussiert, zugewandt und charmant (wenn die letzte Bewertung erlaubt ist). Es wurde viel gelacht in der Gruppe, deren Teilnehmerinnen alle Venedigkennerinnen waren, einige einen venezianischen Zweitwohnsitz haben.

Für heute hatte Luisella Romeo ein Mail zur 'Nachbereitung' angekündigt, das ich morgens prompt in der Mailbox fand, Links zu Einträgen in ihrem Blog (also öffentlich!), ich kann sie deshalb hier ungeniert einfügen:

The Birds of the Lagoon of Venice
Wine and vinyards in Venice and its islands
A boat that helped create a mircle called Venice, the trabacolo
Gesamtinhaltsverzeichnis des Blogs, lesenswert und informativ.
Und ein Link zu weiteren experimentellen Venedig-Angeboten dieser bewundernswert kreativen Dame: Unique experiences in Venice.

Ob aus der Distanz oder in Venedig selbst: ich rate, eine Führung Luisellas auszuprobieren. Ich hatte, wie bei den anderen Führungen, die ich getestet und hier empfohlen habe, zwei sehr lehrreiche und angenehme Stunden. Sehr empfehlenswert. Kontaktangaben auf ihrem Blog/ihrer Website.


Siehe auch Eintrag 17.2.20 "Lagunengesang"
Siehe auch Marco Zecchin 30.6.20 Venice Tours in the time of COVID
Siehe auch Doku Deutsche Welle 22.8.20 mit Luisella Romeo






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8. Juni 2020

Schwimmen unter der Rialtobrücke


Nein!

Touristen*innen auf der Suche nach dem Kick und ungeklärten Bakterien/Viren im Wasser. Brachte 2 deutschsprachigen Typen je eine 350 € Knolle und Stadtverbot ein.



Ja!

Junge venezianische Einheimische, die sich konform und artgerecht benehmen. Und so lange der Verkehr noch immer massvoll ist... 




(Quelle beider Videos: La Nuova)

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22. März 2020

Kristallklar

Arsenale Juni 2014

"Kristallklar" ist das Stichwort, das derzeit durch die Medien aller Kontinente glitzert, nicht nur der social media, sondern auch der Printmedien (Spiegel, Guardian etc.). Schlagzeilen wie "Venezianische Kanäle waren seit Menschengedenken nicht so sauber wie seit der Coronavirus-Ausgangssperre" führen ganz schnell zu Fischen, Schwänen und Delfinen, die sich in Venedig tummeln. Und in den Kommentaren der Leserschaft herrscht neben handfesten Spekulationen über das schmutzige, ja stinkende Kanalwasser gefühlige Ökoromantik über Mutter Erde vor, die sich ihr Eigentum zurück nimmt, da die Menschen zum Glück aus dem Weg sind. 

Alle verlinken die selben kurzen Videofilmchen bzw. Fotos 1. eines Kanals, dessen algenbewachsener Grund zu sehen ist und ein Schwarm sehr junger Fische  (die es überall in den Nebenkanälen und in der Lagune gibt); 2. eines Delfins, gesichtet im Hafen des sardinischen Cagliari; 3. den Schwänen, die auf Burano leben, inklusiver bunter Buranohäuser im Hintergrund. In den ersten Meldungen wurden die Dinge noch halbwegs auseinandergehalten. Mit der Menge Retweets und der abgeschriebenen Artikel wurden Filmchen und Details immer weiter verrührt und begeistert auf die venezianischen Kanäle verteilt. Auch nicht der WWF Schweiz konnte sich einen reißerischen Tweet verkneifen. 
Wir sind so hoffnungsbedürftig in diesen Tagen der Schreckensnachrichten und -bilder, das Bild der wiedergeborenen Natur so tröstlich, dass jede*r dieses vermeintlich positive Ergebnis der Seuche mitteilen möchte. Natürlich gibt es auch Zweifler die dagegen halten, aber die gleichen Bilder ins Netz stellen, und schließlich die Realistischen mit der Erkenntnis, dass es sich um Fake news handelt, und nochmal mit diesen Bildern.
(Ergänzung 30.3.: Endlich nimmt sich zum Glück auch die Satire des Themas an.)



Gelegenheit, ein paar Sätze zur Abwasserentsorgung und zur Fauna Venedigs zu sagen.

Die sehenswerte Doku "Come funziona Venezia" zeigt neben der Stadtentwicklung und dem historischen Aufbau der Gebäude auch den traditionellen Weg der Abwasserentsorgung. (Bei fehlenden Italienischkenntnissen kann man den Text für Gehörlose im Link oben unter dem Film stehend per Google translate übersetzen und bequem lesen. )



Die venezianische Bauordnung sieht natürlich den Einbau von Kläranlagen und die Aufbereitung von Abwässern zwingend vor. Wo es geht! Also bei neuen Strukturen wie z. B. dem Gerichtszentrum und dem Studierendenwohnheim bei S. Marta, oder bei Konvertierung alter Gebäude in Hotels (z. B. derzeit die Ca' di Dio an der Riva). Aber die 1500 Jahre fortschreitende Bebauung der Laguneninseln, teilweise nur auf Sandbänken und einem Wald von Baumstämmen als Unterbau, schränkt die Raum- und Statikaspekte nachträglicher Unterbringung von Kläranlagen ein.

Ich habe eine venezianische Architektin zum Thema befragt, die mir das in Venedig verwendete 3-Kammern-System erklärte. Wenn die 3. Kammer gefüllt ist, ruft man den Veritas-Service, der mit einem Boot und genügend Verlängerungsrohren (ca. 15 cm Durchmesser, schwarz, geriffelt, kennen wir alle aus dem Stadtbild) kommt und die Kläranlage absaugt, egal wie weit entfernt sie vom nächsten Kanal ist. Der Job wird zeitnah, schnell, diskret, geräusch- und geruchsarm erledigt. Das abgesaugte Material wird wegen der Giftstoffe des Inhalts nicht als Dünger oder dergl. verwendet. Es wird getrocknet und per Verbrennung in Energie umgewandelt (sagt Veritas). 

Die Bakterien, die die Ablagerungen in den Kammern klären, gibt es in Dosen in jedem Haushaltswarengeschäft. Wer vergisst, rechtzeitig Bakterien nachzufüllen, wird durch einen wirklich schrecklichen faulig-fäkalen Geruch daran erinnert. 
(Das Alleinstellungsmerkmal des ehemaligen Klosterhostels des Redentore, mittlerweile geschlossen, war diese teilweise atemberaubende Geruchswolke im Garten zur südlichen Lagune. Der Betreiber war Nichtvenezianer, ihm fehlte naturgemäß das Feeling für diese Aufgabe und er hatte auch nie Zeit für eine Pause im Garten. Er wusste also nichts vom Killergeruch, solange man ihn nicht alarmierte.) 

Die Brauchwässer allerdings, die nicht durch die Kläranlagen wandern, z. B. Waschmaschinenwasser, werden durch die Fallrohre ungeklärt in die Kanäle geleitet und bei der nächsten Flut mitgenommen. Bei Flut befinden sich die Öffnungen der Rohre unter dem Wasserspiegel, bei Ebbe kann man das Laugenwasser in den Kanal plätschern sehen, wenn man es sehen will.
Die Mietshäuser vom Ende 19. JH an der Celestia, wo ich seit vielen Jahren mein venezianisches "Zuhause" miete, leiten enorm viel Waschmaschinenwasser in den Canale delle Fondamente Nove ein, morgens ist das Kanalwasser bedeckt mit Schaumkronen und das Wasser rund um die Haltestelle Celestia riecht intensiv nach Waschmitteln.

Wenn also, wie zur Zeit, nur ca. 50.000 Venezianer*innen und 0 Tourist*innen die Toiletten benutzen, duschen und Wäsche waschen, die Kanäle aber alle wie immer 2x täglich mit frischem Meer durchgespült werden, ist das Kanalwasser zwischen Ebbe und Flut logischerweise sauberer. Aber "kristallklar" ist natürlich nicht chemie-, bakterien- und virenfrei und Schwimmen in den Kanälen, wie noch vor 70 Jahren üblich, ist selbstverständlich ausgeschlossen, auch wenn es sehr schlichte Tourist*innen manchmal tun.



Text: Domenico Varagnolo


Die geringe Zahl der in der Stadt anwesenden Menschen wirkt sich natürlich auf den Bootsverkehr aus, der die Ablagerungen in den Kanälen aufwirbelt, die in den letzten 200 Jahren nicht mehr so regelmäßig und gründlich gereinigt werden wie zu Zeiten der Republik. Keine Taxiboote, wenig Transportverkehr des täglichen und des touristischen Bedarfs (alle Arten von Lebensmitteln, Toilettenpapier(!), gebrauchte und frisch gewaschene Hotelbettwäsche, Massen überflüssiger Trinkwasserflaschen et.), wenig Autofährenverkehr zum Lido. Man sieht die Bilder des spiegelglatten Canal Grande, Canale della Giudecca etc. und weiss: das neben der Bedrohung durch das Hochwasser wichtigste Umweltproblem Venedigs, der Moto ondoso, Wellen durch  Motorboote und Transportkähne ist derzeit nicht dramatisch. (Der noch bedrohlichere Moto ondoso der Grandi Navi fällt im Moment jahreszeitlich sowieso aus.)


Die Diversität der Fauna Venedigs ist natürlich kein Ergebnis einer Woche ohne Tourismus. Das ist Geschwätz. Die Tiere "erobern" sich nicht ihr Terrain zurück man kann sie nur besser sehen im klareren Wasser. Schulen sehr kleiner Fische waren da schon immer, wenn man gut hinguckte, auch Gruppen von ca. 20 cm langen Fischen unter geparkten Booten, ebenfalls nicht ganz leicht zu sehen, aber da. Das trifft auch auf andere Wassertiere zu, z. B. die Krabben und Krebse, die ich im Arsenale fand. Sie sind nur bei Ebbe zu sehen und versuchen, schnell wieder unter Wasser zu kommen. Nichts für den ungeduldigen Schnappschuss.


Die vielen Angler, die sich täglich auf ihre kleinen Boote zwischen S. Pietro di Castello und der Insel Certosa zurückziehen, pflegen sicher nicht nur ihr Privatleben, sondern fischen auch für ihre Bratpfanne.
Aber Delfine aus der Adria sind bisher nicht in der Lagune aufgekreuzt und wenn, wäre das ein Patzer wie vor einigen Jahrzehnten der kleine Wal, der versehentlich den Rhein bis Köln raufkam und sich wieder davon machte. 


Silberreiher Celestia 2019

Auf der vor einigen Jahren künstlich angelegten Salzwiese zwischen Friedhof und Arsenalemauer hat sich kontrolliert eine große Anzahl diverser Lagunenvögel angesammelt.
Silberreiher leben an einigen Stellen in der Stadt. Mir sozusagen persönlich bekannt sie die an der Haltestelle Accademia, die sich inmitten des Trubels aufhalten und ernähren, und der Silberreiher an der Haltestelle Celestia, den ich seit Jahren fotografiere, wie er sich elegant putzt. 
Die Enten auf der Giudecca bei S. Cosmas und Damiano leben "schon immer" da wie die Schwäne auf Burano, gehören jemandem und werden sicher gelegentlich gegessen (die Enten). 


Entenfamilie bei S. Cosmas und Damiano, Juni 2019

Die Tierwelt der Lagune allerdings kriegt nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Nur die wenigsten Besucher nehmen sich Zeit, ein paar Tage in der nördlichen Lagune zu verbringen - Empfehlungen dafür werden das Thema eines der nächsten Einträge. Besonders eindruckvoll die Flamingoschwärme, die um Torcello und bei Jesolo rasten und für Ornitholog*innen eine Freude sind.
Website einer Bootsvermietung, die mit den Flamingos in der Lagune wirbt: Website der Casa Museo Andrich (siehe auch weitere Einträge zu Torcello)

Haubentaucher Canale delle Fondamente Nove März 2019

Ratten, Mäusen, Möwen, Tauben etc. ziehen aus dem Shut down Venedigs keinerlei Vorteile, denn nach Türeinsammlung von Hausmüll schränkt nun auch noch der Ausfall des essbaren Abfalls von Besucher*innen ihre Lebensqualität weiter ein. Und alte Menschen, denen das vor Jahren erlassene Vogelfütterverbot wurscht ist, dürfen nicht vor die Tür mit ihren Brotresten. Schlechte Karten. 
Aber auch für die Menschen ohne Arbeit, an die wir alle mit Mitgefühl und Solidarität denken und in der Hoffnung, dass "kristallklares Wasser" eine Metapher sei für das, was wir künftig besser machen wollen, wenn wir können.

Eine Venezianerin schrieb dieser Tage im Internet "Wenn das vorbei ist, feiern wir Redentore  (Il Redentore) wie noch nie!". Das ist der Spirit eines 1000jährigen Gemeinschaftssinns, der historische Common Sense uralten Zusammenhalts, der sich trotz schwindender Zahl der Echten Venezianer*innen immer noch erhält.





Einträge zur Situation Covid 19 in Venedig:



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21. Februar 2020

Vorschau 17. Biennale Architektur 2020 - bzw. 2021



Biennale 2019, Ausstellung Vatican: 10 Waldkapellen
 (weiterhin zu besichtigen im Park von
San Giorgio Maggiore)
Terunobu Fujimori



Weitere Terminänderungen von Veranstaltungen
nach vorübergehenden Schließungen

trage ich beim ursprünglichen Termin
kursiv und fett zusätzlich ein.


In 3 Monaten öffnet die 17. Architekturbiennale und hier gibt es einen ersten Blick auf das, was das Biennaleprogramm von Hashim Sarkis und die nationalen Ausstellungen zeigen werden. Nur in der schlichten Form von Links und noch unvollständig, Ergänzungen werden regelmäßig eingetragen. 
Für das kollaterale und synchrone Programm gibt es später eigene Blogeinträge. 


Links Biennale (Direktor Hashim Sarkis und diverse)
(chronologisch: die neuesten Artikel sind unten, bitte scrollen)

Biennale 2019, Ausstellung Vatican: 10 Waldkapellen
 (weiterhin zu besichtigen im Park von
San Giorgio Maggiore)
Terunobu Fujimori

Links zu den Ankündigungen der nationalen Ausstellungen, alphabetisch sortiert


Ägypten
Albanien
-

Argentinien
http://socearq.org/2.0/2019/12/05/concurso-abierto-de-curaduria-y-anteproyecto-arquitectonico-para-la-seleccion-del-envio-oficial-argentino/

Armenien
-

Australien
Bahrain
-

Belgien
https://www.vai.be/en/news/belgisch-paviljoen-biennale-architettura-2020

Brasilien
-

Canada
Katalonien
https://www.e-flux.com/announcements/339810/300-000-km-2catalonia-in-venice-air-aria-aire/

Chile
http://fadeu.uc.cl/noticias/3063-reparacion-liderado-por-emilio-marin-representara-a-chile-en-la-bienal-de-venecia-2020

Dänemark
https://dac.dk/en/press/biennale-2020/
https://dac.dk/en/exhibitions/con-nect-ed-ness/

Deutschland
Dominikanische Republik
http://www.gothicnetwork.org/news/biennale-di-venezia-conexion-della-repubblica-dominicana-

Estland
Finnland
Frankreich
Grenada

Griechenland
-

Großbritannien
Indonesien
http://archinesia.com/indonesia-pavilion-curator-for-venice-architecture-biennale-2020-has-been-announced/

Irak
https://www.safinaprojects.org/ark-re-imagined

Irland
Israel
-

Italien
Japan
Korea
-

Kosovo

Kroatien
https://superstereometric.tumblr.com/post/612338374631702528/dromik-cloud-pergolathe-architecture-of

Kuwait
Lettland
https://www.fold.lv/en/2019/12/nrja-reveals-the-title-and-the-team-of-next-years-latvian-pavilion/

Libanon
Litauen
-

Luxemburg
https://paperjam.lu/article/que-montrera-luxembourg-a-bien

Macau
https://macaunews.mo/opening-of-macau-pavilion-at-biennale-architettura-2020-delayed-report/
Malaysia

Mexico
https://www.mchmaster.com/news/colonia-donceles-selected-for-the-mexican-participation-at-venice-biennale-2020/

Montenegro
Niederlande
Nigeria
https://www.thisdaylive.com/index.php/2020/03/08/peju-alatises-next-move/

Nordic Pavilion
https://www.nasjonalmuseet.no/en/exhibitions-and-events/other-locations/exhibitions/2020/the-nordic-participation-at-the-international-architecture-exhibition--la-biennale-di-venezia-2020/

Nord Korea (15.5.20)
https://asia.nikkei.com/Life-Arts/Arts/North-Korean-art-captures-the-world-s-imagination

Österreich
Pakistan
-

Peru
Philippinen
Polen
Portugal
http://www.porto.pt/noticias/architecture-studio-from-porto-represents-portugal-in-the-biennale-architettura-2020-in-venice

Rumänien
https://www.romania-insider.com/romania-architecture-venice-biennale-2020

Russland

Saudi Arabien
-

Schottland 
https://scottishconstructionnow.com/article/proposals-invited-for-2020-venice-architecture-exhibition

Schweiz
Serbien
https://engnews24h.com/the-future-of-bor-is-in-the-focus-of-winning-work-to-represent-serbia-at-the-2020-biennale-in-venice/

Singapore
https://www.boa.gov.sg/resources/news/singapore_pavillion_open_call_for_participation

Slovenien
https://www.designboom.com/architecture/venice-architecture-biennale-slovenian-pavilion-home-at-arsenale-dekleva-gregoric-05-24-2016/

Spanien
-

Südafrika
-

Thailand
-

Tschechien
-

Türkei
Ungarn
Uruguay
https://www.picuki.com/tag/uruguayanpavilion

USA
Usbekistan
-

Venezia
Venezuela
https://www.interiordesign.polimi.it/progetto/i-padiglioni-dei-giardini-della-biennale-di-venezia-padiglione-venezuela-2-eng/?lang=en

Vereinigte Arabische Emirate
Volksrepublik China
http://www.globaltimes.cn/content/1181986.shtml



Biennale 2019, Ausstellung Vatican: 10 Waldkapellen
  (weiterhin zu besichtigen im Park von
San Giorgio Maggiore)Terunobu Fujimori

Links zu den "Collaterlen Events" und anderen parallelen Ausstellungen
alphabetisch sortiert

Liste der 'Collateral Events' auf der Website der Biennale

Project DOMUS Time Space Existence




 (weiterhin zu besichtigen im Park von
San Giorgio Maggiore)





Architekturbiennale 2021: es geht noch einmal los.
Aufruf der Biennale zu Bewerbungen für 2021.
(Diese Links sind der Titel eines Blogeintrags, den ich demnächst neu anlegen werde, wie immer als Fortsetzungsblog.)


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