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15. März 2021

No Grandi Navi - man darf sich einmischen




Haste mal'n Euro? Oder 10? Oder 20.000?

Die venezianischen Aktionstage im September 2017 folgten einem bürgerlichen Referendum gegen die Durchfahrt der Riesenkreuzfahrtschiffe mitten durch das historische Zentrum Venedig, gegen die Luftverpestung durch ihre Brennstoffe in 9 Monaten des Jahres, gegen die Erosion des Lagunenbetts und der Fundamente der historischen Gebäude durch die Druckwellen der Riesenschiffe. Die Beteiligung der Venzerianer*innen war beeindruckend. Ganz Venedig war auf den Beinen - auf den Fondamente entlang der Zattere und auf dem Wasser, wie im Video von No Grandi Navi zu sehen. 

Am 4.3.21 wurde die Rechnung präsentiert: 20.000 €, zu zahlen innerhalb eines Monats. Das Komitee No Grandi Navi bittet um Unterstützung und hat ein Crowdfunding gestartet (Link erscheint nochmal am Fuss des Blogeintrags). Wer dank ungenutzter Reisekasse ein paar Euro übrig hat, sollte sich nicht lumpen lassen und den Kampf dieser Bürgerinitiative unterstützen.

Der Text des Aufrufs ist italienisch, gefolgt von der englischen Version. Wer keine Zeit hat, das zu lesen, nimmt vielleicht gerne mit der deutschen Google-Übersetzung vorlieb (habe gerade keine Zeit für eine ordentliche Übersetzung und die schrägen Computerformulierungen haben ja auch was): 

WER WIR SIND

Das No Big Ship Committee ist ein seit langem etabliertes Komitee mit Sitz in Venedig. Seit 2012, als das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ vor der Insel Giglio abstürzte und 32 Menschen starben, kämpft das Komitee dafür, dass Kreuzfahrtschiffe die Stadt vollständig auslöschen. Das Hauptziel des Ausschusses ist der Schutz des Ökosystems der Lagune und die Erhaltung seiner Bewohner: Kreuzfahrtschiffe stellen eine enorme Umweltbelastung für die Stadt dar, verschmutzen die Luft und verpfuschen das hydrodynamische System der Lagune.

Wenn Kreuzfahrtschiffe durch den Giudecca-Kanal fahren, bewegen sie den Meeresboden, was die bereits bestehenden Schäden durch Bergbau und Senkung verschlimmert: Jedes Mal, wenn ein Kreuzfahrtschiff nach Venedig einfährt, sinkt die Stadt buchstäblich.

Während dieser neunjährigen Aktion hat das Komitee zusammen mit Tausenden von Menschen Hunderte von Protesten aufgebaut, und sein Kampf wurde in ganz Europa als Beispiel für den Widerstand einer der fragilsten westlichen Städte angeführt. 

DIE FAKTEN 2017 

Im September 2017 organisierte das Komitee nach einem vom No Grandi Navi Committee organisierten Volksentscheid, bei dem 20.000 Menschen in Venedig gegen Kreuzfahrtschiffe stimmten, zwei Tage Kampf und Debatte zusammen mit allen Umweltkomitees aus ganz Italien und Europa.
Am Ende des zweiten Tages nahmen Tausende von Menschen an der vom Ausschuss veranstalteten Demonstration teil. Die ganze Stadt war dort, am Ufer und auf dem Wasser, segelte mit kleinen Booten, forderte die großen Schiffe auf, die Lagune von Venedig für immer zu verlassen, und genoss die Musik und die Kunst, die von einer großen schwimmenden Bühne kamen. Um die Aktivisten aufnehmen zu können, die kein Boot besaßen, mietete das Komitee einige größere Mittel.
Drei Jahre später wurden die Leute, die diese Boote an diesem Tag steuerten, durch einen enormen Zahlungsauftrag erreicht. 

DIE FAKTEN 2021

Am 4. März 2021 teilte der Hafenkapitän von Venedig sieben Aktivisten des Comitato No Grandi Navi sieben Zahlungsaufträge über einen Gesamtbetrag von 14.000 € mit, der innerhalb von 30 Tagen zu zahlen war. Zu dieser Geldsumme müssen 6.000 € für Anwaltskosten hinzugefügt werden.

Was werden den Aktivisten vorgeworfen? Ihre Schuld liegt darin, dass sie während einer Demonstration im Jahr 2017 Boote gesteuert haben. Dies war eine der vielen Aktionen des Komitees, als die "Barchini" (die kleinen privaten Boote) dem Leviathan-Kreuzfahrtschiff gegenüberstanden.

Diese Art von Aktionen kommt immer aus dem Willen, Venedig, seine Lagune, seine Umwelt und sein Leben gegen die Interessen großer multinationaler Kreuzfahrtunternehmen zu retten. An diesem Tag ereignete sich keine Gewalt. Es gab nur eine große Menge von Venezianern, viele Boote und eine schwimmende Bühne, die Musik und Worte der Hoffnung für die Zukunft der Stadt verbreitete. Die große Beteiligung von Menschen und Booten verzögerte die Überfahrt großer Schiffe, die wahrscheinlich zu beschämend waren, um den Hafen zu verlassen und sich dem Zorn Tausender Bürger zu stellen.

Diese hohe Geldstrafe ist ein weiterer Versuch, den Kampf des Komitees zum Schweigen zu bringen, da Klage und Polizei nicht genug zu sein schienen. Schlimmer noch, die Geldstrafe kommt mitten in einem Studium, in einer Zeit, in der es an Arbeit mangelt und die üblichen selbstfinanzierenden Aktivitäten schwer einzurichten sind. Darüber hinaus ist das Ziel der Geldbuße der jüngste Teil des Komitees, der großzügigste und aktivste, aber auch der prekärste und finanziell fragilste.

Dies ist eine echte administrative Rache, die in einem ganz bestimmten Moment stattfindet. Es ist genau die touristische Monokultur, die die Hauptursache für die enormen Auswirkungen von COVID19 auf Venedig ist. Für viele Menschen, die in Venedig leben, ist Pandemie ein Synonym für Wirtschaftskrise, und darüber hinaus ist dies eine Zeit, in der wir unsere traditionellen Selbstfinanzierungsaktivitäten nicht in Gang setzen können.

Aus all diesen Gründen haben wir ein Crowdfunding gestartet. Weil Dutzende kleiner Boote die Riesen des Meeres aufhalten können, können uns Tausende kleiner Spenden helfen, auf eine so große Ungerechtigkeit zu antworten. Wir brauchen die Hilfe aller, um weiter für Venedig zu kämpfen und unsere Stadt vor Spekulanten zu retten. Wir wollen, dass Venedig denen gehört, die darin leben, und denen, die sie lieben!

 

Aiutaci a difendere Venezia-
Sostieni il Comitato No Grandi Navi

Hilf uns Venedig zu verteidigen -


Möglichst bald! Bis jetzt wurden 6.240 € gespendet, noch bleiben 31 Tage um sich mit einer Spende in die Sache einzumischen. Wenn wir schon weiterhin auf einen Besuch in der schönsten Stadt verzichten müssen...!


Ergänzung 19.3.
NoGrandiNavi plant eine Auktion zur Finanzierung des Strafbescheids. 

Ergänzung 21.3.
Das Büro von NoGrandiNavi am Campo S. Maria Formosa ist wieder geöffnet. Es können auch da Spenden abgegeben werden. 

NZZ: Venedigs Umweltaktivisten droht eine Busse von 20.000 Euro

Ergänzung 24.3.
4 neue Strafzettel sind unerwartet eingetroffen: bitte Geldbeutel noch mal aufmachen!

Ergänzung 8.4.
Die Fundraisingkampagne war ein Riesenerfolg. Siehe Tweet unten.

40.631 TIMES THANK YOU! We expected solidarity, but didn't expect magic. We reached an incredible amount, and we will keep what exceeds as treasury for activists' legal defend. Thanks everybody for the solidarity! Read the full statement at facebook.com/67850318558048

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5. April 2021

Kreuzfahrtschiffe aus Venedig verbannt...! Ach was...?!


Hatten wir das nicht schon mal? Schon mehrmals? 2013 wurden Schiffe über 96.000 Tonnen aus dem Giudeccakanal "verbannt", die Entscheidung gerichtlich wieder zurück genommen. 2017 versuchte es eine andere (der häufig wechselnden italienischen) Regierungen mit dem Vorschlag, große Schiffe aus dem Canale della Giudecca zu "verbannen" und nur noch in Marghera docken zu lassen - woran sich niemand hielt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die internationalen Medien brav eine Pressemitteilung verbreiten, in der die "Verbannung" der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig angekündigt wird. Bis auf wenige Ausnahmen machen sich Journalist*innen nicht die Mühe, die Quellen dieser Information zu prüfen.


Zuletzt habe ich dazu im Feburar 2018 geschrieben: 
"Wenn die Tagesschau entwarnt..."
und mir dann das Thema einstweilen geschenkt.


Jetzt wirbeln die internationalen Medien erneut und verkünden die "Verbannung" der Schiffe aus Venedig und den Bau einer Kreuzfahrtstation außerhalb der Lagune, ja sogar Offshore! Wer hofft, auch nach der Covid-Pause der Kreuzfahrtindustrie "keine Riesen mehr in Venedig" sehen zu müssen, täuscht sich wieder einmal bzw. wird wieder einmal vom Mediengeschwätz getäuscht.

Hier ist die Basis dieser Medienmeldungen, der Text des Erlasses des Ministerrates vom 31.3.2021 (scrollen, 2. Absatz "Trasporto Marittimo": 

TRASPORTO MARITTIMO
Disposizioni urgenti in materia di trasporti e per la disciplina del traffico crocieristico nella laguna di Venezia (decreto-legge)
Il Consiglio dei Ministri, su proposta del Presidente Mario Draghi, del Ministro delle infrastrutture e della mobilità sostenibili Enrico Giovannini e del Ministro della cultura Dario Franceschini, ha approvato un decreto-legge che introduce disposizioni urgenti in materia di trasporti e per la disciplina del traffico crocieristico nella laguna di Venezia.
Per contemperare le esigenze di tutela del patrimonio artistico, culturale e ambientale di Venezia e quelle legate allo svolgimento dell’attività crocieristica e al traffico merci, il decreto prevede l’indizione, da parte dell’Autorità portuale del Mare Adriatico settentrionale, di un concorso di idee, volto a raccogliere proposte e progetti di fattibilità tecnica ed economica per la realizzazione di punti di attracco utilizzabili dalle navi adibite al trasporto di passeggeri superiori a 40mila tonnellate e dalle navi portacontenitori adibite a trasporti transoceanici.
Il testo prevede poi misure atte a garantire la mobilità delle persone e la circolazione delle merci su tutto il territorio nazionale, attraverso la proroga dei collegamenti marittimi con Sardegna, Sicilia e isole Tremiti svolti in regime di servizio pubblico, per il tempo necessario a consentire la fine delle procedure di gara e, in ogni caso, fino al 31 maggio 2021. Infine, il decreto proroga di 3 mesi (dal 31 marzo al 30 giugno 2021) l’entrata a regime del documento unico per la circolazione dei veicoli iscritti al Pubblico Registro Automobilistico (PRA). Lo slittamento consente di perfezionare le procedure telematiche relative ai veicoli adibiti al trasporto delle merci e agli autobus, sottoposti a particolari normative di settore, e di completare la fase di rodaggio di tutte le procedure.

Übersetzung:
"Dringende Bestimmungen zum Verkehr und zur Regulierung des Kreuzfahrtverkehrs in der Lagune von Venedig (Gesetzesdektret).
Auf Vorschlag des Präsidenten Mario Draghi, des Ministers für nachhaltige Infrastruktur und Mobilität Enrico Giovannini und des Kulturministers Dario Franceschini genehmigte der Ministerrat ein Gesetzdekret, das dringende Bestimmungen zu Verkehr und zur Regulierung des Kreuzfahrtverkehrs in der Lagune von Venedig enthält.
Um die Bedürfnisse des Schutzes des künstlerischen, kulturellen und ökologischen Erbes Venedigs und des Schutzes von Kreuzfahrten und Güterverkehr in Einklang zu bringen, sieht der Erlass vor, seitens der Hafenbehörde der nördlichen Adra einen Wettbewerb auszurufen um Ideen zusammen zu tragen, die darauf abzielen, Vorschläge und Projekte von technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit für den Bau von Liegeplätzen zu sammeln, die von Schiffen für die Beförderungen von Passagieren über 40.000 Tonnen und von Containerschiffen für den Transozeantransport verwendet werden können.
Der Aufruf zielt auch auf Maßnahmen, die die Mobilität von Menschen und Warenverkehr im gesamten Staatsgebiet durch die Ausweitung der Seeverbindungen mit Sardinien, Sizilien und den Tremiti-Inseln für die Zeit gewährleisten, die für die Dauer des Verfahrens erforderlich ist, das auf jeden Fall am 31.5.2021 schließt. Schließlich verlängert der Erlass das Inkrafttreten des einheitlichen Dokuments für den Verkehr von  im Öffentlichen Automobilregister (PRA) zugelassenen Fahrzeugen um drei Monate (vom 31. März bis 30. Juni 2021). Der Beleg ermöglicht es, die Telematikverfahren für Fahrzeuge, die für den Transport von Gütern und für Autobusse verwendet werden, unter Berücksichtigung besonderer Branchenvorschriften zu verbessern und die Einführung aller Verfahren abzuschließen.



Es geht bisher nur um die Ausschreibung von Projektanträgen zur wirtschaftlichen und technischen Entwicklung von Hafenanlagen für Kreuzfahrtschiffe über 40.000 Tonnen und Containerschiffe für den Tranzozeantransport. Eine Absichtserklärung, mehr ist das noch nicht. Auch wenn für die Ausschreibung 2,2 Millionen € zur Verfügung stehen. Das Ergebnis und weitere Entscheidungen bleiben abzuwarten!


Es gibt bereits vorhandene Vorstellungen (erstaunliche, finde ich Ahnungslose!) wie nach dem Dekret von 2017 von Venezia Today vorgestellt; oder Porto Offshore Venezia, vorgestellt in Leipzig 2014; oder eine Nummer kleiner Seingim; oder das ebenfalls seit 2014 existierende Projekt von Duferco, das schon 2001 als Ergänzung der M.O.S.E.-Anlage in der Lidoeinfahrt präsentiert wurde. Die Kreuzfahrtdocks nahe Punkta Sabbioni können in 3 Jahren fertig gestellt sein. Das Projekt hatte bisher gegen die nach dem Erlass von 2017 von Stadt- und Regionalregion durchgesetzten und jetzt praktisch fertig gestellten Docks in Marghera keine Chance. Duferco vermarktet das elektrisch angetriebene Transportsystem für Kreuzfahrer innerhalb der Lagune "Venis Cruise" als kleine Lagunenkreuzfahrt; siehe dazu auch Artikel in der Nuova vom 2.4. "Scalo Duferco a San Nicolò Poi in laguna solo con motori elettrici". Ob der bisherige Plan für die Nutzung durch Schiffe des Transozeantransports geeignet wäre oder angepasst werden könnte, bliebe abzuwarten.

Von Technik und Finanzierung verstehe ich nichts, von Calls und Ausschreibungen etwas mehr und von der Dauer von Auswahlverfahren, von Genehmigungsprozessen, inkl. EU-Projekten, die sich in dieser Größenordnung über Jahre hinziehen. In denen zusätzlich die nationale, regionale und lokale Politik durch Wahlen mit neuen Akteur*innen ausgestattet werden könnte - mit welchen Auswirkungen? Da kann man viel befürchten, ohne grundsätzlich pessimistisch zu sein.

Die "vorläufigen" Docks für Kreuzfahrtschiffe, die finanziert und in Marghera gebaut wurden, erwartet die Kreuzfahrtindustrie schlüsselfertig, wenn sie "nach" der Covid Pandemie (wann?) wieder ins Geschäft einsteigt. Werden Arbeit und Kosten für die erforderliche Kanalvertiefung vor Marghera, den Bau von Docks und Passagierterminals, die einzurichtenden Transportmittel zu Wasser und Land für Passagiere etc. einfach abgeschrieben, wenn ein neuer Hafen außerhalb der Lagune tatsächlich in Gang käme - "Verschwendung" für vielleicht 5 Jahre Betriebsdauer? Oder würden die Betreiber des Port of Venice nicht alle Register ziehen (42.000 Arbeitsplätze, Strukturwandel in Marghera, Beherbungsindustrie in Mestre etc.) um diesen Standort zu erhalten? In dessen Infrastruktur derzeit 41 Millionen fließen?! Geht es nach den Entscheidern aus Wirtschaft und Politik, bleibt alles wie es ist. 

"Dies ist die bevorzugte Hypothese der Region, der Lega, der Hafenbetreiber und der Stadt. 'Ich bleibe beim Kanal Vittorio Emanuele für die Linie Petroli-Margher und Marittima' sagt der Regionalpräsident Luca Zaia, 'es ist das Einfachste: so entfernen wir die Schiffe von San Marco und behalten die Marittima'. Gleiche Linie wie der Bürgermeister Luigi Brugnaro. Gestern zog er es jedoch vor, den Regierungserlass nicht zu kommentieren, obwohl der heute mit Minister Enrico Giovannini darüber gesprochen hatte."
(La Nuova 2.4. "Grandi navi, concorso d'idee dai tempo lunghi. Intanto il terminal crociere andrà a Marghera".)

Wie sich die Ideensammlung für die neuen Kreuzschifffahrtsdocks auch entwickeln wird: weiterhin, "vorläufig", fahren kleinere Schiffe durch die Stadt, sehr große Schiffe durch dieEinfahrt von Malamocco durch die Lagune. Ästhetisch wird das eine Verbesserung sein, aber die Fragen des Umweltschutzes für die Lagune, des Denkmalschutzes für die Stadt, der Gesundheit der Bewohner*innen, des Welterbes für uns alle, bleiben stehen wie bisher. 

Wir reden wahrscheinlich in einigen Jahren wieder über die "Verbannung" der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig, vor welchem Hintergrund auch immer. Wollen wir hoffen, dass dann die Verbannung tatsächlich stattfindet und der jahrelange Einsatz venezianischer Bürgerinitativen erfolgreich war.


Ich füge als Ergänzung (vor allem für mich selber) Artikel an, die nach der Veröffentlichung dieses Eintrags am 5.4. erschienen und interessante, erweiterte Aspekte bringen. 

5.4. ytali. Grandi Navi fuori della laguna. Definitivamente e immediatamente
6.4. Italia Nostra La soluzione è imporre navi più piccole alle compagnie di navigazione
6.4. ytali. Fuori le Grandi Navi. Per restare dentro la Laguna
6.4. UNESCO Large cruise ships banned from entering Venice lagoon

💥


Oha. Das ging schneller als erwartet! Nach 2 Wochen ist die Verbannung schon wieder vorbei.

15.5. La Nuova Grandi navi, tornano le MSC in Marittima e a Marghera und Due grandi navi in Bacino San Marco
Im Juli fahren MSC Orechstra und MSC Magnifica wie gewöhnt durch das Bacino, vorbei am Palazzo Ducale und S. Giorgio Maggiore, um ebenfalls wie gewöhnt in der Marittima festzumachen. Weil die "Übergangslösung" des Kreuzfahrthafens in Marghera noch nicht ganz fertig ist. Was soll man machen...? Es bleibt wie gewöhnt alles beim Alten in Venedig.

16.6. CNN Cruise ships head back to Venice despite ban

17.4. Il Fatto Quotidiano Venezia, il governatore Zaia annuncia il ritorno delle crociere (Mehr als eindeutig, dass Regional- und Stadtregierung nicht im Traum an die Verwirklichung der Verordnung der Minister denken.)

19.4. Huffpost Un cavillo riporta le Grandi Navi a Venezia, in attesta di "nuove idee" (Hier die  juristische Begründung der aktuellen Situation nach dem Ministererlass)

22.4. La Nuova Grandi navi a Venezia, stop dal Senato. "Lo scavo del canale è una provocazione"

24.4. Venezia Today Crociere: ecco le offerte per il terminal canale nord, sponda nord, a Porta Marghera (Als hätte es den Ministererlass nie gegeben.)

29.4. The Art Newspaper Has Venice really banned cruise ships? It appears not.

29.4. AgCult DI Venezia: via libera Senato, testo ora alla Camera. Sehr gut. Der Senat hat den Ministererlass mit 168 Stimmen, keinen Gegenstimmen und 26 Enthaltungen passieren lassen. Jetzt kommt die Sache vielleicht langsam, langsam in die Gänge...?

8.5. CNN The truth about cruise ships in Venice


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10. August 2020

Mehr zur Zukunft Venedigs - Gedanken, Vorschläge, Projekte, Kritik, Dys- und Utopien


Fortsetzung des Eintrags 


Der Eintrag wurde am 30.7.2020 beschädigt (die meisten, aber nicht alle, Links gelöscht). Die Rekonstruktion wäre nur teilweise und mit viel Zeitaufwand möglich, weg ist weg. Ich lösche den Eintrag nicht, auch verstümmelt bleiben die erhaltenen Texte interessant.
Hier geht die Linksammlung also erstmal weiter als wäre nichts passiert... als Archiv für mich und für Menschen, die Zeit haben zu lesen.



👇


20.5. City Lab When the Cruise Ships Stop Coming (Artikel wiedergefunden)

9.7. We Are Here Venice Whose City is it Anyway? (Artikel wiedergefunden)



4.8. La Nuova San Marco, lastre di vetro anti Acqua alta

5.8. Blog Leben in Venedig Venezianer proben den Aufstand

7.8. La Nuova Nasce l'autorità per gestire laguna per gestire laguna e Mose
* dazu ein Tweet

7.8. Luminosi Giorni Shaul Bassi: my city in the next 5 years

7.8. Springer Link Resiliance and transformation of heritage sites to accomodate for loss and learning in a changing climate

9.8. La Nuova Biennale di Venezia, 20 milioni di Mibactper ampliare gli spazi dentro l'Arsenale 

10.8. Futurism New Climate Paper: Maybe Let's Venice Sink?

10.8. North Carolina State University Landmarks Facing Climate Threats Could 'Transform' Experts Says

11.8. Nordest Economia Crociere, anche Costa sceglie Trieste come home port per i viaggi di Adriatico

11.8. Ytali. Luigi Brugnaro. Ti xe 'na crose

11.8. Cruisetricks Streit zwischen Kreuzfahrt-Gegnern und -Befürwortern erneut entbrannt 12.8. La Repubblica Venezia senza crociere per tutto il 2020

12.8. Phys Org Venice nurtures its lagoon back to health

13.8. The Guardian Venice activists plan a party after two tour operators pull out

13.8. Forbes No Cruise Ships in Venice: Environmental Victory Or Economic Blow?


14.8. Ytali. Brugnaro. Venezia non può più essere affar suo (1)
14.8. Ytali. Brugnaro. Venezia non può più essere affar suo (2)

14.8. Ytali. Venezia: primum habitare


17.8. ZDF Steigende Pegel - Wenn das Wasser kommt. In der Mediathek verfügbar bsi 18.8.2021

20.8. Petra Reski, Wähler*inneninitiative terra e acqua:  SPENDENAUFRUF zur Unterstützung des Wahlkampfes

27.8. Campaign For A Living Venice UNESCO to Venice: stop the exodus of residents

27.8.-5.9. Cinema Galleggiante "Acque sconociute" schwimmendes Kino "unbekannte Wasser" am Ufer der Giudecca. Toll. Das ist die 2. Sommerveranstaltung für Einheimische nach den Filmabenden im Arsenale, wo die Zuschauerinnen in eigenen Booten vor der Leinwand festmachten. Hier gibt es sowohl Anlegeplätze für private Boote als auch Pontons, auf denen Zuschauer*innen Platz nehmen können, die kein eigenes Boot haben. Anmeldung ab heute Abend möglich und unverzichtbar. Plätze, sortiert nach Familien (oder Freundesgruppen, nehme ich an) werden zugeteilt. Touristenfreie Kulturangebote (derzeit natürlich unter Beachtung aller Covid-Vorsorge-Regeln) sind ein guter Schritt auf dem Weg zur Erneuerung des Bürgergefühls der Venezianer*innen, denke ich. 28.8. Hier zu sehen. Kleiner Bericht von RAI.




28.8. Corriere della Sera Venezia, "sì alle crociere" il grido degli operatori in bacino San Marco.

30.8. Campaign for a Living Venice Venice. The harbour front.

30.8. ytali. Open letter to Candidates fpr Mayor of Venice. (Text von David Landau, Gründer der wunderbaren Stanze del Vetro.)

31.8. La Nuova Basilica sott'acqua, ieri nuova alta marea: i Progetti di difeso sono ancora bloccati. Am 4.8. war die Schlagzeile der Nuova noch ein wenig hoffnungsvoller: San Marco, lastre di vetro anti acqua alta. La Salvaguardia dà il via libera al progetto per Venezia. Die Bürokraten*innen sind beschäftigt mit klugscheißen, San Marco säuft ab.

3.9. ZDF Metropolen in Gefahr: Venedig gegen die Gezeiten. In der Mediathek verfügbar bis 17.9.2021

9.9. SNPA Sistema Nazionale per la Protezione dell'Ambiente: Acqua dolce a Venezia per ripopolare la Laguna di spezie ittiche e ucelli. Umweltprojekt gegen die übermäßige Versalzung der Laguna Nord zum Erhalt der Artenvielfalt.
11.9. ytali. Un piano di contrasto al cambiamento 

20.9. La Nuova Movida, come se non ci fosse il Covid. (Movida=Nachtleben). Schlechte Zukunftsaussichten, trotz weniger Tourist*innen...

21.9. Metropolitano.it Case turistiche affittateagli studenti: l'accordo funziona. Der Plan, Ferienwohnungen, die mangels Touristmus derzeit nicht den üblichen rasenden Gewinn generieren können, werden neuerdings über die Website Appartamenti per studenti a Venezia zu angemessenen Mieten Studierenden überlassen. Auch wenn wir nicht alles glauben, was in der Zeitung steht, scheint es doch voran zu gehen...!

22.9. Venezia Today Ca'Foscari si amplia: investimente da 160 milioni per il Campus di Mestre e San Giobbe. Die Universität Ca'Foscari empandiert weiter räumlich, wissenschaftlich und international.


30.9. La Nuova "Piazza San Marco "si sgretola", chiusi i negozi Veneni e Pagan". Die ersten Luxusgeschäfte der Piazza San Marco schließen, da venezianische Vermieter trotz Corona auf ihren Luxusmieten bestehen. Der Gazzettino sieht die Hälfte der Geschäfte und Hotels bedroht bzw. zum Kauf angeboten und "die Albaner" in Bereitschaft, zu übernehmen.



Öffentlichkeitsaktion zur massenhaften 
touristischen Vermietung privaten Wohnraums
(2. Detail) Quelle R.W.




8.10. La Nuova D'Incà e la ricostruzione dopo gligli scandali: "Sul Mose abbiamo voltato pagina. Basta con gli amici degli amici."  Jajaja, dein Wort in Gottes Ohr. Oder welche Ohren auch immer.



21.10. Metropolitano.it Plateatici a Venezia: pronta la proroga fino dicembre. Verlängerung und vor allem Erweiterung der Außengastronomie bis Dezember.



2.11. La Gazzetta Italiana Balancing Venice and Tourism


4.11. Comune Venezia La Giunta approva la delibera per l'ampliamento di videosorveglianza. Die Videoüberwachung wird verstärkt, im sozialen Brennpunkt Mestre, aber auch in Venedig in den Straßen des "Nachtlebens".
















11.12. Metropolitano.it Venezia riparte da artigianato, commercio e enogastronomia. Bericht über die neue Website Venice Original Travel






















25.12. domus The Rialto Market, from being at the center of the world to an uncertain present Interview mit der Autorin Donatella Calabi



3.1.2021 ytali. A che servono i musei?

4.1. Unterwegs in Venedig Keine Böller, aber ein großer Knall

















22.1. Unterwegs in Venedig Anwesenheiten - Abwesenheiten Kunst in leeren Schaufenstern geschlossener Geschäfte.











19.2. Universität Ca'Foscari Projekt "Venisia" 



25.2. Financial Times Can Venice reinvent itself?

















































21.5. Bauwelt 10/21 Locktown Venedig 

21.5. Financial Times Venice - a place for us?























22.7. ytali. Dopo la pandemia









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