25. April 2021

Architektur 2021 - Biennale in Zeiten der Corona

 

Alle Fotos von den Previewtagen der Biennale 2016

In weniger als einem Monat öffnet die 17. Architekturbiennale, verschoben von 2020 auf 2021. Zu einem Zeitpunkt, als nicht Wenige glaubten, im Herbst (2020) sei die Pandemie gefrühstückt, war das eine realistische Entscheidung. Jetzt, mitten in der sogenannten 3. Welle, die in Europa nicht unter Kontrolle ist und auf anderen Kontinenten rasend Todesopfer fordert, spottet die Realität der scheinbar langfristigen Planung.

Denn wie kann eine Biennale gehen unter diesen Bedinungen? Reisebeschränkungen auf Kontinent-, Staaten-, Regionenebenen, in Venedig geschlossene Hotels und Gaststätten (z. T. für immer), gut geplante aber z. T. auch nur gut gemeinte Hygienekonzepte. Medien, die sich bisher abwartend zurückhalten, Social media Nutzer*innen, die  bedachtsam bis bedauernd ihre Teilnahme in Frage stellen und absagen. 

Werden die üblichen 3 Previewtage für Medienvertreter*innen und Menschen, die warum auch immer "very important" sind und der Rummel, der mit diesen Tagen verbunden ist - Parties, Vernissagen, Meetings, Häppchen, Alkohol - stattfinden? Oder werden sie komplett ersetzt durch das ausgezeichnete Projekt "Biennale Sneak Peak", das seit einigen Monaten auf der Biennale-Website wächst und gut über Nationenausstellungen und eingeladene Teilnehmer*innen informiert und auch zum ersten Mal akkustische Beiträge bietet? Vielleicht entwickeln sich - je nach Besucher*innenzuspruch im Laufe der 6 Biennalemonate mehr virtuelle Angebote aus den 63 nationalen Auftritten (siehe unten), aber auch aus den 17 kollateralen Veranstaltungen

Ergänzung 16.5.:

Dieser Wunsch scheint nicht ganz uberechtigt: Am 22.5. geht mit der Eröffnung der Biennale die Webseite "Biennale Pavilions online" ins www, die auch online Zugriff auf Veranstaltungen der beteiligten (nicht allen 61!) Ausstellungen ermöglicht.

Außerdem haben sich die Kurator*innen einiger Länderpavillons zu einem ähnlichen Angebot zusammengetan: "Curators Collective", das ebenfalls mit dem Start der Biennale aktiviert wird. 

Was aus dem Reisesommer/herbst 2021 wird, weiss niemand. Dass sich die Biennale "nicht rechnet" kann man sich vorstellen. Wie sich die wirtschaftliche Situation im Venedig des bis auf Weiteres abgesagten "Overtourismus" entwickelt, aber nicht. Wer vernünftig ist, bleibt zuhause, zumindest solange die Impfkampagnen nicht erfolgreich beendet sind. Und wer will sich anschliessend in ein ausgebuchtes Flugzeug setzen? (Ich nicht.) 




Die Biennale hat sich mit einigen wenigen Maßnahmen vorbereitet. Die diskrete Handhabung erstaunt. Ich musste suchen.

  • Eintrittskarten gibt es nur online. Ich vermute, die üblichen Boxoffices vor den Giardini und dem Arsenale mit den langen morgendlichen Schlangen gibt es nicht.

  • Die Biennale hat für die Ausstellungsräume inkl. Pavillons ein allgemeines Hygienekonzept, versteckt es aber unter den Presseinformationen, die man runterladen kann, wenn man sie gefunden hat.

  • Detailliert sind die 12 Covid-Regeln für die Nebenausstellungen in der Stadt, die am 27.3. von La Nuova veröffentlicht wurden:
    - Jede Nebenausstellung muss eine*n Covid-Beauftragte*n benennen, der*die Sicherheits- und Schutzmaßnahmen gewährleistet.
    - Temperaturmessung der Besucher*innen: Eintritt nur mit weniger als 37,5 Grad.
    - Mund-Nasen-Maskenpflicht im Innen- und Außenbereich der Ausstellungen.
    - Desinfektionslösungsspender am Eingang der Ausstellungen. 
    - Tickets nur online (Nebenausstellungen der Biennale sind in der Regel eintrittsfrei, aber es gibt kostenpflichtige kollaterale Events. Möglicherweise bieten sie Tickets per App an?)
    - Mindestabstand zwischen Personen ist 1 m.
    - Ein- und Ausgang müssen getrennt organisiert sein und auf dem Besichtigungsweg Besucheransammlungen vermieden werden.
    - Vernissagen während der Eröffnungstage 19., 20. und 21.5. müssen in Verantwortung der Covid-Beauftragten organisiert werden (Anzahl der Besucher*innen, physische Distanz der Bestuhlung, Einhaltung der allgemeinen Covid-Regeln).
    - Keine interaktiven Installationen und Displays, um indirekte Personenkontakte zu vermeiden.
    - Keine nicht desinfizierbaren Materialien (z. B. Vorhänge oder Leinwände) besonders an Durchgängen, Türen, Korridoren.
    - Sitzgelegenheiten nur aus Materialien, die leicht zu reinigen und desinfizieren sind. Abstand von mindestens 1 m zwischen Sitzgelegenheiten. Entsprechende Trennung von Sitzen auf Bänken ("nicht sitzen" o.ä.).
    - Eine einzige Richtung zur Besichtungen von Exponaten und Installationen. Ein- und Ausgang getrennt. Durch Gestaltung der Räume soll die Versammlung von Besucher*innen vermieden werden.

Apropos Nebenausstellungen in der Stadt: Im März verordnete die Stadt Venedig die Kürzung der Biennale-Vermietungen privater Räume auf 6 Monate = 180 Tage, inkl. Auf- und Abbau der Ausstellungen. Ausgenommen sind öffentliche Gebäude (also auch städtische), Stiftungen und Non-Profit-Organisationen mit Immobilienbesitz. Zwischen dem Abbau einer Ausstellung und dem Aufbau der nächsten müssen mindestens 12 Monate liegen, ein Ausstellungsraum kann also nur alle 2 Jahre vermietet werden. Diese Beschränkung ist neu, wem nützt, wem schadet sie?
"Offizielle" Gebäude bleiben uneingeschränkt weiter im lukrativen Biennale-Vermietungsbusiness und profitieren stärker vom Bedarf an Ausstellungsräumen. Eine Biennale dauert 7 Monate (213 Tage), alle nationalen "Pavillons", sind künftig auf Räume angewiesen, die nicht der Beschränkung unterliegen, also öffentliche. 
"Kollaterale" Ausstellungen gehen oft nicht über die gesamte 6-Monate-Laufzeit einer Biennale, werden also weiter in der Stadt Örtlichkeiten finden. 
Von der Restriktion sind private Vermieter*innen betroffen, die z. T. vermutlich die satten Mieten in ihrem Budget haben, aber auch Vermieter*innen, die die Mieteinnahmen nur zur Deckung von Sonderausgaben verwenden. Es gibt Häuser, die fast jährlich vermietet werden, und Häuser, die nur alle paar Jahre zur Verfügung stehen. Auch uns Biennale-Besucher*innen entgeht damit ein wichtiger Aspekt: Ausstellungen in venezianischen Räumen, die selten oder fast nie dem Publikum offenstehen. 
Mehr dazu: 

Besonders beachtenswert scheint mir, dass der Stadtrat problemlos und kurzfristig eine Vermietungseinschränkung ermöglichen/erlassen kann, aber die Bemühungen der venezianischen Bürgerinitiativen, die Vermietung von privatem Wohnungsraum als Ferienwohnungen einzuschränken oder auf einige Monate im Jahr zu befristen, seit Jahren erfolglos ist. Geht einfach nicht. Während die Venezianer*innen mangels bezahlbaren Wohnraums weiter die Stadt verlassen.
 
Ergänzung 15.5.
Air Mail: A Bigger Splash. Venice' oldest families are up in arms over a law that bars them from participating in this year's Biennale. Expect protest on grand scale.
Wie schön, meine Hoffnung wurde wahr: der Möchtegernautukrat Brugnaro kriegt Gegenwind, zusätzlich zu dem der Bürgerinitiativen.

 


Ich bin im Laufe der letzten Monate auf erstaunlich wenige interessante Artikel  im Vorfeld der 17. Biennale gestoßen. (Wer wusste schon, ob sie WIRKLICH stattfindet...?) Hier sind sie gesammelt und werden ergänzt bis zum ersten Tag der Previews am 19.5.; danach gibt es einen neuen Blogeintrag mit den aktuellen Berichten zur Biennale.


13.11.2020 Atribune Tutte le potenzialità delle digitale in attesa della Biennale Architettura 2021
24.11.2020 world-architects Biennale Sneak Peak
2021 Universes in Univers Architekturbiennale 2021 in Venedig
5.1.21 infobuild Come vivremo insieme? 
26.3. Lampoon Missing the Biennale - or not so much?
10.4. Artlyst Venice Curator Luca Berta Explains Latest Biennale Venue Restrictions - Interview
12.4. Inexhibit How will we live together?
12.4. Deutsche Welle Trotz Corona: Architekturbiennale in Venedig
12.4. Domus The Architecture Biennale 2021 will officially open on May 22
12.4. Deutschlandfunk Eröffnung im Mai - trotz Pandemie

14.4. Baumeister Architekturbiennale 2021 in Venedig - ein digitaler Vorgeschmack
14.4. Dezeen Venice Architecture Biennale pavilions set to hold "silent openings" without visitors
15.4. Designboom venice architecture biennale plans to open the the public in may, but how?
16.4. Richelle Sibelboro How will we live together?
22.4. dezeen Watch our live talk on Non-Extractive Architecture with Joseph Grima
23.4. Building and Decor Venice Biennale Reconfirms May Opening
25.4. Opinion Architects helped endanger the planet, but now they can help rescue it
26.4. Itsliquid Biennale Architettura 2021
26.4. AgCult Pnrr, Franceschini: Biennale di Venezia al centro degli investimenti per ripartenza
28.4. Scoop World Time Space Existence 2021
28.4. dezeen Rafael Moneo awarded Venice Architecture Biennale Goöden Lion award
28.4. designboom SOM exhibits first permanent humane village on the moon at the Venice architecture biennale
28.4. designboom 10 key projects by rafael moneo
28.4. designboom SOM exhibits first permanent human village at the venice architecture biennale 
28.4. La Nuova Biennale Architettura 2021, Rafael Moneo è Leone d'oro alla carriera
30.4. MyArtGuide The 17th International Architecture Exhibition
1.5. designboom venice architecture biennale: a timeline through history from the 1980ies to today
3.5. ArchDaily Yugoslav Architect Svetlana Kana Radevic's Legacy on Posrwar Architecture...
4.5. designboom see a first look at the world's biggest greenhouse at venice architecture biennale 2021
5.5. ArchDaily Tropicalia Collateral Event Biennale Architettura 2021
5.5. The Architect's Newspaper Hashim Sarkis discusses staging an international biennale in 'interesting times'
8.5. inexhibit Tropicalaia, the world's largest dome greenhouse at the 17th Venice Architecture Biennale
9.5. Guardian Alatise set to spring hope in Venice
10.5. ArchDaily Hashim Sarkis on "How will we live together?"...
10.5. e-flux Venice Biennale 2021 National Pavilions Curators Collective
11.5. designboom EFFECT to present 'naturbyen' nature village at the venice architecture biennale 2021
12.5. designboom patrick berger presents birds' pavilion at the venice architecture biennale 2021
13.5. designboom simón vélez and stefana simic build bamboo 'majlis' at the venetian architecture biennale
14.5. La Nuova Effetto Biennale, a Venezia sette alberghi su dieci riaprono...
14.5. ArchDaily Kazuyo Sejima Appointed as President of the International Jury of the Biennale Architettura 2021
14.5. designboom kazuyo sejima on international jury of venice architecture biennale 
15.5. e-flux TBA21-Academy
16.5. ArchDaily A Bamboo Majlis for the 2021 Venice Biennale...
16.5. ArchDaily The Thai Pavilion at the 2021 Venice Biennale Explores the Ethnic Culture of Kuy
17.5. ArchDaily Eight Books at the Venice Biennale
17.5. ArchDaily The Pavilion of the Netherlands at the 2021 Biennale Deconstructs Typical Public Spaces
17.5. ArchDaily The Irish Pavilion for the 2021 Venice Biennale Explores the Impact of Data Production on Everyday Life
17.5. UNESCO Revive the Spirit of Mossul Collateral Event
17.5. Artribune Ritorno a Venezia. Parte la Biennale di Architettura 2021


Hier ist mal kurz der Link zu den Berichten ab 20.5.2021 eingeschoben :
Venedig Architekturbiennale 2021 - wer dabei sein könnte...!

                                                                      


Von der abgesagten Biennale 2020 ist mein Eintrag "Vorschau 17. Biennale Architektur 2020 - bzw. 2021" übrig geblieben. Schnee von gestern. Interessant sind trotzdem noch vielleicht die Links zu den Länderausstellungen. Ich kopiere sie hier und ergänze sie durch Links, die ich seit dem 18.5.2020 gesammelt, den Ländern beigefügt und mit "Neu" gekennzeichnet habe. Von einigen Ländern hatte ich 2020 noch gar keine Informationen, bei anderen gab es Ergänzungen und Veränderungen. 

In diesem Jahr kann diese Sammlung kaum der Reisevorbereitung dienen, aber vielleicht als kleiner Trost denjenigen, die mit allergrößtem Bedauern auf die Venedigreise verzichten. Ich, leider.

(Die Liste wird ergänzt durch evtl. neu eintreffende Links bis 22.5.)

Ägypten

Albanien

Angola

30.4.2021 https://www.verangola.net/va/en/042021/Culture/25265/Angolan-architect-Paula-Nascimento-participates-in-the-Venice-Biennale-of-Architecture.htm

Argentinien
http://socearq.org/2.0/2019/12/05/concurso-abierto-de-curaduria-y-anteproyecto-arquitectonico-para-la-seleccion-del-envio-oficial-argentino/

Armenien


Australien

Neu

Bahrain
-

Belgien

Neu
Brasilien


Canada

Neu


Chile

Neu
Cypern

Dänemark

Neu

Deutschland

Neu

Dominikanische Republik

Neu

Estland

Neu
Finnland
Neu

Frankreich

Grenada

Griechenland


Großbritannien

Neu
Hong Kong

Indonesien
http://archinesia.com/indonesia-pavilion-curator-for-venice-architecture-biennale-2020-has-been-announced/

Irak
https://www.safinaprojects.org/ark-re-imagined

Irland

Neu

Israel

Italien

Neu

Japan

Neu

Korea

17.4.2021 http://www.koreaherald.com/view.php?ud=20210415000792

Kosovo

10.5.2021 https://www.archdaily.com/961395/kosovo-pavilion-at-the-2021-venice-biennale-explores-the-role-of-urbanization-in-bonding-human-with-nature

Kroatien

Neu 


Kuwait

Lettland

Neu


Libanon

Neu

Litauen

Luxemburg
https://paperjam.lu/article/que-montrera-luxembourg-a-bien

Macau
https://macaunews.mo/opening-of-macau-pavilion-at-biennale-architettura-2020-delayed-report/
Malaysia

Mexico
https://www.mchmaster.com/news/colonia-donceles-selected-for-the-mexican-participation-at-venice-biennale-2020/

Montenegro

Niederlande

Nigeria
https://www.thisdaylive.com/index.php/2020/03/08/peju-alatises-next-move/

Nordic Pavilion

Neu

Nord Korea 
https://asia.nikkei.com/Life-Arts/Arts/North-Korean-art-captures-the-world-s-imagination

Österreich

Neu

Pakistan


Peru

Neu

Philippinen

Neu

Polen

Neu

Portugal

Neu

Rumänien

Neu

Russland

Neu

Saudi Arabien

Neu


Schottland 

Neu

Schweiz

Neu

Serbien
https://engnews24h.com/the-future-of-bor-is-in-the-focus-of-winning-work-to-represent-serbia-at-the-2020-biennale-in-venice/

Singapore

Neu

Slovenien

Neu


Spanien


Südafrika
-

Taiwan

12.5.2021 https://www.archdaily.com/961621/the-taiwan-pavilion-at-the-2021-venice-biennale-unpacks-the-impact-of-migration 

Thailand

17.5.21 https://www.designboom.com/architecture/thai-pavilion-venice-biennale-architecture-elephants-humans-05-17-2021/?utm_source=designboom+daily&utm_medium=email&utm_campaign=designboom+daily 


Tschechien
-

Türkei

Neu
Ungarn
Neu

Uruguay

USA
Neu

Usbekistan

Venezia

Neu

Venezuela
https://www.interiordesign.polimi.it/progetto/i-padiglioni-dei-giardini-della-biennale-di-venezia-padiglione-venezuela-2-eng/?lang=en

Vereinigte Arabische Emirate

Neu

Volksrepublik China

Neu




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11. April 2021

Verbraucher*innen für Venedig bitte!

 


Im Laufe von 14 Jahren Bloggerei habe ich hin und wieder zur Einmischung in venezianische Belange eingeladen, normalerweise ging es um Spenden. Zuletzt für die Strafbescheide für die Bürgerinitiative NoGrandiNavi

Um Spenden geht es nicht beim heutigen Aufruf, sondern um unser aller Beteiligung am neuen, verantwortungsbewussten, nachhaltigen Venedigtourismus. Runzelt nicht die Stirnen, zieht nicht die Augenbrauen zusammen: mischt Euch ein.



Im Eintrag vom 28.11.20 "Die Tage des Konsums..." hatte ich ein neues Venedig-Buch empfohlen: "Venice - an Odyssey. Hope and Anger in the Iconic City" von Neal E. Robbins. Am Ende der 500 Seiten, von denen ich zur Zeit meiner Empfehlung erst 200 gelesen hatte, nahm ich Kontakt zu Neal E. Robbins auf. Die Herausforderung im Kapitel " Protest - begin with a vision of the future" war unumgänglich:

"All of us - or at least anyone who has ever been or expects to be a tourist in Venice - plays an equal part. Tourism is a facet of international and local consumption, like energy or water. Excessive tourism afflicts many of the most beautiful parts of the world while it brings needed economic support. But it is ultimately controlled by tourists who are, collectively, a mighty force. A consumer movement could demand autorithies urgently manage the visitor numbers, support the local community and take action on cruise ship issues. This force needs to be harnessed." (S. 491)

"Wir alle - oder zumindest wer je als Tourist in Venedig war oder das vorhat, spielt dabei eine gleich große Rolle. Tourismus ist ein Aspekt internationalen und lokalen Konsums, wie Energie oder Wasser. Übermässiger Tourismus sucht viele der schönsten Teile der Welt heim und bringt gleichzeit den notwendigen wirtschaftlichen Rückhalt. Aber er wird letztendlich kontrolliert von Touristen, die gemeinsam eine machtvolle Wirkungskraft sind. Eine Verbraucherbewegung könnte von den Instanzen fordern, dringend die Besucherzahlen zu regeln, die Bürger der Stadt zu fördern und Massnahmen gegen das Problem der Kreuzsschifffahrt zu ergreifen. Diese Kraft muss eingespannt werden."

Seit Jahren hege ich Zweifel an meiner Rolle als Bloggerin. Freund*innen und Korrespondent*innen wissen das. Ich empfinde meine Lobgesänge auf die Stadt und die fleißigen Kulturvorschläge immer mehr als Teil des Problems. Mit der Idee einer Verbraucherbewegung für Venedig kann ich vielleicht helfen, eine Lösung mit anzutreiben...?

Neal E. Robbins schlägt vor, dass individuelle Besucher*innen eine aktive Rolle übernehmen. Wer informiert ist, weiss um die Verantwortung für den Reisezeitpunkt, die Reisedauer und die Form der Anreise nach Venedig und deren Bedeutung für den täglichen Zustand der Stadt. Und er fragt, warum nach der Covid-"Pause" und den vielen Diskussionen, die seit einem Jahr über die Zukunft der Stadt Venedig, die Ökologie Ihrer Lagune, die künftige veränderte Rolle des Tourismus geführt werden, die Einheimischen die notwendigen Veränderungen alleine schultern sollten? Denn:

"Giving Venice a future means stepping back from high-volume mass tourism, and that means changing economic expectations, reducing profit fo some - such as for apartment owners cashing in on rentals - and this may cause job losses and business closures. That is why a winding-down plan needs to cushion the economic pain, incentivize business to adapt, attract more non-tourist based jobs and rebuild the endangered Venetian community. People and business can accept change, if they have alternatives, reasonable support and clear rules." ... "Venetians are heroically campaigning to keep their city alive - and they won't give up." 

"Venedig eine Zukunft zu geben bedeutet, den Massentourismus zurückzufahren. Es bedeutet, wirtschaftliche Erwartungen zu verändern, für manche sogar, Gewinne zu schmälern - die hohen Profite von Ferienwohnungsvermietungen - es bedeutet Jobverluste und Geschäftsschließungen. Pläne zum Abbau müssen wirtschaftlichen Schaden abpuffern, Anreize zur wirtschaftlichen Anpassung bieten, mehr nicht-touristische Arbeitsplätze ermöglichen und helfen, die schwindende Einwohnerzahl wieder aufzubauen. Menschen und Wirtschaft können Änderungen akzeptieren, wenn sie Alternativen sehen, vernünftige Unterstützung und klare Regeln haben." ... "Venezianer kämpfen heroisch um ihre Stadt zu erhalten - und geben nicht auf."

Und damit muss man sie ja nicht alleine lassen. Man kann einfach mal die Hand heben. Nicht nur konsumieren, sondern unterstützen.



Ohne uns persönlich zu kennen, arbeiten Neal E. Robbins seit Anfang 2021 online am Versuch einer "Verbraucher*inneninitiative". Wir stellten unseren Entwurf venezianischen Bürgerinitiativen vor mit der Bitte um Feedback und, wenn möglich, Beistimmung. Warten auf Antworten, Diskussionen per Email und online-Konferenzen, Konflikte. Entwickeln einer Website (aus Kostengründen auf Basis von Neals Verlagsseite) und social media Optionen👇.
Diskussion der Zielsetzung: eine Online-Liste, in die sich Unterstützer*innen eines neuen, verantwortungsbewussten und nachhaltigen Venedigtourismus eintragen können. Der wird in einem ersten Schritt definiert in 7 einfachen Aktionspunkten. Wer unterschreibt, sichert "gutes" Verhalten zu, als kleines Rädchen in der Aufgabe, Venedig eine Zukunft zu geben. Mehr ist es nicht. Kostet nichts. Unterstützt uns alle dabei, eigentlich längst vorhandenes Bewusstsein in die Tat umzusetzen.  


Wir nennen unsere Inititative 

"LASSEN SIE VENEDIG LEBEN"

"LASCIA VIVERE VENEZIA"

"LET VENICE LIVE"


Bitte lesen, bei Zustimmung unterschreiben und weiterleiten an derzeitige und künftige Freund*innen der schönsten Stadt. Damit wir möglichst viele werden. Feedbacks über die Kommentarfunktion und per Email (Adresse oben rechts) sind sehr willkommen. Herzlichen Dank!


👉 Twitter LET VENICE LIVE


((C) der Zitate Neal E. Robbins,Zitate mit freundlicher Genehmigung ) 



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5. April 2021

Kreuzfahrtschiffe aus Venedig verbannt...! Ach was...?!


Hatten wir das nicht schon mal? Schon mehrmals? 2013 wurden Schiffe über 96.000 Tonnen aus dem Giudeccakanal "verbannt", die Entscheidung gerichtlich wieder zurück genommen. 2017 versuchte es eine andere (der häufig wechselnden italienischen) Regierungen mit dem Vorschlag, große Schiffe aus dem Canale della Giudecca zu "verbannen" und nur noch in Marghera docken zu lassen - woran sich niemand hielt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die internationalen Medien brav eine Pressemitteilung verbreiten, in der die "Verbannung" der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig angekündigt wird. Bis auf wenige Ausnahmen machen sich Journalist*innen nicht die Mühe, die Quellen dieser Information zu prüfen.


Zuletzt habe ich dazu im Feburar 2018 geschrieben: 
"Wenn die Tagesschau entwarnt..."
und mir dann das Thema einstweilen geschenkt.


Jetzt wirbeln die internationalen Medien erneut und verkünden die "Verbannung" der Schiffe aus Venedig und den Bau einer Kreuzfahrtstation außerhalb der Lagune, ja sogar Offshore! Wer hofft, auch nach der Covid-Pause der Kreuzfahrtindustrie "keine Riesen mehr in Venedig" sehen zu müssen, täuscht sich wieder einmal bzw. wird wieder einmal vom Mediengeschwätz getäuscht.

Hier ist die Basis dieser Medienmeldungen, der Text des Erlasses des Ministerrates vom 31.3.2021 (scrollen, 2. Absatz "Trasporto Marittimo": 

TRASPORTO MARITTIMO
Disposizioni urgenti in materia di trasporti e per la disciplina del traffico crocieristico nella laguna di Venezia (decreto-legge)
Il Consiglio dei Ministri, su proposta del Presidente Mario Draghi, del Ministro delle infrastrutture e della mobilità sostenibili Enrico Giovannini e del Ministro della cultura Dario Franceschini, ha approvato un decreto-legge che introduce disposizioni urgenti in materia di trasporti e per la disciplina del traffico crocieristico nella laguna di Venezia.
Per contemperare le esigenze di tutela del patrimonio artistico, culturale e ambientale di Venezia e quelle legate allo svolgimento dell’attività crocieristica e al traffico merci, il decreto prevede l’indizione, da parte dell’Autorità portuale del Mare Adriatico settentrionale, di un concorso di idee, volto a raccogliere proposte e progetti di fattibilità tecnica ed economica per la realizzazione di punti di attracco utilizzabili dalle navi adibite al trasporto di passeggeri superiori a 40mila tonnellate e dalle navi portacontenitori adibite a trasporti transoceanici.
Il testo prevede poi misure atte a garantire la mobilità delle persone e la circolazione delle merci su tutto il territorio nazionale, attraverso la proroga dei collegamenti marittimi con Sardegna, Sicilia e isole Tremiti svolti in regime di servizio pubblico, per il tempo necessario a consentire la fine delle procedure di gara e, in ogni caso, fino al 31 maggio 2021. Infine, il decreto proroga di 3 mesi (dal 31 marzo al 30 giugno 2021) l’entrata a regime del documento unico per la circolazione dei veicoli iscritti al Pubblico Registro Automobilistico (PRA). Lo slittamento consente di perfezionare le procedure telematiche relative ai veicoli adibiti al trasporto delle merci e agli autobus, sottoposti a particolari normative di settore, e di completare la fase di rodaggio di tutte le procedure.

Übersetzung:
"Dringende Bestimmungen zum Verkehr und zur Regulierung des Kreuzfahrtverkehrs in der Lagune von Venedig (Gesetzesdektret).
Auf Vorschlag des Präsidenten Mario Draghi, des Ministers für nachhaltige Infrastruktur und Mobilität Enrico Giovannini und des Kulturministers Dario Franceschini genehmigte der Ministerrat ein Gesetzdekret, das dringende Bestimmungen zu Verkehr und zur Regulierung des Kreuzfahrtverkehrs in der Lagune von Venedig enthält.
Um die Bedürfnisse des Schutzes des künstlerischen, kulturellen und ökologischen Erbes Venedigs und des Schutzes von Kreuzfahrten und Güterverkehr in Einklang zu bringen, sieht der Erlass vor, seitens der Hafenbehörde der nördlichen Adra einen Wettbewerb auszurufen um Ideen zusammen zu tragen, die darauf abzielen, Vorschläge und Projekte von technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit für den Bau von Liegeplätzen zu sammeln, die von Schiffen für die Beförderungen von Passagieren über 40.000 Tonnen und von Containerschiffen für den Transozeantransport verwendet werden können.
Der Aufruf zielt auch auf Maßnahmen, die die Mobilität von Menschen und Warenverkehr im gesamten Staatsgebiet durch die Ausweitung der Seeverbindungen mit Sardinien, Sizilien und den Tremiti-Inseln für die Zeit gewährleisten, die für die Dauer des Verfahrens erforderlich ist, das auf jeden Fall am 31.5.2021 schließt. Schließlich verlängert der Erlass das Inkrafttreten des einheitlichen Dokuments für den Verkehr von  im Öffentlichen Automobilregister (PRA) zugelassenen Fahrzeugen um drei Monate (vom 31. März bis 30. Juni 2021). Der Beleg ermöglicht es, die Telematikverfahren für Fahrzeuge, die für den Transport von Gütern und für Autobusse verwendet werden, unter Berücksichtigung besonderer Branchenvorschriften zu verbessern und die Einführung aller Verfahren abzuschließen.



Es geht bisher nur um die Ausschreibung von Projektanträgen zur wirtschaftlichen und technischen Entwicklung von Hafenanlagen für Kreuzfahrtschiffe über 40.000 Tonnen und Containerschiffe für den Tranzozeantransport. Eine Absichtserklärung, mehr ist das noch nicht. Auch wenn für die Ausschreibung 2,2 Millionen € zur Verfügung stehen. Das Ergebnis und weitere Entscheidungen bleiben abzuwarten!


Es gibt bereits vorhandene Vorstellungen (erstaunliche, finde ich Ahnungslose!) wie nach dem Dekret von 2017 von Venezia Today vorgestellt; oder Porto Offshore Venezia, vorgestellt in Leipzig 2014; oder eine Nummer kleiner Seingim; oder das ebenfalls seit 2014 existierende Projekt von Duferco, das schon 2001 als Ergänzung der M.O.S.E.-Anlage in der Lidoeinfahrt präsentiert wurde. Die Kreuzfahrtdocks nahe Punkta Sabbioni können in 3 Jahren fertig gestellt sein. Das Projekt hatte bisher gegen die nach dem Erlass von 2017 von Stadt- und Regionalregion durchgesetzten und jetzt praktisch fertig gestellten Docks in Marghera keine Chance. Duferco vermarktet das elektrisch angetriebene Transportsystem für Kreuzfahrer innerhalb der Lagune "Venis Cruise" als kleine Lagunenkreuzfahrt; siehe dazu auch Artikel in der Nuova vom 2.4. "Scalo Duferco a San Nicolò Poi in laguna solo con motori elettrici". Ob der bisherige Plan für die Nutzung durch Schiffe des Transozeantransports geeignet wäre oder angepasst werden könnte, bliebe abzuwarten.

Von Technik und Finanzierung verstehe ich nichts, von Calls und Ausschreibungen etwas mehr und von der Dauer von Auswahlverfahren, von Genehmigungsprozessen, inkl. EU-Projekten, die sich in dieser Größenordnung über Jahre hinziehen. In denen zusätzlich die nationale, regionale und lokale Politik durch Wahlen mit neuen Akteur*innen ausgestattet werden könnte - mit welchen Auswirkungen? Da kann man viel befürchten, ohne grundsätzlich pessimistisch zu sein.

Die "vorläufigen" Docks für Kreuzfahrtschiffe, die finanziert und in Marghera gebaut wurden, erwartet die Kreuzfahrtindustrie schlüsselfertig, wenn sie "nach" der Covid Pandemie (wann?) wieder ins Geschäft einsteigt. Werden Arbeit und Kosten für die erforderliche Kanalvertiefung vor Marghera, den Bau von Docks und Passagierterminals, die einzurichtenden Transportmittel zu Wasser und Land für Passagiere etc. einfach abgeschrieben, wenn ein neuer Hafen außerhalb der Lagune tatsächlich in Gang käme - "Verschwendung" für vielleicht 5 Jahre Betriebsdauer? Oder würden die Betreiber des Port of Venice nicht alle Register ziehen (42.000 Arbeitsplätze, Strukturwandel in Marghera, Beherbungsindustrie in Mestre etc.) um diesen Standort zu erhalten? In dessen Infrastruktur derzeit 41 Millionen fließen?! Geht es nach den Entscheidern aus Wirtschaft und Politik, bleibt alles wie es ist. 

"Dies ist die bevorzugte Hypothese der Region, der Lega, der Hafenbetreiber und der Stadt. 'Ich bleibe beim Kanal Vittorio Emanuele für die Linie Petroli-Margher und Marittima' sagt der Regionalpräsident Luca Zaia, 'es ist das Einfachste: so entfernen wir die Schiffe von San Marco und behalten die Marittima'. Gleiche Linie wie der Bürgermeister Luigi Brugnaro. Gestern zog er es jedoch vor, den Regierungserlass nicht zu kommentieren, obwohl der heute mit Minister Enrico Giovannini darüber gesprochen hatte."
(La Nuova 2.4. "Grandi navi, concorso d'idee dai tempo lunghi. Intanto il terminal crociere andrà a Marghera".)

Wie sich die Ideensammlung für die neuen Kreuzschifffahrtsdocks auch entwickeln wird: weiterhin, "vorläufig", fahren kleinere Schiffe durch die Stadt, sehr große Schiffe durch dieEinfahrt von Malamocco durch die Lagune. Ästhetisch wird das eine Verbesserung sein, aber die Fragen des Umweltschutzes für die Lagune, des Denkmalschutzes für die Stadt, der Gesundheit der Bewohner*innen, des Welterbes für uns alle, bleiben stehen wie bisher. 

Wir reden wahrscheinlich in einigen Jahren wieder über die "Verbannung" der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig, vor welchem Hintergrund auch immer. Wollen wir hoffen, dass dann die Verbannung tatsächlich stattfindet und der jahrelange Einsatz venezianischer Bürgerinitativen erfolgreich war.


Ich füge als Ergänzung (vor allem für mich selber) Artikel an, die nach der Veröffentlichung dieses Eintrags am 5.4. erschienen und interessante, erweiterte Aspekte bringen. 

5.4. ytali. Grandi Navi fuori della laguna. Definitivamente e immediatamente
6.4. Italia Nostra La soluzione è imporre navi più piccole alle compagnie di navigazione
6.4. ytali. Fuori le Grandi Navi. Per restare dentro la Laguna
6.4. UNESCO Large cruise ships banned from entering Venice lagoon

💥


Oha. Das ging schneller als erwartet! Nach 2 Wochen ist die Verbannung schon wieder vorbei.

15.5. La Nuova Grandi navi, tornano le MSC in Marittima e a Marghera und Due grandi navi in Bacino San Marco
Im Juli fahren MSC Orechstra und MSC Magnifica wie gewöhnt durch das Bacino, vorbei am Palazzo Ducale und S. Giorgio Maggiore, um ebenfalls wie gewöhnt in der Marittima festzumachen. Weil die "Übergangslösung" des Kreuzfahrthafens in Marghera noch nicht ganz fertig ist. Was soll man machen...? Es bleibt wie gewöhnt alles beim Alten in Venedig.

16.6. CNN Cruise ships head back to Venice despite ban

17.4. Il Fatto Quotidiano Venezia, il governatore Zaia annuncia il ritorno delle crociere (Mehr als eindeutig, dass Regional- und Stadtregierung nicht im Traum an die Verwirklichung der Verordnung der Minister denken.)

19.4. Huffpost Un cavillo riporta le Grandi Navi a Venezia, in attesta di "nuove idee" (Hier die  juristische Begründung der aktuellen Situation nach dem Ministererlass)

22.4. La Nuova Grandi navi a Venezia, stop dal Senato. "Lo scavo del canale è una provocazione"

24.4. Venezia Today Crociere: ecco le offerte per il terminal canale nord, sponda nord, a Porta Marghera (Als hätte es den Ministererlass nie gegeben.)

29.4. The Art Newspaper Has Venice really banned cruise ships? It appears not.

29.4. AgCult DI Venezia: via libera Senato, testo ora alla Camera. Sehr gut. Der Senat hat den Ministererlass mit 168 Stimmen, keinen Gegenstimmen und 26 Enthaltungen passieren lassen. Jetzt kommt die Sache vielleicht langsam, langsam in die Gänge...?

8.5. CNN The truth about cruise ships in Venice


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3. April 2021

Das Impfvaporetto


Einzigartige Stadt - einzigartige Herausforderungen - einzigartige Lösungen.

Geimpft werden muss überall. Einer Pandemie muss mit Organisation, Strukturierung aber auch Kreativität begegnet werden. Wenn ich mir die Organisierung der Impferei in meinem Bundesland NRW und meiner Stadt Bonn ansehe (immer noch sind nicht alle Ü80 geimpft!) fürchte ich ein Massensterben. 

Was macht Venedig, eine Stadt mit überdurchschnittlich vielen Alten, die einerseits im übersichtlichen historischen Zentrum leben, aber auch verteilt auf den Laguneninseln?
Das Ospedale SS. Giovanni e Paolo räumt ein Vaporetto für den speziellen Bedarf um, streicht es rot an und schickt es als mobile Impfklinik durch die Lagune. Platz genug fürs medizinische Fachpersonal, für die Wartenden und die Ruhephase der fertig Geimpften.

In der letzten Woche waren die Inseln Pellestrina, Burano, Torcello und Mazzorbo dran. Am Ostermontag (der auch in Venedig ein Feiertag ist!) legt das Impfboot von 9:30 bis 13:30 Uhr auf Sant'Erasmo an, danach auf Vignole, um die Ü80  Insulaner*innen mit AstraZeneca versorgen. Organisiert in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Immobilen und sehr betagte Menschen wird die Bootsfahrt inkl. Umsteigen zum Ospedale erspart. 

Der Twitteraccount des Bürgermeisters gestattet einen 

Eine beeindruckend bürgerfreundliche Maßnahme. Einzigartig eben.

5.4. Il Gazzettino Vaccini agli anziani nelle isole: ecco il vaporetto trasformato in ambulatorio

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