30. Mai 2020

(Wie) kann es weitergehen mit Venedig?

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Aus der menschenleeren Zeit. Quelle: Skyline

Es wird noch lange dauern, bis wir Venedig wieder besuchen können. Wann, unter welchen Bedingungen und Risiken, ist noch völlig unklar - ich gehe davon aus, dass es 2020 nichts mehr wird und habe meine Pläne für den Herbst abgesagt. Die Aufrufe in den Medien mehren sich, nicht zum bisherigen 

Ob die Bemühungen, befristete Mietverträge für Studierende zu erreichen in den vielen Häusern und Wohnungen des touristischen Wohnungsmarktes erfolgreich sein werden? Oder ob die frustrierten Eigentümer*innen auf die Kaufangebote chinesischer Agenturen eingehen, die in den letzten Monaten in der Stadt die Runde machen (Adressen sind leicht dem www zu entnehmen)? Lieber eine Summe in der Hand als regelmäßige hohe Mieteinnahmen, die seit 1/2 Jahr komplett ausbleiben und vielleicht nie mehr zu realisieren sind? Dass damit vielleicht nicht nur kleine Bars und Restaurants, sondern auch der Immobilienbesitz (wie in Mestre) immer mehr in chinesische Hände gelangt und die Abwanderung der Einheimischen weiter geht?

Ob die Förderung des

Ob die bisherigen Versuche der

Oder ob vielleicht bereits im Herbst die Stadt wieder voll ist mit Reisegruppen, die ahnungslos hinter den Fähnchen der Stadtführer*innen tappen, ohne Erklärungen einordnen zu können, was aber nichts macht, denn sie kommen sowieso nicht um zu sehen und zu hören, sondern um zu fotografieren? 

Ob weiter das

Ob "Hygienekonzepte", Regeln und Verordnungen kein Thema mehr sind, sobald die Existenzangst Hoteliers, Wohnungsvermieter*innen, Laden-, Kneipen-, Restaurantbetreiber*innen nicht mehr ganz so nackt droht? Bis zur nächsten Pandemie oder zum nächsten Hochwassersturm?

Denn selbst wenn die Venezianer mit viel Angst, aber  "Andrà tutto bene" und "Duri i banchi!

Ich verlinke hier fortlaufend Meinungen, Vorschläge und Initiativen zum künftigen Venedig nach dem katastrophalen Hochwassersturm am 12.11.19 und der in Venedig niemals zuvor erlebten Erfahrung, völlig frei von Besucher*innen zu sein. Pragmatische, utopische, gefühlsbetonte - was ich in Zeitungen, Newslettern, Social Media an Interessantem finde. Vielleicht kann man im Laufe der Monate nachlesen, wie gute Absichten krachend scheitern oder zur vorläufigen Rettung Venedigs beitragen.





13.3. Süddeutsche Zeitung

19.4. ytali. 

24.4. Campaign For A Living Venice: 

27.4. 

28.4. ytali. 

28.4. ytali. 

28.4. ytali. 

29.4. The Art Newspaper 

30.4. ytali. 

30.4. The Architect's Newspaper 

30.4. RAI 

1.5. ytali. 

2.5. Elle Italia 

2.5. Institut of Radical Imagination 

6.5. 

7.5. Zur 

8.5. Forbes 

10.5. Es werden künftig sicher auch neue Konzepte für Besichtigungen entwickelt werdenDie lizensierte Stadtführerin Luisella Romeo hat schon einmal mit virtuellen Führungen in Venedig angefangen. Für die anstehenden Termin nach unten scrollen. Dauer 1,5 Std., Beitrag pro Person 35 €. Am Montag, 16.5. findet eine virtuelle Führung durch das Ghetto statt, in einer kleinen Gruppe, damit während der Tour alle Fragen der Teilnehmer*innen beatnwortet werden können.

10.5. Innovation Origins "

11.5. 

13.5.
Inside Climate News 

14.4. ytali. 

15.5. ytali. 

16.5. Huffpost 

18.5. LA Times 

19.5. Monopol 

19.5. The World 

21.5. Isole 24ore 

25.5. ytali. 

28.5. Rossi Writes 

29.5. FAZ

29.5. Expats Blog

29.5. Ateneo Veneto

30.5. The Guardian

30.5. Tourismusindustrie sowie fast würdelosem Betteln des Bürgermeisters in den Medien, Gäste mögen doch schnell und massenhaft wiederkommen, erscheinen die ersten Besucher*innen am langen Pfingstwochenenende! Keine Ausländer*innen, sondern Leute aus dem Veneto, die die Gelegenheit nutzen wollen, das leere Venedig (vielleicht überhaupt zum ersten Mal) zu besuchen. Deren Budget keineswegs den venezianischen Preisen angemessen ist, sie bringen also Tagesausflugsfutter mit. Und sofort erheben sich abwertende, ablehnende Kommentare der Bevölkerung, die die "Qualität" dieser Besucher*innen bemängeln. Welche Arroganz! Wieder einmal zeigt sich die venezianische Auffassung, dass die Aufgabe der Tourist*innen ist, 1. spürbar zum Wachstum der Tourismusindustrie beizutragen; 2. den Unterhalt der Bevölkerung großzügig zu gewährleisten; 3. unterwürfig "Respekt" zu zollen und sich jedweder Anweisung unterzuordnen. Respekt ist keine Einbahnstraße. Er funktioniert reziprok. Der Post-Covid19-Tourismus muss freundlicher und rücksichtsvoller werden in beide Richtungen, für alle Beteiligten. Siehe auch Eintrag 18.7.17 "Respekt" Kampagne in Venedig. Siehe auch meinen 

30.5. ytali.

31.5. La Nuova "
Schon am Montag, 1.6. werden 2 Menschenketten gebildet, an den Gasometern in Castello gegen die

31.5. La Nuova Baratta:

1.6. ytali.

1.6. ytali.

2.6.

3.6. NY Times

4.6. Wir Tourist*innen werden um unsere Meinung gebeten. Vielleicht hilfts!

6.6. La Nuova
Die erste Reaktion auf den Aufruf von Paolo Baratta (siehe 31.5.) Die Idee klingt toll, ich füge den kurzen Text deshalb in Google-Übersetzung ein:
VENEDIG. Paolo Baratta lud die Venezianer ein, mit mutigen Ideen an der Ausschreibung substanzieller europäischer Mittel teilzunehmen, um eine Zukunft für die Stadt wieder aufzubauen. Ein erstes Projekt, das nach Brüssel gebracht werden soll, ist die Umwandlung Venedigs in eine kohlenstofffreie Stadt (ohne fossile Brennstoffe). Die beantragte Finanzierung im Einklang mit dem umweltfreundlichen neuen Abkommen der Europäischen Kommission würde die Umstellung von Elektrizität auf Lagunentransport und gleichzeitig die Neugestaltung der Schiffsrümpfe zur Eindämmung von Wellenbewegungen unterstützen. Diese Innovationen würden fortgeschrittene Fähigkeiten aktivieren, die in der Lage sind, einer Vielzahl von Fachleuten Arbeit zu geben, und ein innovatives Schiffbaubezirk schaffen, dessen natürlicher Standort sich in den Räumen des alten Arsenale befinden könnte. Im selben Arsenale sollte sich auch die Cinelaguna befinden, ein Projekt zur Theatergestaltung für Fernseh- und Filmproduktionen, das eine Referenzbasis für die Filmindustrie darstellt, die bisher in Venedig eine Aktivität der unübertroffenen städtischen Bühne des Internationalen Festivals gesehen hat. aber kein wirklicher kreativer und produktiver Prozess.

9.6. FAZ Venedig ahoi:

11.6. ytali.

14.6. PETITION zum Schutz der Düne von Alberoni an der Spitze des Lido, die verstärkt für touristische Zwecke und Infrastruktur genutzt werden soll. Auch Nicht-Venezianer*innen können den Aufruf unterschreiben. Bitte! Website der Düne von Alberoni. Mehr in deutscher Sprache. Youtube zum Naturschutzgebiet Düne von Alberoni.


18.6. Campaign For A Living Venice 

18.6. Cruise Critic

18.6.

19.6. Matropolitano

19.6. Guardian

19.6. Metropolitano.it

23.6. dezeen

23.6. Atribune

23.6. Gingko Film

24.6. Arte Journal

24.6. La Nuova Sessanta ombrelloni per salvare l'estate, così Piazza San Marco cambierò aspetto Die schlimmsten Befürchtungen werden wahr: die Piazza San Marco wird zur Strandcafèmeile mit 60 quadratischen Sonnenschirmen. Damit die Einnahmen des Sommers gerettet werden. Boykott!   


25.6. Metropolitani.it

26.6. Bürgerinitiavie "

26.6. Wähler*inneninitiative "

26.6. VeneziaToday

26.6.
Stadt Venedig: Der Parkplatz

29.6.
Equal Times

30.6. 
Artribune

1.7.
Antenna Tre

1.7.
ytali.

2.7.

2.7. New York Times

5.7. CBC

5.7. ytali.

14.7. ytali. 

16.7. FAZ
17.7. La Nuova

17.7. We are here Venice: Bericht der Studie "Whose City is it Anyway?"

20.7. ytali.

21.7. Metropolitano.it

22.7. Die Gondolieri passen ihre Arbeitsbedingungen an die Preise an:   Dazu auch The Guardian 21.7.:

23.7. Tourist*innenfreies Sommervergnügen in Venedig: 28.7.-1.8. Barch-in. Das erste venezianische Drive-in Kino, mit Aperitiv gesponsort von der Firma Campari, ein sommernächtliches Vergnügen nur für Einheimische (da Normaltourist*innen keine Barche haben). Website der Veranstaltung mit allen Informationen. Und etwas mehr dazu, und Gute Unterhaltung den Venezianer*innen!

23.7. La Nuova

30.7. RAI


Ergänzungen folgen.





Einträge zur Situation Covid 19 in Venedig:

30.5.20 
3.5.20 
16.4.20 
29.3.20 
27.3.20 
22.3.20 
17.3.20 
15.3.20 
24.2.20 

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